Microsoft Send für Android: Beta der E-Mail-Chat-App ab sofort verfügbar

Microsoft hat seine E-Mail-Chat-App Send für Android, die Kurznachrichten per E-Mail versendet, jetzt in einer Betaversion veröffentlicht. Sie steht derzeit aber nur in den USA und Kanada sowie neuerdings in Brasilien, Dänemark und Großbritannien zur Verfügung. Der iOS-Version hat Microsoft neue Funktionen spendiert.

Die unter dem Codenamen Flow entwickelte Anwendung lag bis dato nur für iOS vor. Send kombiniert E-Mail-Kommunikation mit einem an Messaging angelehnten Nutzererlebnis. Anders als Outlook verzichet es auf Betreffzeilen und andere formale Elemente einer E-Mail wie Signaturen oder Höflichkeitsfloskeln. Sowohl die Android- als auch die iOS-Version sind zurzeit aber nur in den USA und Kanada sowie neuerdings in Brasilien, Dänemark und Großbritannien verfügbar.

„Tippen Sie auf einen Kontakt, um eine Unterhaltung zu beginnen. Oder noch besser, Sie wischen einfach, um eine vorgefertigte Antwort wie ‚Ich bin auf dem Weg‘ oder ‚Ich melde mich bei dir‘ auszuwählen“, erklärt Microsoft die Bedienung der App in einem Blogbeitrag. „Sie können sogar sehen, wenn jemand eine Antwort eingibt. Es gab noch nie eine schnellere Möglichkeit, jemanden per E-Mail zu erreichen.“

Send liegt jetzt auch als Beta für Android vor (Bild: Microsoft)

Send liegt jetzt auch als Beta für Android vor (Bild: Microsoft)

Alle mit Send gesendeten und empfangenen Nachrichten tauchen durch die Verknüpfung mit Office 365 auch in Outlook auf. Die Nutzung setzt aktuell ein E-Mail-Konto von Outlook oder Office 365 Business beziehungsweise Education voraus. Send ist aber ausdrücklich nicht als Ersatz der Outlook-App gedacht.

Send für iPhone habe man in den vergangenen Monaten um einige neue Funktionen erweitert, so Microsoft. Beispielsweise sei es nun möglich, Konversationen zu löschen, weitere Kontakte einer Konversation hinzuzufügen, den eigenen Standort zu übermitteln, Anrufe zu starten und GIF-Dateien weiterzuleiten.

Die Android-Version von Send kann in den genannten Ländern über Googles Play Store installiert werden. Sie wird den Betastatus tragen, bis sie dem Leistungsstand der iOS-Ausgabe entspricht, wie Microsoft erklärt. Parallel arbeitet das Unternehmen weiter an einer schon zuvor versprochenen Ausgabe für Windows Phone. Wann diese erscheinen wird, ist aber offen.

Entwickelt wurde Send von Microsoft Garage, dem Inkubator des Softwarekonzerns für leichtgewichtige und auf Verbraucher ausgerichtete Mobilanwendungen. Garage-Apps sind in der Regel für iOS, Android und Windows Phone erhältlich. Microsoft betrachtet sie als „Experimente“, die laufend anhand von Rückmeldungen von Nutzern aktualisiert und verbessert werden.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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