Amazon: Live-TV via Web geplant

Mit einem Live-TV-Dienst würde Amazon in Konkurrenz zu Pay-TV-Anbietern treten. Amazon verhandelt Bloomberg zufolge mit CBS und Comcast über deren Kanäle.

Wie Bloomberg mit Verweis auf Quellen berichtet, erwägt Amazon sein Video-Angebot um einen Online-Fernsehdienst zu ergänzen. Das Unternehmen hat diesbezüglich Verhandlungen mit US-Medienfirmen wie CBS und Comcast aufgenommen, deren Kanäle es integrieren würde. Mit einem Live-TV-Dienst würde Amazon in Konkurrenz zu Pay-TV-Anbietern wie AT&T oder auch Comcast treten. Zudem experimentieren dem Vernehmen nach Apple, Dish Network und Sony mit übers Internet zugänglichen Paketen an Pay-TV-Programmen.

Die anonymen Informanten sagten auch, es handle sich um Vorgespräche, die nicht unbedingt zu einem Ergebnis führen müssten. Manche Diskussionen liefen aber schon seit mehreren Monaten.

Amazon.com-Logo (Bild: Amazon)

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Frost-&-Sullivan-Analyst Dan Rayburn lieferte eine Bestätigung in seinem Blog Streaming Media, wo er festhält, dass ungenannte Medienfirmen von Amazon wegen einem Live-TV-Angebot kontaktiert worden seien.

Amazon ist bisher mit Prime Instant Video als On-Demand-Videoanbieter aktiv, wo es etwa mit Netflix konkurriert. Rayburn verweist auf Amazons Übernahme von Elemental Anfang September, die die technische Grundlage für Live-Video darstelle. Er habe aber von Informanten nicht in Erfahrung bringen können, wie weit Amazons Verhandlungen gediehen seien. „Es ist möglich, dass sich Amazon nur die wirtschaftlichen Grundlagen dieses Geschäfts ansieht, also mit den Inhalteanbietern über Kosten spricht.“

Amazon.com-Logo (Bild: Amazon)

2014 hatte das Wall Street Journal schon einmal über Verhandlungen zwischen Amazon und Medienunternehmen über Live-Video berichtet. Amazon wollte gegenüber Bloomberg keinen Kommentar abgeben.

Apple scheint seinen vergleichbaren US-Fernsehdienst in diesem Jahr mehrfach verschoben zu haben. Er soll nun Berichten zufolge Anfang 2016 eingeführt werden. Als Gründe wurden zähe Verhandlungen mit den Inhalteanbietern genannt – schließlich will Apple mit 40 Dollar nur etwa halb so viel Monatsgebühr erheben, wie ein typisches Pay-TV-Abo in den USA kostet. Aber auch der Aufbau der nötigen Infrastruktur soll länger gedauert haben, als Apple zunächst erwartete.

[Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

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