iFixit: Nexus 6P lässt sich nur schwer reparieren

Das Nexus 6P erhält von den Zerlegeexperten von iFixit 2 von 10 Punkten. Das Unibody-Gehäuse, der Einsatz von Kleber und eine Blockbauweise erschweren den Austausch einzelner Komponenten. Der Akku ist nach dem Öffnen des Gehäuse aber direkt zugänglich.

Nach dem Nexus 5X hat iFixit auch das zweite neue Nexus-Smartphone, das Nexus 6P, auf seine Reparierbarkeit geprüft. Während das von LG hegestellte Gerät 7 von 10 möglichen Punkten erhält, wird das von Huawei gefertigte Smartphone mit nur 2 von 10 Punkten bewertet. Es lässt sich demnach nur schwer reparieren.

(Foto: iFixit)

(Foto: iFixit)

Die Gründe dafür sind das schwer zu öffnende Unibody-Metallgehäuse, der Einsatz von großen Mengen von Kleber und eine Blockbauweise. Um das Gehäuse zu öffnen, müssen die Kunststoffstreifen am unteren Ende des Gehäuse sowie rund um die Kamera gelöst werden, was nur unter Einwirkung von Hitze möglich ist. Das Gehäuse musste schließlich mit einer Rasierklinge geöffnet werden. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit hoch, die Glasabdeckung der Kamera zu beschädigen. Zudem ist der Großteil der Komponenten ein kompakter Block. Eine Ausnahme ist die NFC-Antenne. Auch muss man das komplette Smartphone in vielen Einzelschritten zerlegen, um den häufigsten Schadensfall zu beheben, nämlich das Display auszutauschen.

Positiv ist allerdings, dass sich gerade der Akku relativ leicht aus dem Block lösen lässt. Außerdem lobt iFixit Huawei dafür, den USB-Port nicht verlötet, sondern auf ein kleines, per Kabel verbundenes Daughterboard ausgelagert zu haben, was einen Austausch im Bedarfsfall deutlich erleichtert. Auch das Motherboard ist klebstofffrei.

Unter den freigelegten Komponenten hebt iFixit den Fingerabdruckscanner hervor, der nicht rund, sondern viereckig ist sowie den als „Monster“ bezeichneten Akku mit 3450 mAh Kapazität hervor. Das ist mehr als das Doppelte des iPhone-6S-Akkus mit 1715 mAh. Selbst die Plus-Variante des Apple-Modells kommt nur auf 2750 mAh.

Das Ende September vorgestellte Nexus 6P misst 159,3 mal 77,8 mal 7,3 Millimeter und wiegt 178 Gramm. Es ist in den Farben Aluminium, Grafit und Kristallweiß erhältlich. Angetrieben wird es von einem 64-Bit-Prozessor Snapdragon 810 von Qualcomm, der acht Kerne mit maximal 2 GHz integriert. Als Grafikeinheit kommt eine Adreno-430-GPU zum Einsatz. Beiden stehen 3 GByte LPDDR4-RAM zur Seite. Der interne Speicher ist wahlweise 32, 64 oder 128 GByte groß. Nähere Informationen zu dem Gerät hält der Beitrag Google stellt Nexus 5X und Nexus 6P offiziell vor oder nachfolgende Galerie bereit.

Im Gegensatz zum Nexus 5X, das seit heute in Deutschland erhältlich ist, hat Google das Nexus 6P noch nicht im Angebot. Das Nexus 5X kostet 479 Euro. Ausgeliefert wird es bis zum 9. November. Für einen begrenzten Zeitraum erhalten Kunden beim Kauf einen Chromecast-Stick und 3 Monate Play Musik kostenlos. Das Nexus 6P ist ab 649 Euro erhältich.

[Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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