Apple iPad Mini 4 kommt mit 2 GByte RAM und ist schwer zu reparieren

Wie beim iPhone 6S verbaut Apple beim neuen iPad Mini 4 2 statt nur 1 GByte RAM. Bei Schäden kann eine Reparatur des neuen Apple-Tablets aber teuer werden. Apple setzt auf einen neuen Displaytyp, bei dem LCD und Glas verschmolzen sind, und verklebt die meisten Komponenten des Gerätes.

iFixit hat das nur kurz während der Präsentation des iPhone 6S, iPad Pro und Apple TV vorgeführte Apple iPad Mini 4 auseinandergenommen und auf seine Reparierbarkeit untersucht. Laut den Zerlegeexperten ist der Nachfolger des iPad Mini 3 ebenso schlecht zu reparieren. Sie geben dem iPad Mini 4 nur 2 von maximal 10 möglichen Punkten.

(Foto: iFixit)

Bei Schäden kann eine Reparatur des neuen Apple iPad Mini 4 teuer werden. (Foto: iFixit)

Während der Keynote am 9. September ist Apples neues Mini-Tablet etwas untergegangen. Das Design ändert sich im Vergleich zum Vorgänger nicht, das Gehäuse ist mit 6,1 Millimetern aber 18 Prozent dünner geworden. Die geringe Bauhöhe ermöglicht der neue Displaytyp, der auch schon beim iPad Air 2 zum Einsatz kommt. Bei diesem sind LCD und Glasabdeckung verschmolzen. Laut den Reparaturexperten lässt sich das Gerät dadurch einfacher öffnen und bekommt eine höhere Stabilität verliehen. Der Nachteil: Bei Schäden des Bildschirms muss die komplette Einheit ausgetauscht werden, was die Reparaturkosten erhöht. Der Screen ist übrigens wieder 7,9 Zoll groß und löst mit 2048 mal 1536 Pixel (326 ppi) auf.

Positiv ist beim Zerlegen der Akku aufgefallen, der im Gegensatz zum Lightning-Connector wie zuvor nicht fest mit dem Logic-Board verlötet ist. Er besteht nun nicht mehr aus zwei Zellen wie beim Vorgänger, sondern nur noch aus einer. Die Batterie ist zudem dünner, bietet dafür aber eine etwas verringerte Kapazität (19,1 zu 23,8 Wattstunden). Auf die Akkulaufzeit soll sich dies laut Apple aber nicht auswirken, da der 64-Bit-A8-Prozessor energieeffizienter arbeitet. Außerdem habe Apple einige Software-Optimierungen vorgenommen.

Das von iFixit zerlegte iPad Mini 4 war mit 16 GByte NAND-Flashspeicher von SK Hynix ausgestattet. An RAM integriert Apple nun 2 statt wie im Vorgänger 1 GByte (LPDDR3), das ebenfalls von SK Hynix stammt. Weiterhin findet sich wie im Pad Air 2 der NFC-Chip NXP 65V10. Das WLAN-Modul kommt von Universal Scientific Industrial und unterstützt die aktuelle IEEE-Spezifikation 802.11ac.

Bei der frontseitigen FaceTime-Kamera mit 1,2-Megapixeln-Auflösung verzichtet Apple nun wie beim iPad Air 2 auf das Plastikgehäuse. Die neue iSight-Kamera löst 8 Megapixel auf. Beim iPad Mini 3 sind es nur 5 Megapixel. Die zugehörigen Mikrofone verteilen sich jetzt um die rückseitige Linse herum. Eins nimmt den Platz des nicht mehr existierenden Rotationssperrknopfs ein.

Der mit dem iPad Mini 3 eingeführte Touch-ID-Sensor im Home-Button ist weiterhin verklebt, was die Reparatur des Tablets nochmals erschwert, da das Ersatzglas ebenfalls mit der biometrischen Einheit verbunden werden müsste. Der Anwender laufe Gefahr, durch einen Glasaustausch die Touch-ID-Funktion zu verlieren. Schwierig gestalte sich eine Reparatur auch aufgrund des großzügigen Einsatzes von Kleber, der alle Teile in Position halte.

In Deutschland ist die WLAN-Version des iPad Mini 4 mit 16 GByte Speicher für 389 Euro erhältlich. Varianten mit 64 respektive 128 GByte kosten 489 beziehungsweise 589 Euro. Die Preise für die LTE-Ausführungen liegen jeweils 120 Euro höher.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Tipp: Wie gut kennen Sie Apple? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Autor: Christian Schartel
Christian Schartel Christian Schartel Christian Schartel

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Apple iPad Mini 4 kommt mit 2 GByte RAM und ist schwer zu reparieren

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *