Hybrid-MacBook: Arbeitet Apple an einem Surface-Book-Konkurrenten?

Apple hat sich ein Patent gesichert, das ein Hybrid-Notebook mit einem abnehmbarem Touchscreen zeigt. Die Hardware wird allerdings in der Tastatur verbaut. Im Tablet-Modus werden die Daten dann per Funkverbindung an das Display übertragen.

Apple könnte künftig ein hybrides MacBook herausbringen, das dem Surface Book von Microsoft ähnelt. Dies lässt ein dem iPhone-Macher kürzlich zugesprochenes Patent vermuten, das den Titel „Funkdisplay für elektronische Geräte“ trägt. Das bereits im September 2011 von dem Apple-Mitarbeiter Duncan Kerr eingereichte US-Patent mit der Nummer 9.176.536 zeigt ein Hybrid-Notebook mit absteckbarem Display.

(Bild: Apple)

(Bild: Apple)

Grundlegend erinnert Apples Konzept an ein Detachable-Notebook wie das Microsoft Surface Book. Allerdings gibt es einen großen Unterschied zu den bislang erhältlichen Lösungen. Apple verbaut die zentrale Hardware nicht im Tablet-, sondern in der Tastatureinheit. Nimmt man das Touch-Display ab, wird das Bild sozusagen per Drahtlosverbindung auf das Tablet gestreamt. Das könnte den Vorteil haben, dass die Tableteinheit schlanker und leichter ausfällt. Für die Verbindung mit der Tastatur im Notebook-Modus sieht Apples Konzept Magneten vor.

Die Beschreibung enthält keine Hinweise auf das mögliche Betriebssystem. Das Patent zeigt aber, dass Apple schon länger über Hybridgeräte nachdenkt, die sowohl als Notebook wie auch als Tablet genutzt werden können – trotz aller Beteuerungen, ein Touch-Display sei für ein Notebook unergonomisch.

Ein erster Ansatz, die Lücke zwischen den Geräteklassen zu schließen, ist das in Kürze startende iPad Pro, das optional mit einem Digitalstift und einer Tastatur ausgestattet werden kann. Wie der Name schon sagt, handelt es sich aber um ein Tablet mit sämtlichen Komponenten in der Displayeinheit, was ja auch Microsofts Surface-Reihe vormacht.

Eine direkte Umsetzung des Hybrid-Konzepts ist vorerst allerdings nicht zu erwarten, zumal es von einem Industriedesigner und nicht aus einer technischen Abteilung bei Apple kommt. Zudem laufen Apples Notebooks bisher unter Mac OS X, das aber bis dato keine Touch-Unterstützung enthält und laut Apple auch nicht bekommen soll.

Laut Patently Apple war das Patent nur eines von 44, die Apple in dieser Woche zugesprochen bekam. Ein anderes beschäftigt sich mit einer „Tastatur mit ultrakurzem Tastenanschlag mit 3D-Touch-Funktionalität“. Den „ultrakurzen Tastenanschlag“ hat das aktuelle Magic Keyboard bereits, nicht aber die im Patent vorgesehenen Sensoren, die die Härte des Anschlags messen könnten, um so Funktionen auszulösen.

[Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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