Automatisches Verschlusssystem soll Apples iPhone vor Flüssigkeiten schützen

Elektronisch gesteuerte Verschlüsse sollen Gehäuseöffnungen für Lautsprecher, Mikrofone und Ports schützen. Der Patentantrag sieht die Erkennung von Feuchtigkeit und anderen Umgebungsbedingungen durch Sensormodule vor.

Das US-Patent 20150340795, das Apple beantragt hat, sieht elektronisch gesteuerte Verschlüsse für Lautsprecher, Mikrofone und Ports vor. Es soll elektronische Geräte wie iPhone und iPad vor eindringenden Flüssigkeiten zu schützen und die Beschädigung empfindlicher interner Komponenten vermeiden. Das Schutzrecht wurde am 20. Mai 2014 beantragt und heute vom U. S. Patent and Trademark Office (USPTO) veröffentlicht.

iPhone 6S (links) und 6S Plus (Bild: Apple)

iPhone 6S (links) und 6S Plus (Bild: Apple)

Apple schlägt in dem zuerst von Apple Insider entdeckten Patentantrag die Erkennung von Feuchtigkeit, Verunreinigungen der Luft und anderen problematischen Umgebungsbedingungen durch Sensormodule vor.

Die Verschlüsse könnten einzelne Öffnungen ständig verschlossen halten und nur dann freigeben, wenn ihre Funktionalität benötigt wird, etwa ein eingehender Anruf über den Lautsprecher zu melden ist. Alternativ könnten Ports ständig frei zugänglich sein und erst dann verschlossen werden, wenn die Sensoren ein höheres Risiko erkennen. Ein manueller Schalter soll den Nutzern außerdem erlauben, das aktive Verschlusssystem zu deaktivieren (um Energie zu sparen) oder zu aktivieren (etwa zum Schutz eines abgeschalteten Geräts).

Zeichnung aus Apples Patentantrag (Bild: Apple / USPTO)

Zeichnung aus Apples Patentantrag (Bild: Apple / USPTO)

Das Verschlusssystem könnte mit Solenoiden, Formgedächtnis-Metallen, piezoelektrischen Aktuatoren und anderen beweglichen Positionieren arbeiten. Je nach zu verschließender Öffnung sollen sie rotieren, gleiten, schwenken oder andere Bewegungen durchführen, um Verschlusskomponenten wie etwa Lamellen in die gewünschte Position zu bringen. O-Ringe aus Silikon könnten in den Verschlüssen integriert sein und für einen luftdichten Abschluss sorgen.

Unklar ist, wie bei vielen anderen Patentanträgen von Apple, ob die darin beschriebene Technik jemals den Weg in ein fertiges Produkt finden wird. Bisher hat Apple noch kein wassergeschütztes iPhone auf den Markt gebracht, während Konkurrenten wie Samsung oder Sony bereits einzelne Modelle als wasserdicht anboten.

Der iPhone-Hersteller hat aber schon wiederholt Patente beantragt, die mit verschiedenen Techniken dem Schutz vor eindringenden Flüssigkeiten gelten. So veröffentlichte das USPTO im März ein Patent für „Methoden zur Abschirmung elektronischer Bauteile vor Feuchtigkeit“. In der zugehörigen Beschreibung war von einem neuartigen Verfahren zur Beschichtung empfindlicher Komponenten mittels Bedampfungstechnik die Rede. Anders als etwa Samsung oder Sony wollte Apple diesem Antrag zufolge nicht das gesamte Smartphone abdichten, sondern nur einzelne Bauteile mit einem wasserabweisenden Material überziehen und dadurch einen hydrophoben Effekt erzielen. So könnte der Überzug Feuchtigkeit wie ein Schutzschild von Prozessor, Arbeitsspeicher und anderen empfindlichen Komponenten fernhalten.

[Mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

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