LG V10: Android-Smartphone mit Second-Screen und Doppelkamera vorgestellt

Das LG V10 bietet neben einem 5,7-Zoll-Bildschirm ein zweites Display mit einer Diagonale von 2,1 Zoll, eine Front-Kamera mit zwei Linsen, einen manuellen Modus für Videoaufnahmen, einen Fingerabdruckscanner sowie ein besonders stabiles Gehäuse. In Deutschland wird das Gerät vorerst nicht erscheinen.

LG hat mit dem Modell V10 das erste Gerät seiner neuen V-Produktfamilie vorgestellt. Das 5,7 Zoll große Android-Smartphone richtet sich laut dem südkoreanischen Hersteller vor allem an Social-Media-Enthusiasten. Besonderheiten des Gerätes sind ein zweites Display, eine Front-Kamera mit zwei Linsen sowie ein manueller Modus für Videoaufnahmen. Das LG V10 wird vorerst allerdings nur in den USA, in China sowie in wichtigen Märkten in Asien, Lateinamerika und dem Mittleren Osten erscheinen. Preise hat das Unternehmen noch nicht genannt. In Europa wird es laut LG erst einmal nicht zum Verkauf stehen. Ob es nicht zu einem späteren Zeitpunkt doch noch nach Deutschland kommt, bleibt abzuwarten.

(Bild: LG).

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Das 5,7-Zoll-IPS-Display des LG V10 bietet wie die Anzeige des LG G4 eine QHD-Auflösung von 2560 mal 1440, womit es auf eine Pixeldichte von 513 ppi kommt. Über dem normalen Bildschirm rechts neben der Front-Kamera sitzt ein zweites IPS-Display, das über eine Diagonale von 2,1 Zoll und eine Auflösung von 160 mal 1040 Pixel verfügt. Die individuell anpassbare Leiste arbeitet unabhängig vom Hauptbildschirm und kann damit ähnlich wie die Display-Kante beim Galaxy S6 Edge beziehungsweise der Plus-Version zum Anzeigen von Informationen wie Wetter, Uhrzeit, Datum und Batterielaufzeit genutzt werden, während die große Anzeige ausgeschaltet ist. Das reduziert den Stromverbrauch, da Nutzer zum Abruf nicht den Hauptbildschirm aktivieren müssen. Ist das 5,7-Zoll Display eingeschaltet, kann der zweite Screen als Shortcut-Leiste zu favorisierten Apps verwendet werden. Außerdem erhält der Smartphone-Besitzer Benachrichtigungen über eingehende Anrufe oder Nachrichten, während er beispielsweise auf dem großen Bildschirm ein Spiel spielt oder einen Film anschaut, ohne dabei gestört zu werden.

(Bild: LG).

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Im Inneren des LG V10 verbaut der Hersteller im Grunde dieselbe Hardware, die auch im G4 zum Einsatz kommt. Als Prozessor setzt es Qualcomms Snapdragon-808-CPU ein. Ausgerüstet ist sie mit zwei 1,8 GHz schnellen Cortex-A57-Kernen und vier Cortex-A53-Kernen. Der Arbeitsspeicher ist 3 GByte groß. Für System und Daten gibt es einen internen Speicher mit einer Kapazität von 64 GByte. Ein microSD-Kartenslot zur Erweiterung um theoretische 2 TByte ist wie beim Flaggschiff an Bord. Der Akku des LG V10 fasst ebenfalls 3.000 mAh. Dank Qualcomms Quick-Charge-Technik ist er laut Herstellerangaben in 40 Minuten bis zu 50 Prozent geladen.

(Bild: LG).

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Für Fotos und Videos integriert LG auf der Rückseite die ebenfalls vom G4 bekannte 16-Megapixel-Kamera mit lichtstarker f1.8-Blende und einem optischen Bildstabilisator. Auf dem V10 steht nun aber nicht mehr nur ein manueller Modus für Fotos zur Verfügung, sondern auch für Videoaufnahmen. Damit können Smartphone-Besitzer auch beim Filmen Parameter wie Verschlusszeit, Bildfrequenz, ISO-Wert, Weißabgleich oder Fokus individuell anpassen, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Bei der Aufnahme unterstützt das Gerät 4K sowie die zwei Bildformate 16:9 und 21:9.

(Bild: LG).

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Zusätzlich zudem optischen IOS 2.0 soll eine elektronische Bildstabilisation, die für Videoaufnahmen optimiert wurde, Verwackler neutralisieren. Darüber hinaus gibt es einen Video-Editor, mit dem Nutzer Videos schneiden und mit Effekten und Musik versehen können. Darüber hinaus bietet das V10 eine Funktion, die verschwommene Bilder und statische Szenen ohne Zutun des Nutzers entfernt und kurze Highlight-Clips aus einem Video erzeugt. Mit dem Snap-Video-Mode lassen sich dann noch viele kurze Videos zu einem längeren Clip zusammenfügen. Für eine verbesserte Tonqualität hat LG einen Audio-Monitor integriert, mit dem LG-V10-Kunden die Empfindlichkeit der drei Mikrofone während einer Aufnahme anpassen und Audiosignale aus einer bestimmten Richtung kontrollieren können. Ein Rauschfilter reduziert auch Windgeräusche. Für eine verbesserte Audiowiedergabe soll ein 32-Bit-DAC von ESS Technology und eine Klangsteuerung sorgen.

(Bild: LG).

(Bild: LG).

Die Front-Kamera mit einer Auflösung von 5 Megapixel statten die Südkoreaner mit zwei Linsen aus. Dies soll bei Selfies mit einem Weitwinkel von 120 Grad für weniger an den Rändern verzerrte Aufnahmen sorgen. Das Schwenken des Gerätes ist wie bei einigen Wide-Selfies-Modes der Konkurrenz nicht nötig. Das V10 bietet einen Algorithmus, der bei Weitwinkelaufnahmen die Bilder beider Linsen kombiniert. Dies soll vor allem Gruppenselfies begünstigen. Multi-View-Recording erlaubt noch die gleichzeitige Nutzung der beiden Front-Cams sowie der rückseitigen Kamera.

Erstmals verbaut LG bei einem seiner Smartphones auch einen Fingerabdruckscanner zum Entsperren des Gerätes. Er sitzt auf der Rückseite des V10 und ersetzt den üblichen Power-Button der Rearkey-Bedienung. In den USA ist er auch zu Samsung Pay kompatibel. LGs beliebte Knock-Code-Funktion zum Entriegeln des Gerätes ist aber nach wie vor vorhanden.

Zur Kommunikation bietet das V10 LTE Cat 6 mit bis zu 300 MBit/s im Download, UMTS samt HSDPA+ mit bis zu 42 MBit sowie Dual-Band-WiFi nach dem WLAN-Standard 802.11 a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.1, NFC und USB 2.0.

(Bild: LG).

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Das Gehäuse misst 159,6 mal 79,3 mal 8,6 Millimeter und wiegt 192 Gramm. Damit ist es merklich größer, dicker und schwerer als beispielsweise das Galaxy Note 5 von Samsung, das bei einer identischen Diagonale auf 153,2 mal 76,1 mal 7,6 Millimeter und 171 Gramm kommt. Allerdings ist das Smartphone laut LG auch besonders stabil. Ein widerstandsfähiger Rahmen, den LG Dura Guard tauft, soll das Telefon besser vor Schlägen und Stürzen schützen – besonders an den anfälligen Ecken und Kanten. Der Rahmen bestehe aus demselben harten und hypoallergenen Edelstahl, der auch für chirurgische Geräte oder Premiumuhren verwendet wird.

(Bild: LG).

(Bild: LG).

Auf der Rückseite und dem unteren Teil des Displays soll ein Dura-Skin-Material für zusätzlichen Schutz sorgen. In einer unabhängigen Untersuchung der Test- und Zertifizierungsorganisation MET Laboratories hat das LG V10 laut Herstellerangaben die Zertifizierung MIL-STD-810G Transit Drop Compliant erhalten. Es überstand mehrere Stürze aus verschiedenen Winkeln aus einer Höhe von 1,22 Metern.

Als Farben stehen Space Black, Luxe White, Modern Beige, Ocean Blue und Opal Blue zur Auswahl. Als Betriebssystem kommt Android 5.1.1 Lollipop zum Einsatz.

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Autor: Christian Schartel
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