Google Nexus 5X: Akkuwechsel laut iFixit nicht allzu schwer

Das Google Nexus 5X ist aufgrund eines einfach zu öffnenden Gehäuses, einer zum Großteil modularen Bauweise, der Verwendung von Philips-Schrauben und eines nicht allzu schwer zugänglichen Akkus leicht zu reparieren. Es erhält im Teardown von iFixit 7 von 10 möglichen Punkten.

iFixit hat das Ende September von Google vorgestellte Nexus 5X in seine Einzelteile zerlegt und auf seine Reparierbarkeit geprüft. Laut den Zerlegeexperten ist das Android-Smartphone leicht zu reparieren. Es erhält wie beispielsweise auch das OnePlus 2 7 von 10 möglichen Punkten. Das Samsung Galaxy S6 wurde von iFixit dagegen nur mit 4 Punkten bewertet. Noch schlechter schneidet beispielsweise das HTC One M9 mit nur 2 Punkten ab. Beim LG G4 kommen Anwender noch einen Ticken leichter an die Hardware-Komponenten heran. Es bekommt in der Wertung 8 Punkte.

(Foto: iFixit)

Der Akkuwechsel ist beim Nexus 5X nicht allzu kompliziert und das Gerät insgesamt leicht zu reaprieren (Foto: iFixit).

Bei dem von LG gefertigten Nexus 5X werden wie auch schon beim Vorgänger Nexus 5 Clips verwendet, um die Rückseite zu befestigen. Dadurch lässt sie sich relativ einfach mit einem Plastikplättchen aufhebeln. Im Gegensatz zum Vorgänger verzichtet LG auch auf Klebestreifen, was das Öffnen des Gehäuses zusätzlich vereinfacht.

Ein erster Blick ins das Gehäuse lässt Freude aufkommen, denn der 2700-mAh-Akku scheint direkt zugänglich und auswechselbar zu sein. Leider täuscht der erste Eindruck, denn das Verbindungskabel ist erst nach dem Ausbauen des aus zwei Komponenten bestehenden Mittelteils erreichbar, der mit zehn Philips-Schrauben befestigt ist. Anschließend lässt sich aber das Kabel der Batterie lösen und der Akku mit einem entsprechenden Werkzeug wie einem Spudger aus dem Gehäuse hebeln.

Die Unterhälfte des Mittelframes beherbergt den Mono-Lautsprecher des Nexus 5X, der obere Part den Fingerabdruckscanner. Letzterer scheint aufgeklebt zu sein, lässt sich aber mit einem Kunststoffspatel lösen und bei Bedarf austauschen.

Das Mainboard ist nach dem Entfernen der 12,3-Megapixel-Kamera, die einen Sony-IMX377-Sensor verwendet, und der 5-Megapixel-Front-Cam freigelegt. Der USB-Typ-C-Port ist mit diesem fest verbunden, sodass er sich nicht einfach austauschen lässt. Viele andere Komponenten wie auch die Kopfhörererbuchse oder die Benachrichtigungs-LED sind dagegen modular und können mit geringen Kosten bei Problemen ersetzt werden.

Bildschirm-Abdeckung und Display sind dagegen wieder miteinander verschmolzen und müssen im Fall eines Bruchs des Glases zusammen ausgetauscht werden, was für höhere Kosten sorgt. Insgesamt ist das Nexus 5X aufgrund seiner zum Großteil modularen Bauweise, der Verwendung von Philips-Schrauben und eines nicht allzu schwer zugänglichen Akkus aber leicht zu reparieren.

Der sogenannte „Teardown“ von iFixit hat auch noch einige Details zu der Hardware des Nexus 5X ans Licht gebracht. Der 2 GByte LPDDR3-RAM stammt von Samsung, der 16 GByte große eMMC-5.0-Flashspeicher von Toshiba. Für den LTE-Empfang ist wie beim HTC One M9 oder LG G4 Qualcomms  WTR3925-Transceiver verbaut. Power-Management und Audio-Codec stammen ebenfalls von Qualcomm. Außerdem ist auch die Quick-Charge-2.0-Technik des Chip-Designers integriert. Das Quad-Band-GSM-Modul sowie der Multimode-Poweramplifier stammen wie beim M9 von Avago (ACPM7800). WLAN 802.11ac samt 2×2 MIMO stellt Qualcomms QCA6174-Modul zur Verfügung.

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Christian Schartel
Autor: Christian Schartel
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