Porsche arbeitet an Elektro-Sportwagen mit Eye-Tracking und Holo-Display

Der Porsche Mission E wird von zwei permanent-erregten Synchronmotoren angetrieben und leistet über 440 KW. Die Reichweite soll über 500 Kilometer betragen und das Aufladen auf 80 Prozent dank 800-Volt-Technik nur 15 Minuten dauern.

Porsche hat das Konzept seines ersten Sportwagens mit Elektroantrieb vorgestellt. Einen Prototypen des unter dem Projektnamen „Mission E“ entwickelten E-Fahrzeugs will es auf der Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) vorführen, die ab Donnerstag, dem 17. September, in Frankfurt am Main stattfindet. Informationen zu einem möglichen Serienmodell sowie Preisen hat der deutsche Autobauer bislang nicht veröffentlicht.

(Bild: Porsche).

Porsche hat den Mission E mit Elektroantrieb vorgestellt (Bild: Porsche).

Beim Design des Porsche Mission E hat sich das Unternehmen von dem 918 Spyder, Porsche-Rennwagen, aber auch dem 911 inspirieren lassen. Der E-Porsche bietet dank einer fehlenden B-Säule Platz für vier Personen. Die gegenläufig öffnenden Türen sollen ein bequemes Einsteigen ermöglichen. Statt klassischer Außenspiegel setzt das Unternehmen auf Kameras.

(Bild: Porsche).

Der E-Sportwagen bietet eine Leistung von über 600 PS (Bild: Porsche).

Als Antrieb erprobt es zwei permanent-erregte Synchronmotoren (PSM), die zusammen über 600 PS leisten. Als Höchstgeschwindigkeit gibt der Automobilhersteller über 250 Km/h an. Die Beschleunigung von 0 auf 100 Km/h soll unter 3,5 Sekunden dauern. Die 200-Km/h-Grenze soll der Mission E noch in unter 12 Sekunden erreichen.

Mit einer vollen Batterieladung soll das Elektroauto über 500 Kilometer weit fahren können. Die Ladezeit will der Autobauer aus Stuttgart durch den Einsatz der 800-Volt-Technik verkürzen. In rund 15 Minuten soll sich die Batterie dank  „Porsche Turbo Charging“ zu 80 Prozent laden und das Fahrzeug mit Energie für etwa 400 Kilometer nachtanken lassen. Es soll aber auch die Möglichkeit bestehen, es an üblichen 400-Volt-Ladestationen mit Strom zu betanken oder induktiv in der Garge zu laden. Zudem gewinnt der Wagen beim Bremsen Energie zurück.

(Bild: Porsche).

Mit HIlfe von Eye-Tracking sollen Fahrer durch Menüs navigieren. Per Parallaxe-Effekt folgt das Display zudem der Sitzposition und Körperhaltung (Bild: Porsche).

Für seinen Elektro-Sportwagen entwickelt Porsche auch ein neues Anzeige- und Bedienkonzept, das unter anderem fünf Rundinstrumente mit OLED-Technologie, ein Eye-Tracking-System zur Menü-Navigation und ein holografisches Display umfasst. Das Eye-Tracking-System erkennt mittels Kamera, auf welches Instrument der Fahrer gerade blickt. Per Tastendruck am Lenkrad aktiviert der Fahrer dann das entsprechende Menü und kann darin navigieren und Aktionen bestätigen. Das holografische Display zeigt individuell wählbare Apps an, die im Raum gestaffelt und nach Priorität geordnet sind. Über diese steuert der Fahrer oder der Beifahrer über Gesten Funktionen wie Medien, Navigation, Klima, Kontakte und Fahrzeug.

Integriert ist auch ein Mobilfunkmodul, das  Remote-Dienste und Over-the-Air-Updates ermöglicht. Dank Porsche Car Connect lässt sich beispielsweise der Mission E per Tablet von außen konfigurieren. Nutzer haben zudem die Möglichkeit, einen digitalen Schlüssel über das Porsche Connect Portal an Freunde oder Familie zu verschicken, die damit das Auto öffnen können. Aktualisierungen mit neuen Funktionen für Fahrwerk, Motor oder Infotainment-System können einfach über das Mobilgerät angestoßen werden.

Autor: Christian Schartel
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