Microsoft HoloLens: Developer-Edition kostet 3000 Dollar

Die Developer-Edition der Microsoft HoloLens wird im ersten Quartal 2016 erscheinen. Für den Kauf der 3000 Dollar teureren AR-Brille können sich anfangs nur Windows-Insider aus den USA und Kanada bewerben.

Microsoft hat sich auf seinem New-York-Event nicht nur dem Lumia 950, dem Surface Pro 4 und seinem MacBook-Killer Surface Book, sondern auch seiner AR-Brille HoloLens gewidmet. Erstmals vorgestellt hatte sie der Windows-Macher bereits Anfang 2015. Gestern hat es nun eine Developer-Edition seiner holographischen Datenbrille für das erste Quartal 2016 angekündigt. Der Preis liegt bei satten 3000 Dollar. Für den Kauf können sich Interessierte, die in den USA oder Kanada wohnen, auf der Webseite von Microsoft registrieren. Ob man ein Exemplar erhält, liegt dann aber in Microsofts Hand, denn der Verkauf erfolgt nur auf Einladung.

(Foto: CNET.com).

Die Developer Edition von HoloLens kostet 3000 Dollar und kann nur von Interessenten in den USA und Kanada erworben werden (Foto: CNET.com).

Die erste Version der HoloLens-Brille ist seiner Bezeichnung entsprechend nur für Entwickler und kommerzielle Abnehmer gedacht und nicht für den Endkonsumenten. Allerdings können sich alle Nutzer bewerben, die zu den Windows-Insidern gehören und dessen Wohnsitz in den genannten Regionen liegt.

Wie viele Developer-Edition Microsoft von HoloLens anfangs ausgeben will, das hat es nicht mitgeteilt. Man werde aber alle Arten von Entwicklern berücksichtigen, so der Softwarekonzern. Interessent können sich für maximal zwei Geräte anmelden. Ausnahmen gelten nur für Unternehmen, die umfangreiche Applikationen für HoloLens entwickeln.

(Foto: CNET.com).

Microsofts Project X-Ray für die HoloLens (Foto: CNET.com).

Microsoft stellte gestern ein Virtual-Reality-Spiel vor, das einen Raum in ein personalisiertes Schlachtfeld verwandelt. Microsoft nennt es Project X-Ray.

Schon Ende April hatte Microsoft auf der Entwicklerkonferenz Build die Windows Holographic Platform vorgestellt. Sie soll es Entwicklern erlauben, Anwendungen für HoloLens zu schreiben. Microsofts ehrgeiziges Ziel ist es, die „Produktivität neu zu erfinden“. Um das zu erreichen, soll es unter anderem möglich sein, alle Universal-Apps für Windows 10 an Windows Holographic anzupassen.

Im April konnten Besucher der Build-Konferenz die HoloLens-Brillen zudem bei zahlreichen Präsentationen testen. Unter anderem zeigte das Unternehmen einen Roboter, der sich mit HoloLens in eine menschenähnliche Cartoon-Figur verwandelte. In Zusammenarbeit mit einem Krankenhaus wurde außerdem ein virtueller Mensch in Lagen aus Haut, Muskeln und Knochen transformiert. Außerdem kooperiert Microsoft mit der NASA, um das Augmented-Reality-Headset für den Einsatz im All zu optimieren.

Im Juni führte Microsoft die Brille auch auf der Spielemesse E3 vor. Zu dem Zeitpunkt bescheinigten unsere US-Kollegen von CNET.com der Brille aber noch ein „enttäuschend kleines Blickfeld„. Die Funktionen der Entwickler-Version von HoloLens sollen aber den E3-Testgeräten entsprechen.

Die Konkurrenz hat zumindest zeitlich gesehen bei der Entwicklung von Virtual- oder Augment-Reality-Brillen einen Vorsprung gegenüber Microsoft. Im Frühjahr 2016 sollen bereits Consumer-Versionen von Oculus Rift und HTC Vive erhältlich sein. Beide Produkte müssen allerdings mit einem Windows-Computer verbunden werden – Microsofts HoloLens kommt ohne weitere externe Hardware aus.

[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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