Fossil Q Founder: Android-Wear-Smartwatch kommt mit Intel-Chip

Von den insgesamt vier Wearables verzichten drei Modelle auf eine digitale Anzeige respektive ein Zifferblatt, arbeiten dafür mit LEDs und Vibration. Die zugehörige Software läuft unter Android ab 4.3 und iOS ab 8.2.

Den Details zufolge, die Fossil jetzt zu seinen Ende September angekündigten Wearables veröffentlicht hat, steht wohl eine Smartwatch namens Q Flunder mit Android Wear und einem Intel-Chip im Fokus. Sie soll zum Preis von 275 Dollar rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft verfügbar werden. Sie ist zu Android-Smartphones ebenso wie zu iPhones kompatibel.

Von links: Q Reveler, Q Grant und Q Dreamer (Bild: Fossil)

Von links: Q Reveler, Q Grant und Q Dreamer (Bild: Fossil)

Es wird offenbar auch noch eine zweite Fossil-Smartwatch namens Q Grant geben. In den USA wird sie ab kommender Woche zu Preisen zwischen 175 und 195 Dollar zu kaufen sein. Dabei handelt es sich um eine normale Uhr mit traditioneller Optik, allerdings ergänzt um Fitnesssensoren. Außerdem kann sie den Anwender durch Vibrationen und LEDs an beiden Seiten über eingehende Nachrichten informieren.

Die beiden Armbänder Q Reveler und Q Dreamer – die nur kein Ziffernblatt mitbringen, bieten ähnliche Funktionen. Beide kosten 125 Dollar; Unterschiede scheint es lediglich in optischer Hinsicht zu geben. Das Damenmodell Dreamer kommt in hellem Leder, das Herrenmodell Reveler ist in schwarzem Leder ebenso wie in Dunkelbraun kombiniert mit Edelstahl lieferbar.

Die vier Wearables fürs Handgelenk sind zu Android ab 4.3 und iOS ab 8.2 kompatibel. Dafür sorgt die zugehörige Fossil-App, die über drei Funktionen verfügt. Die erste heißt Q Activity und ist ein Fitnesstracker. Fossil verspricht eine witzige Aufbereitung, die für zusätzliche Motivation sorge. Die Daten können auch in die Konkurrenzprogramme Google Fit, Health, UP by Jawbone und UA Record von Unter Armour übernommen werden.

Mit Q Notifications, dem zweites Element, können Anwender konfigurieren, welche Benachrichtigungen sie aufs Wearable übermittelt bekommen wollen. Dabei sind E-Mails und SMS, Social-Media-Updates, Anrufe und auch anstehende Termine wählbar. Sie lassen sich zudem nach bestimmten Kontakten filtern. Und drittens soll Q Curiosity den Anwender motivieren, aus seiner täglichen Routine auszubrechen und etwas Neues zu versuchen. Was genau dies ist, verrät Fossil nicht, verspricht aber nicht weniger als „Kreativität“ und „eine Erfrischung fürs Gehirn“. Dies erinnert an die Option der Apple Watch, an stündliche Bewegung zu erinnern.

Fossil nutzt zum Datenaustausch mit dem Smartphone Bluetooth 4.1. Fotos gibt es bisher von allen Geräten, nur nicht von der Android-Wear-Uhr Q Founder.

Das Unternehmen kann im Wearables-Bereich als Pionier gelten, der jetzt einen Wiedereinstieg versucht. 2001 brachte das Unternehmen eine Uhr mit dem damaligen PDA-Betriebssystem Palm OS und 102 mal 64 Pixeln Auflösung auf einem Monochrom-Bildschirm heraus. Sie kam mit einem 8-Bit-Prozessor, enthielt 48 KByte ROM-Speicher für das OS und konnte 190 KByte an Daten wie Termine, Memos oder Adressen sichern. Der Nachfolger lief 2002 dann immerhin schon unter Palm OS 4.1 und bot eine Auflösung von 160 mal 160 Pixeln.

2004 fertigte Fossil für Microsoft eine der SPOT genannten Smartwatches. Zudem gründeten einige ehemalige Fossil-Mitarbeiter später Meta Watch, das ab 2011 eine Entwicklerversion einer Smartwatch mit OLED-Bildschirm anbot. Das Unternehmen verfügt also über langjähriges technisches Know-how ebenso wie über die Vertriebswege eines klassischen Uhrenherstellers.

Ein Erfolg des Partners wäre gewiss auch für Intel wichtig. Vor einem Jahr hatte es mit MICA ein vernetztes Luxus-Armband eingeführt, das über ähnliche Funktionen wie jetzt die Fossil-Q-Reihe verfügen sollte: Über ein kleines Display kann es SMS-Nachrichten, Kalendererinnerungen und andere Benachrichtigungen anzeigen.

Von Intel stammt nur die Technik. Das Design übernahm das Modehaus Opening Ceremony, verkauft wird es im Luxus-Kaufhaus Barneys New York. Wie ähnliche Schmuckstücke von Opening Ceremony kostet es dort etwas unter 1000 Dollar. Verkaufszahlen wurden seither nicht genannt, was kaum für einen signifikanten Erfolg spricht.

[Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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