Blocks: Erste modulare Smartwatch für iPhone und Android bestellbar

Die zu Android und dem Apple iPhone kompatible Smartwatch Blocks kann ab 195 Dollar über Kickstarter bestellt werden. Die Basiseinheit der Uhr lässt sich über Armband-Module um Funktionen wie einen Zusatzakku, NFC oder GPS erweitern.

Das in London ansässige Unternehmen Blocks Wearables hat eine Smartwatch nach dem Baukastenprinzip entwickelt, die Nutzer ähnlich wie Googles Project-Ara-Smartphone mit Ansteck-Modulen um verschiedene Funktionen erweitern können. Die erste modulare Smartwatch kann nun über Kickstarter bestellt werden. Das Finanzierungsziel von 250.000 Dollar wurde 36 Tage vor Ende der Kampagne bereits um fast das doppelte übertroffen. Die Smartwatch ist kompatibel zum Apple iPhone oder Geräten mit Android.

(Bild: Blocks Wearbles)

Nach 18 Monaten in der Entwicklung ist die erste modulare Smartwatch für iOS und Android über Kickstarter bestellbar (Bild: Blocks Wearbles).

Die Blocks-Smartwatch besteht aus einer Basiseinheit, dem Kern, und mehreren verschiedenen ansteckbaren Modulen, die das Armband bilden. Das Core-Modul funktioniert bereits allein als Smartwatch und enthält die grundlegende Hardware. Die Module erweitern die Funktionen der Basiseinheit und dienen gleichzeitig als Elemente des Armbandes.

Der Kern besteht aus einem wasserdichten (IP67) Kunststoff-Gehäuse und einem runden 1,35-Zoll-Farb-Touchdisplay mit einer Auflösung von 360 mal 360 Pixel. Angetrieben wird die Smartwatch wie die meisten Android-Wear-Modelle von einem Qualcomm-Snapdragon-400-Prozessor, dem 512 MByte RAM zur Seite stehen. Der Speicher ist wie üblich 4 GByte groß. Der Akku des Kerns hat eine Kapazität von 400 mAh und soll die Uhr für durchschnittliche 1,5 Tage mit Strom versorgen.

(Bild: Blocks Wearbles)

Funktionen des Blocks-Kerns im Überblick (Bild: Blocks Wearbles).

Außerdem sind ein Beschleunigungsmesser und ein Gyroskop für das Erfassen von Aktivitäten an Bord. Ein Mikrofon erlaubt eine Sprachsteuerung und ein Vibrationsmotor haptisches Feed. Zur Verbindung mit dem Smartphone oder einem WLAN-Netz sind Bluetooth 4.1 LE und WLAN 802.11 b/g/n integriert. Ist der Kern mit einem Mobilgerät gekoppelt, erhalten Anwender wie üblich Benachrichtigungen auf der Uhr.

(Bild: Blocks Wearbles)

Die Module dienen zum Erweitern der Funktionalität des Smartwatch-Kerns (Bild: Blocks Wearbles)

Die Module, die jeweils ein Element des Armbandes darstellen, bieten weitere Funktionen. Die ersten geplanten Module erweitern die Blocks-Smartwatch um einen zusätzlichen Akku, einen Herzfrequenzsensor, ein GPS-Modul, NFC oder Sensoren zum Messen der Temperatur, der Höhenmeter oder des Luftdrucks. In einer zweiten Phase sollen ein Mobilfunkmodul, ein Fingerabdruckscanner, eine LED-Taschenlampe oder ein programmierbarer Button angeboten werden, die bereits in Entwicklung sind. Darüber hinaus sind weitere Module denkbar. Blocks Wearables will in Kürze ein Entwickler-Kit herausgeben, mit dem auch Dritt-Anbieter Module herstellen können. Denkbar wären beispielsweise ein Kamera- oder zusätzliches Speichermodul sowie Sensoren für Stresslevel oder Luftqualität.

(Bild: Blocks Wearbles)

Die Module werden einfach angesteckt und mit Stiften fixiert (Bild: Blocks Wearbles)

Die einzelnen Module werden einfach angesteckt und bilden das Armband. Für den Verschluss gibt es ein eigenständiges Element. Die Module lassen sich während dem Betrieb tauschen, ohne dass die Smartwatch neugestartet werden muss. Geht der Batterie der Saft aus, lässt sich beispielsweise einfach ein Modul mit einem zusätzlichen Akku anstecken.

(Bild: Blocks Wearbles)

Blocks ist zu Android und iOS kompatibel. Die Zifferblätter können Nutzer über die Companion-App anpassen (Bild: Blocks Wearbles)

Das Blocks-Smartwatch ist kompatibel zum Apple iPhone sowie Android-Smartphones. Voraussetzung ist mindestens ein iPhone 4S mit iOS 8 oder Android 4.0 und höher. Windows Phone wird aktuell nicht unterstützt, wäre aber für die Zukunft denkbar. Als Software kommt offenbar ein proprietäres Betriebssystem des Herstellers zum Einsatz. Über die bereits zum Start erhältliche Companion-App für iOS und Android können Nutzer die Zifferblätter der Uhr personalisieren und die Benachrichtigungen anpassen.

(Bild: Blocks Wearbles)

Menüs und Zifferblätter (Bild: Blocks Wearbles)

Anwendungen für die Uhr sollen Anwender künftig über die Begleit-App aus einem eigenen App Store herunterladen können. Ein SDK für Entwickler soll für eine größere Auswahl an Apps sorgen. Wie viele Anwendung anfangs zur Verfügung stehen werden, das bleibt allerdings offen. Blocks Wearables plant auch, die Armband-Module über den Store zu verkaufen. Nutzer sollen außerdem die Möglichkeit haben, alte Module einzutauschen.

(Bild: Blocks Wearbles)

Weitere Anwendungen sollen Blocks-Besitzer künftig über einen App Store beziehen können (Bild: Blocks Wearbles)

Die Blocks-Smartwatch ist ab 195 Dollar erhältlich. Dafür erhalten Unterstützer das Core-Modul inklusive eines herkömmlichen Armbandes ohne Zusatzfunktionen. Für 275 Dollar legt der Hersteller vier Module bei, die sich Käufer selbst aussuchen können. Frühbucher erhalten die modulare Uhr ​​zu einem etwas niedrigeren Preis. Zudem gibt es noch ein limitiertes Premium-Modell mit Gravur und Seriennummer.

(Bild: Blocks Wearbles)

Preise im Überblick (Bild: Blocks Wearbles)

Zur Auswahl stehen die drei Farben Schwarz, Rot und Weiß. Verschiedene Größen gibt es nicht. Das Armband lässt sich dank des Stecksystems aber für die Breite des Handgelenks anpassen.

(Bild: Blocks Wearbles)

Farben (Bild: Blocks Wearbles)

Ein Armband mit vier Modulen und einem Verschlusselement soll für Anwender mit einem Umfang von mehr als 150 Millimeter passend sein. Drei Module plus Verschlusselement sind für kleinere Handgelenke geeignet.

(Bild: Blocks Wearbles)

Größen (Bild: Blocks Wearbles)

Die ersten Exemplare will Blocks Wearables im Mai 2016 ausliefern. Im nächsten Jahr will es die Gehäuse auch in weiteren Materialien anbieten. Wie üblich sollten Förderer bedenken, dass es bei Schwarmfinanzierungen nicht sicher ist, dass Produkte pünktlich geliefert werden und überhaupt das Versprochene halten.

[Mit Material von Katie Collins, CNET.com]

Autor: Christian Schartel
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