Apple iOS 9.1: Update schließt 49 Sicherheitslücken

Das Update auf iOS 9.1 beseitigt insgesamt 49 Schwachstellen, hat aber auch Fehlerkorrekturen, Leistungsverbesserungen und mehr als 150 neue Emoji im Gepäck.

Mit dem Update auf die Version 9.1 schließt Apple insgesamt 49 Sicherheitslücken in seinem Mobilbetriebssystem iOS. Unter den Schwachstellen sind auch zwei, die das Pangu Team für seinen Jailbreak für iOS 9 benutzt. Die neue Version bringt aber auch Verbesserungen für Live Photos und mehr als 150 neue Emoji mit.

iOS 9: Logo (Bild: Apple)

iOS 9: Logo (Bild: Apple)

Das Pangu Team hat einer Sicherheitswarnung zufolge eine Schwachstelle in der DNS-Client-Bibliothek „configd“ entdeckt, die es einer Anwendung erlaubt, höhere Rechte zu erlangen. Ein weiterer Fehler in GasGauge erlaubte es den Hackern, Code mit Kernel-Rechten auszuführen. Ihren Untethered Jailbreak, der auch nach einem Neustart des Geräts zur Verfügung steht, hatte das Pangu Team erst vor rund einer Woche vorgestellt.

iPhone- und iPad-Besitzer, die weiterhin den Jailbreak nutzen wollen, dürfen die neue iOS-Version nicht installieren. Ob und wann ein Jailbreak für iOS 9.1 erhältlich sein wird, ist nicht bekannt. Ein am Mittwoch vom Pangu Team veröffentlichtes Update für sein Jailbreak-Tool unterstützt nicht iOS 9.1.

Anfälligkeiten stecken darüber hinaus in den Komponenten Accelerate Framework, CFNetwork, CoreGraphics, CoreText, FontParser, ImageIO, Kernel, Notification Center, Security, Telephony und WebKit. Ein Besuch einer schädlichen Website könnte beispielsweise eine Remotecodeausführung erlauben. Die Telefon-App in iOS 9.0.x gibt unter Umständen persönliche Informationen preis. Ein weiterer Fehler macht den Kernel anfällig für Denial-of-Service-Angriffe.

Laut Apple ist die Funktion Live Photos nun in der Lage, Bewegungen eines iPhone zu erkennen, die dann automatisch nicht aufgezeichnet werden. Die Multitasking-Oberfläche soll zudem schneller reagieren. Außerdem haben die Entwickler die Stabilität der Anwendungen CarPlay, Music, Photos, Safari und Suche verbessert.

Zudem wurde ein Fehler korrigiert, der dazu führte, dass der Kalender in der Monatsansicht nicht mehr reagiert. Weitere Fixes betreffen das Game Center, das bei einigen Nutzern nicht startete, und die Mail-Anwendung, deren Suchfunktion bestimmte Nachrichten nicht finden konnte. Auch die Aktivierung eines iOS-Geräts soll nun reibungslos verlaufen. Schließlich wurde auch ein Bug entfernt, der verhinderte, dass sich einige Apps im App Store aktualisierten.

Apple verteilt iOS 9.1 ab sofort über die Softwareaktualisierung. Die neue OS-Version steht für iPhone 4S und neuer, iPod Touch ab der fünften Generation und iPad 2 und neuer zur Verfügung.

[mit Material von Stefan Beiersmann , ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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