Microsoft verkauft ab 30. Oktober keine Pro Packs mehr für Windows 8 und Windows 8.1

Mit den als Lizenzschlüssel vertriebenen Erweiterungen lässt sich das jeweilige Betriebssystem von der Home- auf die Professional-Version umzustellen. Auch der Verkauf des Windows Media Pack, mit dem sich bei Windows 8 und Windows 8.1 nachträglich das Media Center installieren lässt, endet.

Der Hinweis, dass Microsoft den Verkauf der Pro-Packs für Windows 8 und 8.1 einstellt, findet sich auf einer Support-Seite des Unternehmens. Stand heute sind sie noch ab rund 133 beziehungsweise 150 Euro im Onlinehandel erhältlich.

Windows 8.1 Pro Pack (Bild: Microsoft)

Windows 8.1 Pro Pack (Bild: Microsoft)

Das Aus für diese Produkte kommt nicht überraschend, auch wenn die Frist kurz scheint. Schon im Vorfeld der Einführung von Windows 10 hatte eine Microsoft-Manager dem ZDNet.com-Kolumnisten Ed Bott gegenüber erklärt, es werde für die neue Version des Betriebssystems kein Update anbieten. Beim Migrationsversuch werde die Software als „nicht kompatibel“ zurückgewiesen.

Mit den als Lizenzschlüssel vertriebenen Erweiterungen lässt sich das jeweilige Betriebssystem von der Home- auf die Professional-Version umzustellen. Ebenfalls zum 30. Oktober endet auch der Verkauf des Windows Media Pack. Damit lässt sich bei Windows 8 und Windows 8.1 nachträglich das Media Center installieren.

Windows Media Center (WMC) wurde als Systemsoftware zur Wiedergabe von Fernsehen, Filmen, Bildern 2003 für Windows XP eingeführt. Mit Windows Vista und Windows 7 verhalf ihm Microsoft schrittweise zu mehr Prominenz. Dennoch stellte sich kein entscheidender Erfolg bei den Windows-Nutzern ein.

Microsoft lies es bei Windows 8 daher bereits weg, ermöglichte aber eine nachträgliche Installation zum Preis von 10 Euro. Inzwischen ist die Anzahl der Nutzer laut Microsoft vernachlässigbar.

Windows Media Center unterstützt Fernsehempfang über TV-Karten im PC. Es spielt nach einem Druck auf die Fernbedienung Musik, DVDs und in jüngeren Versionen von Blu-rays-Discs ab. Die Weiterentwicklung wurde aber sschon 2009 eingestellt.

Als Alternative hat Microsoft inzwischen die Spielekonsole Xbox One im Angebot, die sich auch für die Medienwiedergabe auf größeren Bildschirmen eignet. Auf PCs können Nutzer auf Alternativen wie die Open-Source-Mediacenter MediaPortal oder Kodi (früher XMBC) ausweichen.

[mit Material von Peter Marwan, ITespresso.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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