Samsung stellt flexible Akkus in Form eines Bandes vor

Die biegsamen Akkus von Samsung sind für Smartphones, Smartwachtes, aber auch T-Shirts, Haarbänder oder sogar Hundeleinen geeignet. Sie sollen eine um 50 Prozent längere Akkulaufzeit ermöglichen.

Auf der InterBattery-Messe in Seoul hat Samsung SDI zwei flexible Akkus für Smartphones und Smartwatches gezeigt. Die Version für Mobilgeräte nennt es der Form entsprechend „Band“, die für smarte Uhren „Stripe“. Daneben hat auch LG Chem eine neue Version seines biegsamen Akkus vorgeführt.

(Foto: Samsung SDI)

(Foto: Samsung SDI)

Samsung zufolge sollen die flexiblen Akkus in Mobiltelefonen oder Wearables für eine um 50 Prozent längere Akkulaufzeit sorgen. Aktuell sind die Entwicklungen aber noch nicht so weit fortgeschritten, dass sie die bisher verwendeten Akkus ersetzten könnten. Laut Samsung halten die biegsamen Energiespeicher aber schon 50.000 Biegevorgänge aus.

In Smartphones könnte man die Akkubänder beispielsweise einfach um den Rahmen wickeln, bei Smartwatches würde sich das Armband anbieten. Die Südkoreaner demonstrierten auf der Messe, dass sich die Akkus dem menschlichen Handgelenk anpassen oder auch um zwei Finger wickeln lassen.

Allerdings könnte man die flexiblen Akkus nicht nur Smartphones und Smartwatches einsetzen, sondern auch in T-Shirts, Haarbändern oder sogar einer Hundeleine. Daher spricht Samsung auch von „Battery of Things“ – analog zum Internet of Things (IoT), dem Internet der Dinge. Ein Sprecher stellte eine kommerzielle Einführung 2017 in Aussicht.

Auch der zweite große koreanische Technikkonzern, LG, zeigte eine neue Version seines biegsamen Akkus. LG Chem nennt ihn „Wire Battery“. Er lasse sich mit einem kleinstmöglichen Radius von 15 Millimetern aufrollen, erklärte es – die besten Konkurrenzprodukte hingegen kämen nur auf 30 Millimeter.

Mit der Entwicklung dieser Technik wurde 2013 begonnen. LG zufolge sind die Akkus lang und dünn, sodass sie spiralförmig gewickelt werden können. Damit eignen sie sich besonders für Uhrenarmbänder. Die Laufzeit solcher Geräte könne sich dadurch verdoppeln, heißt es.

Derzeit hält beispielsweise LGs G Watch R mit ihrem 410-mAh-Akku zwei Tage durch. Mit einem Band aus Wire Battery hingegen könnte sie vier Tage durchhalten, ohne aufgeladen zu werden, sagt das Unternehmen.

[Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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