Uhrenhersteller Fossil bringt Wearables mit und ohne Android

Bis Ende des Jahres sollen ein Armband, eine Uhr mit klassischem Ziffernblatt und eine Android-Wear-Uhr auf den Markt kommen. Sie lassen sich mit Android, iOS und Windows Phone koppeln. Die drei Geräte sind in einer Partnerschaft mit Intel entstanden.

Im August hatte Intel im Rahmen seines jährlichen Developer Forums einen ersten Ausblick auf die in Kooperation mit Fossil entwickelte Smartwatch gegeben. Jetzt hat Uhrenhersteller Fossil seine ersten Modelle aus der Reihe „Fossil Q“ offiziell vorgestellt. Die neue Serie besteht anfangs aus drei Modellen: einer Art Armreif, einer traditionellen Uhr ohne Bildschirm (aber natürlich mit Sensoren) und schließlich einer mit Android Wear betriebenen Smartwatch. Alle drei Modelle sollen rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft erhältlich sein.

Smartwatch der Q-Series (Bild: Fossil)

Smartwatch der Q-Series (Bild: Fossil)

Laut Fossil wird man mit allen drei Geräten nicht nur Fitnessdaten aufzeichnen und Schritte zählen können, sondern auch Benachrichtigungen verwalten. Ob die beiden Modelle ohne Bildschirm dazu über eine LED verfügen oder etwa vibrieren, ist unklar. Alle drei arbeiten mit Smartphones zusammen, die unter Android, iOS oder Windows laufen.

Fossil ist im Wearables-Bereich nicht ganz neu, sondern kann tatsächlich als Pionier gelten, der jetzt einen Wiedereinstieg versucht. 2001 brachte das Unternehmen eine Uhr mit dem damaligen PDA-Betriebssystem Palm OS und 102 mal 64 Pixeln Auflösung auf einem Monochrom-Bildschirm heraus. Sie kam mit einem 8-Bit-Prozessor, enthielt 48 KByte ROM-Speicher für das OS und konnte 190 KByte an Daten wie Termine, Memos oder Adressen sichern. Der Nachfolger lief 2002 dann immerhin schon unter Palm OS 4.1 und bot eine Auflösung von 160 mal 160 Pixeln.

Das Unternehmen fertigte 2004 für Microsoft eine der SPOT genannten Smartwatches. Zudem gründeten einige ehemalige Fossil-Mitarbeiter später Meta Watch, das ab 2011 zumindest eine Entwicklerversion einer Smartwatch mit OLED-Bildschirm anbot. Das Unternehmen verfügt also über langjähriges technisches Know-how ebenso wie über die Vertriebswege eines klassischen Uhrenherstellers. Ein Erfolg des Partners wäre gewiss auch für Intel wichtig.

Vor einem Jahr hatte es mit MICA ein vernetztes Luxus-Armband eingeführt, das über ähnliche Funktionen wie jetzt die Fossil-Q-Reihe verfügen sollte: Über ein kleines Display kann es SMS-Nachrichten, Kalendererinnerungen und andere Benachrichtigungen anzeigen. Von Intel stammt nur die Technik. Das Design übernahm das Modehaus Opening Ceremony, verkauft wird es im Luxus-Kaufhaus Barneys New York. Wie ähnliche Schmuckstücke von Opening Ceremony kostet es dort etwas unter 1000 Dollar. Verkaufszahlen wurden seither nicht genannt, was kaum für einen signifikanten Erfolg spricht.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
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