Google Maps für Android kommt mit erweiterter Offline-Unterstützung

Nutzer haben bereits jetzt die Möglichkeit, Kartenausschnitte lokal auf ihrem Gerät zu speichern. Mit dem jüngsten Update ist für die Navigation mit gesprochenen Richtungsanweisungen künftig aber auch keine aktive Internetverbindung mehr erforderlich. Nutzer haben weiterhin Zugriff auf Suchvorschläge sowie Bewertungen und Rezensionen.

Google hat, wie im Mai auf seiner Entwicklerkonferenz I/O angekündigt, mit der schrittweisen Einführung der erweiterten Offline-Unterstützung für seinen Kartendienst Maps begonnen. Zunächst werden die neuen Offline-Funktionen auf Smartphones und Tablets mit Android verfügbar sein, iOS-Geräte sollen bald folgen.

Google Maps erhält umfassenden Offline-Support (Bild: James Martin/CNET)

Google Maps erhält umfassenden Offline-Support (Bild: James Martin/CNET)

Nutzer haben bereits jetzt die Möglichkeit, Kartenausschnitte lokal auf ihrem Gerät zu speichern, doch die Navigation mit gesprochenen Richtungsanweisungen setzt weiterhin eine aktive Internetverbindung voraus. Dies soll sich mit dem jüngsten Update von Google Maps ändern. Auf aktuelle Verkehrinformationen müssen Nutzer im Offline-Modus aber nach wie vor verzichten.

Die erweiterte Offline-Navigation ist eine bedeutende Änderung für Googles Kartendienst, der mehr als eine Milliarde Nutzer zählt. Seit seinem Start im Jahr 2005 benötigten Anwender grundsätzlich eine aktive Internetverbindung, um die meisten Funktionen nutzen zu können. Der nun eingeführte Offline-Support macht Google Maps auch in Ländern und Regionen nutzbar, in denen keine oder nur eine langsame Verbindung zum mobilen Internet besteht.

Laden Maps-Anwender künftig einen Kartenausschnitt auf ihr Mobilgerät herunter, erhalten sie bei der Suche weiterhin Autovervollständigungsvorschläge während der Eingabe. Auch verfügbare Bewertungen und Rezensionen für Orte wie Restaurants, Geschäfte oder Museen werden angezeigt. Basisinformationen wie Öffnungszeiten oder Kontaktdaten liefert die Karten-App im Offline-Modus ebenfalls.

So lässt sich unter Google Maps ein Kartenausschnitt herunterladen (Bild: Google).

So lässt sich unter Google Maps ein Kartenausschnitt herunterladen (Bild: Google).

Um einen Kartenausschnitt herunterzuladen, müssen Anwender zunächst nach einem Ziel suchen und anschließend über das Menü auf der Infoseite den Punkt „Kartenbereich herunterladen“ wählen. Das funktioniert standardmäßig nur via WLAN. Steht in diesem Bereich dann keine Internetverbindung zur Verfügung, wechselt die App automatisch in den Offline-Modus.

Die Änderung dürfte Google dabei helfen, mit Wettbewerbern wie Nokia Here Schritt zu halten. Nokias Kartendienst, den ein Konsortium deutscher Autobauer nach einer Bieterschlacht für 2,8 Milliarden Euro übernommen hat, läuft auf verschiedenen Mobilplattformen, inklusive Android und seit März iOS. Er bietet Offline-Support für Karten und Navigation in mehr als 100 Ländern.

Google hat sich noch nicht konkret dazu geäußert, wie viele Länder die Offline-Version von Maps unterstützen wird. Es erklärte lediglich, man wolle Nutzern ermöglichen, „die Welt zu erkunden, wo immer sie sich gerade aufhalten“.

Google hat parallel auch seine Gmail-App überarbeitet. Sie bezieht bei der Suche nach einer Nachricht auch den Papierkorb und neuerdings Spam-Ordner mit ein. Bei einem Treffer erscheint am Ende der Suchergebnisse ein Hinweis, über den Anwender die dort gefundene E-Mail direkt öffnen können. Auf diese Weise sollen wichtige Nachrichten, die irrtümlich als Spam eingestuft wurden, einfacher wiedergefunden werden können. Außerdem weist Gmail künftig darauf hin, wenn eine Suchanfrage zu allgemein gestellt war, um vernünftige Ergenisse zu liefern. In diesem Fall fordert es den Nutzer auf, weitere Suchkriterien anzugeben.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

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