Apple iPhones sollen ab 2018 angeblich mit OLED-Displays kommen

Einem Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung zufolge soll LG Display bereits seine Fertigung ausweiten. Nikkei nennt Samsung als zweiten möglichen Lieferanten und schätzt Apples Bedarf auf mehr als 200 Millionen OLED-Panels pro Jahr.

Angeblich soll Apple seine iPhones 2018 von LCD auf AMOLED-Displays umstellen. LG Display hat bereits begonnen, seine Produktionskapazitäten auszuweiten, wie Nikkei berichtet. Apple werde aber wahrscheinlich nicht in der Lage sein, die benötigten mehr als 200 Millionen OLED-Panels pro Jahr zu beschaffen, weswegen es möglicherweise parallel Modelle mit OLED- und LCD-Screens anbieten werde.

iPhone 6S (links) und 6S Plus sind ab 25. September erhältlich (Bild: Apple).

iPhone 6S (links) und 6S Plus sind ab 25. September erhältlich (Bild: Apple).

In dem Bericht heißt es, LG Display plane die Einrichtung einer neuen Produktionslinie in seinem Werk in Paju im Nordwesten Südkoreas. Die Kosten sollen sich auf mehrere Hundert Milliarden Yen belaufen. Sie kommen zu einer bereits geplanten Investition in Höhe von rund 860 Millionen Euro in ein Werk im Süden des Landes hinzu.

Samsung Electronics sei derzeit das einzige Unternehmen, das OLED-Displays für Smartphones zuverlässig in großen Mengen herstellen könne, so Nikkei weiter. Deswegen werde Apple wahrscheinlich den größten Teil der benötigten Panels von Samsung und LG Display beziehen.

Im Vergleich zu LCDs bieten Bildschirme mit organischen LEDs einen sehr hohen Kontrast, da sie ohne Hintergrundbeleuchtung auskommen. Zudem emittieren schwarze Pixel kein Licht, weswegen für die Darstellung dunkler Bilder weniger Energie benötigt wird. Nikkei weist zudem darauf hin, dass OLED-Displays bis zu einem gewissen Grad gebogen oder abgerundet werden können, was Herstellern mehr Flexibilität bei der Gestaltung ihrer Geräte gebe.

In seinen iPhones und iPads verbaute Apple bisher ausschließlich LCD-Screens. Lediglich in der Apple Watch findet sich ein OLED-Display. Samsung setzt hingegen schon seit 2009 unter anderem bei seinen Flaggschiff-Modellen der Galaxy-Reihe auf organische Leuchtdioden.

Erst vor etwa zwei Wochen prognostizierte der oftmals gut informierte KGI-Securities-Analyst Ming-Chi Kuo, Apple werde in absehbarer Zeit nicht auf OLED umsteigen und mindestens in den kommenden drei Jahren an der LCD-Technik festhalten. Dies begründete er unter anderem mit der Ankündigung des Apple-Lieferanten Foxconn, ab 2018 in chinesischen Zhengzhou LTPS-TFT-LCDs der sechsten Generation zu fertigen. Apple werde deswegen wahrscheinlich auch nach 2018 bei der TFT-LCD-Technik bleiben.

[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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