Im Test: Sony Xperia Z5 mit Fingerabdruckscanner und 23-Megapixel-Kamera

Wie schon das Z3 bringt auch das Android-Smartphone Xperia Z5 wieder nur wenige Verbesserungen zum Vorgänger mit. Sonys neues Smartphone-Flaggschiff kommt mit 23-Megapixel-Kamera, deren Autofokus in nur 0,03 Sekunden scharf stellt und erstmals einem Fingerabdruckscanner im Power-Button. Wir haben uns das neue Sony Xperia Z5 genauer angesehen und verraten, wie es sich im Test schlägt.

Sonys Flaggschiff Xperia Z5 präsentiert sich vollgestopft mit Technik, wie man es von einem Highend-Smartphone auch erwartet. Es kommt mit einem Full-HD-Display, ordentlich Power, einer 23-Megapixel-Kamera und ist in den schicken Farben Graphit-Schwarz, Silber-Weiß, Matt-Gold und Tannen-Grün erhältlich. Kombiniert mit einem minimalistischen, wasserdichten Design, müsste unterm Strich eigentlich das Smartphone des Jahres herauskommen.

Nicht ganz, denn Samsung hat mit seinem S6 Edge die ganze Smartphone-Landschaft ziemlich aufgewirbelt. Durch die völlige Neugestaltung seines Flaggschiffs unter Einsatz von Metall und geschwungenem Glas gelang es Samsung für entsprechende Aufregung zu sorgen und die Aufmerksamkeit geballt auf seine Produkte zu lenken. LG bietet alternativ gebogene Telefone an und hübscht sie mit echtem Leder zusätzlich auf.

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Im Gegensatz dazu hat Sony eher wenig unternommen, um seine Flaggschiff attraktiver zu machen. Das Xperia Z5 wirkt eher wie eine Neuauflage des Z3 vom letzten Jahr. Es kommt mit einem identischen Display, leicht verbesserten Spezifikationen und einem kaum veränderten Design. Das ginge grundsätzlich ok, nur war aber schon das Z3 mehr oder weniger nur eine Aktualisierung des Z2, das wiederum nur eine Steigerung zum Z1 darstellte. Samsung und LG haben im Gegensatz dazu ihren Smartphones Quad-HD-Displays spendiert – was man beim Z5 noch vergebens sucht. Wer darauf Wert legt und bei Sony bleiben will, muss noch etwas mehr Geld in die Hand nehmen und dann demnächst zum 4K-Modell Xperia Z5 Premium greifen.

Das Sony Xperia Z5 hält auch Regen aus (Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Das Sony Xperia Z5 ist IP68-klassifiziert und hält auch Regen aus (Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Es ist nicht so, dass mit dem Z5 etwas nicht stimmen würde. Im Gegenteil. Es sieht wirklich gut aus und ist solide ausgestattet. Aber mit einem Preis von 699 Euro gehört es zur Highend-Kategorie und und muss sich hier auch den direkten Vergleich beispielsweise mit dem Galaxy S6 Edge gefallen lassen. Und der Begeisterungsfaktor ist beim S6 Edge zweifelsohne einfach höher.

Design

Das 154 Gramm schwere Z5 misst 14,6 mal 7,2 mal 7,3 Zentimeter und ist damit genauso groß wie das Z3 und nur 2 Gramm schwerer. Ein kurzer Blick beim Vorübergehen genügt, um zu erkennen, dass das Z5 auch sonst optisch aus der gleichen Familie wie das Z3 und das Z2 stammt. Es ist toll verarbeitet, wirkt edel, kommt mit einer Front- und einer Rückseite aus Glas und einem einem Metallrand. Die Rückseite ziert ein minimalistisches Sony-Logo. Ein paar kleine Veränderungen fallen schnell auf. So ist die hintere Glasscheibe jetzt nicht mehr glänzend sondern im Vergleich zum Vorgänger mattiert. Wir finden die glänzende Oberfläche schöner, aber das ist letztlich Geschmackssache.

Die Metallkanten sind jetzt flacher und nicht mehr so stark abgerundet, was für eine eher blockartige Optik und auch Haptik sorgt. Der Rand um das Display steht leicht über und bildet damit eine kleine Kante, die sich scharf anfühlt. Das mag vielleicht ein Trend sein oder auch nicht, jedenfalls fühlt es sich ungewohnt und unangenehm an. Mit einer Bauhöhe von 7,3 Millimeter ist es minimal dicker als einige seiner Mitbewerber.

Der Ein-/Ausschalter ist gleichzeitig auch Fingerabdruckscanner (Bild: Andrew Hoyle/CNET)

Der Ein-/Ausschalter ist gleichzeitig auch Fingerabdruckscanner (Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Neu ist der seitlich angebrachte Power-Schalter. Sony hat den gewohnten und markanten runden Knopf durch einen länglichen, flachen Schalter ersetzt. Es ist aber nicht nur eine optische Veränderung. Die Power-Taste dient jetzt auch als Fingerabdruckscanner. Das ist das erste Smartphone, dem Sony dieses Feature spendiert hat.

Durch die Position der Taste ist sie gut erreichbar und komfortabel zu bedienen. Sie sitzt genau dort, wo der Daumen üblicherweise liegt. Für Linkshänder ist es sicherlich etwas unbequemer, sie können die Erkennung aber beispielsweise auch für linken Zeige- oder Mittelfinger einrichten. Die Einrichtung selbst geht schnell und die Erkennung der Fingerabdrücke funktioniert gut. Liegt das Z5 auf dem Tisch, ist es unter Umständen komfortabler, einfach schnell die PIN einzugeben.

Design ist eine Geschmacksfrage. Steht der eine Nutzer eher auf ein puristisches Design, wie es die Sony-Geräte bieten, findet ein anderer luxuriöser anmutende Modelle wie Samsungs Galaxy S6 Edge ansprechender. Deshalb macht es umso mehr Sinn, in einen Shop zu gehen, die Smartphones in die Hand zu nehmen und sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen.

Das Xperia Z5 ist zwar IP68-zertifiziert, aber Sony empfiehlt dennoch nicht, es komplett unter Wasser zu tauchen (Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Das Xperia Z5 ist zwar IP68-zertifiziert, aber Sony empfiehlt dennoch nicht, es komplett unter Wasser zu tauchen (Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Wasserdicht?

Auf Sonys Website heißt es zwar, dass das Xperia Z5, wie schon sein Vorgänger, wasserdicht nach Schutzklasse IP68 ist, was (wiederum auf Sonys Seite) bedeutet, dass das Smartphone für 30 Minuten in bis zu ein Meter tiefes Wasser getaucht werden kann. Doch das Kleingedruckte auf der Produktseite für das Z5 sagt, dass es – im Gegensatz zum Z3 und Z2, die beide als Unterwasserhandys beworben wurden – nicht in Wasser getaucht werden sollte. Hier heißt es wörtlich „Das Xperia Z5 ist wasserdicht und staubgeschützt. Man muss sich also keine Gedanken machen, wenn man in den Regen kommt oder unter dem Wasserhahn Schmutz abspülen möchte, sofern einige einfache Anweisungen befolgt werden: Alle Anschlüsse und Abdeckungen müssen fest verschlossen sein. Man darf das Gerät nicht mit Meerwasser, Salzwasser, gechlortem Wasser oder Getränken und ähnlichen Flüssigkeiten in Kontakt bringen. Bei missbräuchlicher oder unsachgemäßer Verwendung des Geräts erlischt die Garantie. Das Gerät ist gemäß den IP-Schutzarten 65/68 geschützt. Weitere Informationen unter www.sonymobile.com/waterproof. Achtung: Das Xperia Z5 verfügt über einen USB-Anschluss ohne Abdeckung, über den das Smartphone verbunden und aufgeladen werden kann. Wenn das Gerät Wasserkontakt hatte, muss der USB-Anschluss erst vollständig getrocknet sein, bevor es aufgeladen werden kann“.

Wurde das Thema anfangs etwas heruntergespielt, ist auch bei Sonys Marketing-Material der Unterschied inzwischen erkennbar. Während Z2 und Z3 noch beim Eintauchen ins Wasser und mit Personen im Pool beim Fotografieren gezeigt werden, präsentiert sich das Z5 dagegen nur noch im Regen.

Unsere Kollegen sprachen Sony darauf an und ein Unternehmens-Vertreter erklärte: „Die jüngsten Nutzungsrichtlinien, die wir für unsere Kunden entwickelt haben, sollen Möglichkeiten aufzeigen, um die Geräte im alltäglichen Einsatz bestmöglich zu schützen. Wir kommunizieren nötige Vorsichtsmaßnahmen und spezifische Parameter zur Schutzart, um den Kunden zu helfen, ihr Smartphone oder Tablet in Einklang mit den geltenden Garantiebedingungen zu schützen. Wir haben dazu auch unlängst unser Marketing-Material entsprechend aktualisiert. Na dann.

Das Xperia Z5 ist 7,3 Millimeter dick (Bild: Andrew Hoyle/CNET)

Das Xperia Z5 ist 7,3 Millimeter dick (Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Das bedeutet, dass das Telefon nicht für den Unterwassereinsatz gedacht ist. Die Abdichtungen schützen es vor verschütteten Getränken und sind so konzpiert, dass man auch im Regen telefonieren kann. Es kann durchaus einen Sturz in die Toilette überleben, allerdings sollte man Tauchtests in Biergläsern in der Kneipe mit Freunden besser lassen.

Display

Beim Display hat sich im Vergleich zum älteren Xperia Z3 nicht wirklich viel geändert. Sony verbaut wie gehabt ein 5,2 Zoll großes blickwinkelstabiles IPS-Panel, das die gleiche Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixel mitbringt und damit auch eine Pixeldichte von 423 ppi. Die Darstellung ist scharf, Zeichen werden akkurat wiedergegeben, Bilder schön klar. Obwohl das Display eine brillante Darstellung liefert, würden wir uns aber trotzdem eine höhere Auflösung wünschen. Sowohl das Galaxy S6 als auch das LG G4 (die beide preislich sogar unter dem Z5 angesiedelt sind) kommen beide mit höhenauflösenden Displays (2.560 x 1.440 Pixel). Beim Z5 hat Sony offenbar nichts unternommen, um hier Schritt zu halten, dafür aber beim Z5 Premium, das ein Ultra-HD-Display mitbringt, dafür allerdings teurer ist.

Der Bildschirm bietet die gleiche Full-HD-Auflösung wie schon das Xperia Z3 (Bild: Andrew Hoyle/CNET)

Der Bildschirm bietet die gleiche Full-HD-Auflösung wie schon das Xperia Z3 (Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Sony setzt auch hier die Triluminos-Technologie ein, die auch von den TV-Geräten dem einen oder anderen geläufig sein dürfte. Sie liefert wirklich gute Resultate. Die Schwarzwerte, Farben und Kontraste sind sehr gut, Einstellungen bei Farbe und Lebendigkeit lassen sich auch anpassen, falls es dem Nutzer doch zu intensiv sein sollte.

Das große Display bietet sich sehr gut an, um durch Bilderalben zu blättern, zu spielen oder auch Filme beispielsweise über Netflix anzusehen.

Betriebssystem

Das Z5 kommt ab Werk mit Android 5.1 Lolliop, ein Update auf Android 6.0 Marshmallow ist geplant. In seinem offiziellen Blog bestätigt Sony, dass das Z5 zusammen mit dem Z5 Compact und dem Z5 Premium eine Update auf Marshmallow erhalten soll, allerdings ohne genaueren Hinweis auf eine Termin. Nachdem Sony auch in der Vergangenheit nicht zu den Schnellsten zählte, was die Aktualisierungen anbelangt, sollte man sich hier vorsichtshalber auch keine allzu großen Hoffnungen auf ein schnelles Update machen. Wer es kaum erwarten kann, endlich mit Android 6.0 herumzuspielen, der ist mit dem Z5 nicht unbedingt optimal beraten.

(Bild: Andrew Hoyle/CNET)

Das Xperia Z5 kommt ab Werk mit Android 5.1 Lollipop, ein Update auf Android 6.0 Marshmallow ist geplant (Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Die eigene Oberfläche, die Sony dem Betriebssystem übergestülpt hat, wirkt aufgeräumt und die Bedienung geht schnell in Fleisch und Blut über. Apps lassen sich individuell, nach Häufigkeit der Verwendung, nach Name oder auch Datum sortieren.

Es gibt durchaus einige vorinstallierte Apps, die zunächst vielleicht etwas verwirren mögen, aber glücklicherweise lassen sich die meisten von ihnen problemlos deinstallieren. Es empfiehlt sich hier erst einmal aufzuräumen, bevor man mit der persönlichen Einrichtung beginnt.

Leistung

Das Z5 wird von einem Qualcomm 810 Octa-Core-Chip mit maximial 2 GHz Takt angetrieben, dem 3 GByte RAM zur Seite stehen. Der Chip kam in der Vergangenheit beim Z3+ immer wieder aufgrund von Überhitzungsproblemen, die zum Absturz von Apps führten, in die Schlagzeilen. Der 32 GByte große interne Speicher lässt sich mithilfe von MicroSD-Karten um bis zu 200 GByte erweitern.

Die Oberfläche sieht aufgeräumt aus (Bild: Andrew Hoyle/CNET)

Die Oberfläche sieht aufgeräumt aus (Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Sei es durch Optimierung der Software oder durch die Drosselung der Leistung, Sony scheint den 810 unter Kontrolle gebracht zu haben, wie es jetzt aussieht. Im Test kam es zu keinen überhitzungsbedingten Aussetzern. Natürlich wird die Oberseite etwas wärmer, aber nicht so unangenehm heiß wie beim Z3+ und es kam auch zu keinem App-Absturz. Es gab nur einen Warnhinweis beim Erstellen des 4K-Videos, dass sich die Kamera-App schließen könnte, wenn die Temperatur zu hoch ist. Aber auch nach fünf Minuten Aufnahmedauer arbeitete die Kamera ohne Probleme.

Die CPU sorgt für ein flüssiges Arbeiten, es gibt keine Ruckler und die Apps und Menüs laden schnell. Auch Spiele wie Angry Birds 2 und Grand Theft Auto sind für das Z5 kein Problem.

Bei den Benchmarks erreicht das Z5 beim Benchmark-Test Geekbench 3 einen Multi-Core-Score von 2926, was im Bereich des LG G4 mit 2981 liegt, aber vom Galaxy S6 mit 4608 deutlich entfernt liegt. Im Grafiktest 3D Mark Ice Storm: Unlimited schafft es einen Wert von 26.885. Das Galaxy S6 liegt hier bei 20.778, das LG G4 bei 18.611 und das Galaxy S6 Edge+ bei 24.737. Das Z5 ist zweifelsohne ein extrem leistungsstarkes Gerät mit jeder Menge Power.

Kamera

Sony hat der Kamera des Z5 im Vergleich zum Z3 einige Verbesserungen spendiert. So liefert der 1 /2,3 Zoll große Exmor RS-Sensor jetzt 23 Megapixel Auflösung. Damit lassen sich entsprechend große Bilder mit 5520 x 4140 Pixel produzieren. In der Default-Einstellung werden die Aufnahmen im 16:9-Modus mit 8 Megapixel (3840 x 2160 Pixel) aufgenommen. Sie kommt mit einem 25-Millimeter-Weitwinkel-Objektiv, einem extrem schnellen Autofokus und einem LED-Blitz, außerdem sind Videoaufnahmen in 4K möglich. Auf der Frontseite ist außerdem eine 5-Megapixel-Kamera mit einem Exmor R for mobile-Sensor von Sony verbaut.

Die Kamera der Z5 verwendet eine Methode zum Fokussieren, die als Phasenerkennung bezeichnet wird und die häufig auf teureren Speigelreflexkameras zu finden ist. Das bedeutet, dass die Kamera der Z5 sehr schnell fokussiert. Der Autofokus soll Objekte in nur 0,03 Sekunden scharf stellen. Es geht spürbar schneller als beim Z3+. Ob die Kamera in dieser Beziehung auch das LG G4 schlägt, das auch exorbitant schnell ist, lässt sich so schwer zu sagen. Jedenfalls eignet sie sich damit auch für schnelle Action-Aufnahmen.

Die hohe Auflösung der Hauptkamera gibt dem Fotografen zusätzlichen Spielraum, wenn er bestimmte Szenen oder auch beispielsweise Details von Pflanzen aufnehmen will, ohne dass er dabei zu nahe ans Motiv herangehen muss. Die Bilder selbst werden dabei zwar auch nicht schärfer als bei den meisten Handys, leiden bei näherer Betrachtung sogar eher unter Kompressionsartefakten.

Sony Xperia Z5 Kamera-Test (Zum Vergrößern klicken/Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Sony Xperia Z5 Kamera-Test (Zum Vergrößern klicken/Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Diese Aufnahme eines Zaunes auf dem Land sieht im Vollbildmodus sehr gut aus. Es sind jede Menge Details zu erkennen.

Sony Xperia Z5 Kamera-Test (Zum Vergrößern klicken/Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Sony Xperia Z5 Kamera-Test (Zum Vergrößern klicken/Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Beim Zoomen gehen viele Details an Bäumen und auch am Zaun verloren, so dass die Szene fast schon wie ein Aquarell statt wie ein Foto wirkt.

Sony Xperia Z5 Kamera-Test (Zum Vergrößern klicken/Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Sony Xperia Z5 Kamera-Test (Zum Vergrößern klicken/Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Dennoch ist die Kamera in der Lage, wirklich gute Aufnahmen zu erstellen. Diese farbenfrohe Straßenszene präsentiert sich mit ausgewogener Belichtung und gutem Kontrast.

Sony Xperia Z5 Kamera-Test (Zum Vergrößern klicken/Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Sony Xperia Z5 Kamera-Test (Zum Vergrößern klicken/Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Sony Xperia Z5 Kamera-Test (Zum Vergrößern klicken/Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Sony Xperia Z5 Kamera-Test (Zum Vergrößern klicken/Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Die Farben der Blumen und Beeren sind satt und lebendig und auch die Belichtung ist gut gelungen.

Sony Xperia Z5 Kamera-Test (Zum Vergrößern klicken/Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Sony Xperia Z5 Kamera-Test (Zum Vergrößern klicken/Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Sony Xperia Z5 Kamera-Test (Zum Vergrößern klicken/Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Sony Xperia Z5 Kamera-Test (Zum Vergrößern klicken/Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Diese Aufnahmen von St. Pauls Cathedral und einer Windmühle zeigen beide lebendige Farben und natürliche Farbtöne. Die Szene bietet sehr viele Details, aber auch hier wirken sie beim Zoomen eher verschwommen.

Sony Xperia Z5 Kamera-Test unter schlechten Lichtverhältnissen (Zum Vergrößern klicken/Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Sony Xperia Z5 Kamera-Test unter schlechten Lichtverhältnissen (Zum Vergrößern klicken/Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Apple iPhone 6S: Kamera-Test unter schlechten Lichtverhältnissen (Zum Vergrößern klicken/Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Apple iPhone 6S: Kamera-Test unter schlechten Lichtverhältnissen (Zum Vergrößern klicken/Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Trotz schlechter Lichtverhältnisse gelingt der Z5 eine gut belichtete Aufnahmen. Die Farbwiedergabe ist gut, aber ein Rauschen erkennbar. Vergrößert man die Blütenblätter, wirken sie unscharf. Zum Vergleich dazu haben wir hier die gleiche Szene mit dem iPhone 6S Plus aufgenommen. Sie ist etwas heller und weist ein geringeres Bildrauschen auf.

Sony Xperia Z5 Kamera-Test (Zum Vergrößern klicken/Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Sony Xperia Z5 Kamera-Test (Zum Vergrößern klicken/Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Die Kamera war schnell genug, den Sprung ins Bild festzuhalten, aber obwohl das Smartphone ruhig gehalten wurde, wirkt die Aufnahme dennoch verwackelt.

Die Kamera lässt sich einfach bedienen, die Einstellungen leicht verändern. Ab Werk ist bereits die „Überlegene Automatik“ aktiv, die automatisch die besten Einstellungen für die Aufnahme wählt. Es ist einfach, bei Bedarf auch in den manuellen Modus zu wechseln, wenn man lieber selbst die Kontrolle über Weißabgleich und Belichtung übernehmen will. Ansonsten stehen zahreiche andere Modi wie „AR-Effekt“, „Portraitstil“, „AR-Maske“, „4K-Videos“, „Kreativer Effekt“, „Schwenkpanorama“, „Sticker-Erzeuger“, „Timeshift-Video“, „Bild mit Gesicht“, „Multi-Kamera“,“ Sound Photo“ oder „Vine“ zur Auswahl.

Sony Xperia Z5 Kamera-Test mit einem AR-Saurier (Zum Vergrößern klicken/Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Sony Xperia Z5 Kamera-Test mit einem AR-Saurier (Zum Vergrößern klicken/Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Akkulaufzeit

Für die Stromversorgung des Z5 ist ein 2900-mAh-Akku an Bord, der etwas kleiner ausfällt als der des Z3 mit 3100 mAh. Laut Sony soll er etwa zwei Tage durchhalten, was zwar beeindruckend klingt aber nicht sonderlich realistisch scheint.

In unseren beiden Akku-Tests hielt das Z5 9 Stunden und 36 Minuten durch und damit etwas weniger als das Galaxy S6 mit 12,4 Stunden und weit weniger als das Motorola Moto X Play mit 16 Stunden Laufzeit. Unser Test dient dem Verglich und ist sicher entsprechend hart. Die tatsächliche Laufzeit varriert im praktischen Einsatz natürlich von Tag zu Tag und hängt von der individuellen Beanspruchung ab.

Sony hat gegenüber der Z3 an der Kamera Z5 zahlreiche kleine Verbesserungen vorgenommen (BildSony hat gegenüber der Z3 an der Kamera Z5 zahlreiche kleine Verbesserungen vorgenommen (Bild: Andrew Hoyle/CNET).: Andrew Hoyle/CNET).

Sony hat gegenüber der Z3 an der Kamera Z5 zahlreiche kleine Verbesserungen vorgenommen (Bild: Andrew Hoyle/CNET).

Im Standby-Modus hält die Akkuladung gut durch. Wenn man morgens etwas Musik auf dem Weg zur Arbeit hört, es dort weitgehend ungenutzt auf dem Schreibtisch liegen hat und dannn noch einen Podcast auf dem Weg nach Hause anhört, kommt mit dem Z5 locker über einen Tag aus. Wer den Bildschirm dauernd in Betrieb hat, Nachrichten empfängt und sendet, Musik streamt und spielt, dem dürfte abends der Saft ausgehen. Um Sonys angedachte zwei Tage Laufzeit tatsächlich zu schaffen, muss man mit dem Z5 schon mit Bedacht umgehen. Wenn’s knapp wird, sorgt aber die Schnellladefunktion dafür, dass das Z5 innerhalb kurzer Zeit wieder einsatzfähig ist.

Datenübertragung

Die Kommunikation kann über LTE, UMTS mit HSPA+, WLAN 802.11 a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.1, NFC, GPS und ANT+ erfolgen.

Fazit

Das Z5 ist alles andere als ein schlechtes Smartphone, es bietet aber nicht genug, um aus der Masse herauszustrahlen. Das eher kantige Design orientiert sich zu ähnlich an der Vorgänger-Modellen und Display und Prozessor sind weitgehend unverändert geblieben. Da es laut Sony nicht mehr mit ins Wasser genommen werden soll, ist ein wichtiges Feature und Kaufkriterium, das die Z-Serie bis jetzt so außergewöhnlich gemacht hat – nämlich Unterwasser-Fotos zu machen – weggefallen.

Das Z5 bietet selbst für Spiele ausreichend Performance und auch die Kamera macht gute Aufnahmen. Es ist rundherum ein solides Smartphone, nur fehlt eben der Wow-Effekt, den man sich von einem neuen Flaggschiff eigentlich erwartet. In Zeiten, in denen der Android-Hauptkonkurrent Samsung das Design seines neuen Flaggschiffs komplett überarbeitet hat und dabei auf Metall und gebogenes Glas setzt, da reicht das Urteil „fein“ einfach nicht mehr aus. Dieses Jahr hätte Sony mit dem Z5 alle Register ziehen müssen, was es leider nicht getan hat.

Vielversprechender ist hier das Xperia Z5 Premium. Sein größerer 4K-Bildschirm ist sicher kein Muss für alltägliche Aufgaben, aber jedenfalls ein Feature, das für Begeisterung sorgen könnte. Wer bereits ein Z3 besitzt, für den bietet ein Xperia Z5 nicht genug Neues, was ein Update rechtfertigen würde. Hier lohnt es sich unter Umständen auf das Z5 Premium zu warten oder eine Blick auf das Galaxy S6 Edge beziehungsweise LGs G4 mit Leder zu werfen. Beide sind günstiger als das Z5 und haben jede Menge Highend-Features an Bord.

Wer nicht so viel Geld ausgeben will, findet unter Umständen auch im Motorola Moto X Play eine attraktive Alternative. Es kommt mit Full-HD-Display, wasserdichtem Design, 23-Megapixel-Kamera, Android 5.1 und kostet rund 450 Euro.

[Mit Material von Andrew Hoyle, CNET.com]

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

Neueste Kommentare 

8 Kommentare zu Im Test: Sony Xperia Z5 mit Fingerabdruckscanner und 23-Megapixel-Kamera

  • Am 23. Oktober 2015 um 21:26 von Marv

    LG hatte bereits vor Samsung gebogene Displays und nicht wie im Artikel suggeriert wird als Nachahmung.

    • Am 24. Oktober 2015 um 00:57 von Anja Schmoll-Trautmann

      Hallo Marv,

      LG hatte bereits vor Samsung gebogene Displays, das stimmt sicherlich, aber nicht an den Seiten wie Samsungs Note Edge bzw. S6 Edge.

      Beste Grüße, Redaktion CNET.de

  • Am 24. Oktober 2015 um 09:34 von Cedric

    Also ihr sagt der begeisterungsfaktor ist beim samsung höher finde ich überhaupt nicht ich finde das design des z5 tausend mal besser als das des s6 genauer gesagt ich hasse alles am samsung nur schon die katastrophalen farben des displays einfach nur unrealistisch

  • Am 24. Oktober 2015 um 12:45 von Deeto

    Bitte unbedingt besser informieren! Samsung und LG haben ihren Flagschiffen QuadHD-Displays spendiert, keine UltraHD-Displays. Das Z5-Premium ist das weltweit erste Smartphone mit einer UltraHD (4K) Auflösung.
    Auch bei der Kamera hättet ihr euch Funktionen etwas näher anschauen sollen: Das Z5 besitzt einen verlustfreien Zoom (ClearImageZoom)der es erlaubt das Bild 5fach zu vergrößern und trotzdem die gleiche Bildqualität zu erreichen. Dieser ist aber nur in den StandardEinstellungen mit 8MP aktiviert.

    Wurde bei der Szene mit dem Sprung, SteadyShot aktiviert? Dieser würde das Bild durch Software nicht so verwackelt aussehen lassen. Das ist Sonys Alternative zu einem in der Hardware angebrachten BildStabilisator.

    Auch das Display wurde im Vergleich zum Z3 stark verbessert. Auflösung ist eben nicht alles. Es wurde in Sachen Blickwinkel, Farben und Schwarzwerte verbessert.

    Sonst ein sehr gelungener Test!

  • Am 25. Oktober 2015 um 03:57 von Frank

    Ich stutze grade beim Lesen eures Test.

    Ihr würdet euch bei diesem gerät eine höhere Bildschirmauflösung wünschen ?
    Also 4 K etc ?
    Wozu das ?
    Ihnen sollte bekannt sein das selbst Full HD auf dieser Displaygrösse schon fast nicht mehr vom Menschlichen Auge erfasst werden kann. 4K ist absoluter Blödsinn bei einer solchen Display grösse,da freut sich nur die Marketingabteilung und sonst keiner

  • Am 25. Oktober 2015 um 07:41 von Brucki

    In einem Test eines Sony Xperia Smartphones sollte immer der hervorragende STAMINA AKKU MODE vorkommen! DER ist ein klares Alleinstellungsmerkmal, das nur SONY hat. Die Ausdauer wird um das dreifache erhöht und kein Konkurrenz Produkt kommt nur annähernd heran.

    Danke!

  • Am 27. Oktober 2015 um 09:37 von ot889

    Hallo … ich hatte gestern die Möglichkeit die Kamera ausgiebig zu testen. Dazu im Vergleich ein S6+. Bei beiden Smartphone Bildern ist schon bei etwas herein zoomen rauschen erkennbar. Ich hatte nicht das Gefühl, dass das z5 da mehr Artefakte verursacht als die so hoch gelobten Kameras von Samsung.

    Grüße,
    ot889

  • Am 11. Dezember 2015 um 10:59 von J. Holtz

    Sehr gut – der erste Test, in dem der leicht über das Display ragende Rand bemerkt wird. Das soll wahrscheinlich die Gefahr von Display-Brüchen verringern, die beim Z3 ein Problem waren. Es fühlt sich jedoch an wie ein Produktiosfehler. Ein weiterer Grund, nicht vom immernoch guten Vorgänger Z3 zu wechseln.

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