Blackberry Priv taucht für 749 Dollar im Blackberry-Store auf

Das Blackberry Priv wird in den USA 749 Dollar kosten und ab dem 16. November erhältlich sein. Der Dual-Curved-Screen dient zum Anzeigen des Akkustandes bei deaktiviertem Display. Die Akkulaufzeit soll bis zu 22,5 Stunden betragen.

Nachdem das Ende September offiziell bestätigte Blackberry-Smartphone namens „Priv“ kürzlich bei einem britischen Online-Hänlder gelistet wurde, tauchte es jetzt auch kurze Zeit im offiziellen Blackberry-Store auf. Das berichtet die Webseite Phonearena. Neben den vermutlich finalen technischen Daten wurden auch der Preis sowie ein Lieferdatum angeführt.

(Screenshot: Phonearena)

Das Blackberry Priv wird in den USA 749 Dollar kosten und am 16. November erhältlich sein (Screenshot: Phonearena).

Die entsprechende Seite im Blackberry-Store ist inzwischen nicht mehr zu erreichen. Alle Informationen konnten ab von Phonearena gesichert werden. Demnach kostet das erste Android-Smartphone von Blackberry in den USA 749 Dollar. Damit wäre der Preis beim jetztigen Wechselkurs gut 150 Dollar günstiger als von dem britischen Shop Carphone Warehouse ausgezeichnet. Umgerechnet würde das Gerät 670 Euro, statt bislang vermuteten 800 Euro kosten. Möglicherweise übernimmt Blackberry aber auch einfach die Dollar-Preise eins zu eins in Euro und verkauft es hierzulande für 749 Euro. Ausliefern will Blackberry das Priv ab dem 16. November – zumindest in den USA. Ob das Datum weltweit gilt, ist nicht bekannt.

Die technischen Daten stimmen mit den bereits durchgesickerten Spezifikation überein. Das Blackberry Priv verfügt über ein 5,4 Zoll großes Dual-Curved-AMOLED-Display mit an den Längsseiten leicht gebogenen Rändern, ähnlich Samsungs Galaxy-Edge-Modellen. Diese werden den neuen Informationen zufolge auch nicht nur kosmetischer Natur sein, sondern auch mindestens eine Zusatzfunktionen ermöglichen. Nutzer können bei ausgeschaltetem Screen den Akkustand abrufen. Der Bildschirm löst 2560 mal 1440 Bildpunkte auf und hat eine Pixeldichte von 540 ppi. Geschützt wird er durch Cornings Gorilla Glass 4.

Angetrieben wird das Priv von Qualcomms 64-Bit-Chip Snapdragon 808, dessen sechs Kerne mit bis zu 1,8 GHz takten. Der CPU stehen 3 GByte RAM und 32 GByte interner Speicher zur Seite. Letzterer lässt sich mittels MicroSD-Karte theoretisch um bis zu 2 TByte erweitern.

Für Foto- und Videoaufnahmen bietet Blackberrys Android-Smartphone eine rückseitige 18-Megapixel-Kamera mit Schneider-Kreuznach-Objektiv und Dual-LED-Blitz. Ergänzend gibt es eine 2-Megapixel-Frontkamera für Selbstporträts und Videotelefonie. In einer näheren Beschreibung der Kamera spricht Blackberry weiterhin von Farbfiltern und Einstellungen für die Belichtung. Ein schneller Phasenautofokus, ein optischer Bildstabilistor und ein Dual-Farbblitz sind ebenfalls mit an Bord.

Blackbberry machte in seinem Store auch Angaben zur Konnevktivität und der Akkulaufzeit. Eine Verbindung zum Internet lässt sich via WLAN oder UMTS samt HSPA+ beziehungsweise LTE herstellen. Es werden die LTE-Frequenzbänder 1, 2, 3, 4, 5, 7, 12, 17, 20, 29 und 30 unterstützt. GSM, GPRS und Edge sind natürlich auch an Bord. Der fest verbaute Akku hat wie vermutet eine Kapazität von 3410 mAh. Damit soll das Blackberry bei gemischter Nutzung bis zu 22,5 Stunden mit Strom auskommen.

Trotz des integrierten Slider-Mechanismus, mit dem sich das Display nach oben schieben lässt, um die darunter liegende QWERTY-Tastatur mit vier Tastenreihen freizugeben, fällt die Bauhöhe des Priv mit 9,4 Millimetern noch relativ gering aus. In geschlossenem Zustand misst das Gerät 14,7 mal 7,7 Zentimeter. Mit ausgezogenem Bildschirm sind es 18,4 Zentimeter. Auch das Gewicht ist mit 192 Gramm noch relativ moderat.

An der Oberseite des Gehäuses finden sich je ein Einschub für die Nano-SIM- und MicroSD-Karte sowie ein Mikrofon. An der Unterseite sitzen ein Micro-USB-Port zum Laden sowie eine 3,5-Millimeter-Kopfhörerbuchse. Auf der rechten Gehäuseseite sind die Lautstärkeregelung und eine Komforttaste, der vermutlich wieder eine Anwendung wie Blackberry Assistant oder Google Now zugewiesen werden kann. Bei früheren Blackberry-Geräten diente sie standardmäßig zum Starten der Kamera-App. Der Einschaltknopf ist auf der linken Gehäuseseite untergebracht.

Als Betriebssystem installiert Blackberry ab Werk nicht das aktuelle Android 6.0 Marshmallow, sondern noch den Vorgänger Android 5.1.1 Lollipop vor. Die Oberfläche hat der kanadische Hersteller nicht groß verändert. Sie bietet das typische Google-Layout mit App-Drawer und Benachrichtigungsleiste, die sich per Fingerwisch von oben nach unten öffnen lässt. Ergänzt hat Blackberry das Google-OS um seine universelle Suche sowie die Kommunikationszentrale Blackberry Hub, die es zunächst für sein eigenes OS Blackberry 10 konzipiert hatte. Dort führt sie E-Mails, SMS und Social-Media-Updates von Kontakten zusammen. Der Play Store ist ebenfalls an Bord, so dass Nutzer Anwendungen direkt aus Googles App-Marktplatz herunterladen können. Zudem führt Blackberry mit dem Priv die exklusive Warn-Software DTEK ein, die für mehr Sicherheit und Privatsphäre sorgen soll. Was sich im Detail dahinter verbirgt, ist aber noch unklar.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Blackberry Priv taucht für 749 Dollar im Blackberry-Store auf

  • Am 23. Oktober 2015 um 07:33 von Ralf Kieselbach

    Bei 749 USD (670 Eur) handelt es sich wohl um den Netto-Preis in den USA.
    Zzgl. 19% MwSt würde es bei uns dann doch vermutlich ca. 800 Eur kosten.

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