Blocks: Modulare Smartwatch für iPhone und Android im Hands-On

Die modulare Smartwatch Blocks kostet 295 Dollar und kann mittels Modulen individuell mit Funktionen bestückt werden. Das Kunststoff-Design der Uhr kann aber noch nicht mit Android-Wear-Uhren von Konkurrenten wie LG, Motorola oder Huawei mithalten.

Blocks ist die erste modulare Smartwatch für das iPhone und Android. Die Uhr besteht aus einer Basiseinheit und mehreren verschiedenen ansteckbaren Modulen, die das Armband bilden und die smarte Uhr je nach Wunsch um Funktionen wie einen Pulsmesser oder GPS erweitern. Unsere US-Kollegen von CNET.com hatten die Möglichkeit, die Blocks-Uhr in London in die Hand zu nehmen und sich einen ersten Eindruck von der Uhr zu verschaffen.

(Foto: CNET.com)

Die Smartwatch Blocks lässt sich mittels Modulen individuell um Funktionen erweitern (Foto: CNET.com)

Die Smarwatch ließ sich Mitte Oktober über Kickstarter bestellen und hatte ihr Finanzierungsziel von 250.000 Dollar schnell übertroffen. Das britische Unternehmen Blocks Wearables konnte mit der Crowdfunding-Kampange mehr als 5.000 Untersützter für das Projekt gewinnen und insgesamt über 1,6 Millionen Dollar sammeln. Inzwischen lässt sich Blocks über die Webseite des Hersteller vorbestellen. Es stehen die vier Farben Rot, Weiß, Schwarz und Metallic zur Auswahl. Der Grundpreis der Uhr beträgt 295 Dollar zuzüglich 15 Dollar für den Versand nach Deutschland. Inklusive sind vier frei wählbare Module. Ein zusätzliches Modul kostet 35 Dollar. Die weltweite Auslieferung der Blocks-Smartwatch wird für Juni 2016 erwartet.

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Blocks ist in den Farben Rot, Weiß, Schwarz und Metallic erhältlich (Foto: CNET.com)

Design & Display

Der Kern der Uhr besteht aus einem wasserfesten (IP67) Kunststoff-Gehäuse und einem runden 1,35-Zoll-Farb-Touchdisplay mit einer Auflösung von 360 mal 360 Pixel. Die Anzeige ist von einem relativ dicken Kunststoffrahmen umgeben. Die Module stellen jeweils ein Element des Armbandes dar, sind gut 8 Millimeter dick und ebenfalls aus Kunststoff gefertigt.

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Die Blocks-Smartwatch ist aus Kunststoff gefertigt (Foto: CNET.com)

Das Design der Smartwatch macht damit keinen so hochwertigen Eindruck wie beispielsweise andere Android-Wear-Watches von LG oder Motorola mit Edelstahlgehäuse und Leder- oder Metallarmband. Der Blocks-Smartwatch sieht man schon auf den ersten Blick an, dass es sich hier nicht um eine herkömmliche Armbanduhr handelt. Wer viel Wert auf ein weniger auffälliges und einer traditionellen Uhr nachempfundenes Design legt, ist bei anderen Herstellern sicherlich besser aufgehoben.

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Das Armband ist auch dicker und starrer als das einer normalen Smartwatch. Das liegt daran, dass in den einzelnen Armband-Elementen Leiterplatten für die Funktionen der Module stecken. Dadurch liegt das Armband nicht ganz so eng an den runden Seiten des Handgelenks an und sitzt nicht so gut wie beispielsweise ein vollkommen flexibles Lederarmband. Insgesamt war es aber noch recht angenehm zu tragen.

Blocks führt allerdings bereits Gespräche mit verschiedenen Designern, um das Aussehen der Uhr mit Materialien wie Metall zu verschönern.

Hardware

Angetrieben wird die Smartwatch wie die meisten Android-Wear-Modelle von einem Qualcomm-Snapdragon-400-Prozessor, dem 512 MByte RAM zur Seite stehen. Der Speicher ist wie üblich 4 GByte groß. Der Akku des Kerns hat eine Kapazität von 400 mAh und soll die Uhr für durchschnittliche 1,5 Tage mit Strom versorgen. Außerdem sind ein Beschleunigungsmesser und ein Gyroskop für das Erfassen von Aktivitäten an Bord. Ein Mikrofon und ein Vibrationsmotor für haptisches Feed sind ebenfalls vorhanden. Zur Verbindung mit dem Smartphone oder einem WLAN-Netz sind Bluetooth 4.1 LE und WLAN 802.11 b/g/n integriert.

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Die grundlegende Hardware der Smartwatch unterscheidet sich nicht groß von anderen Android-Wear-Modellen (Foto: CNET.com)

Module

Zu Beginn gibt es ingesamt fünf Module für die Blocks-Smartwatch. Diese erweitern die Uhr um einen zusätzlichen Akku, einen Herzfrequenzsensor, ein GPS-Modul, NFC oder Sensoren zum Messen der Temperatur, der Höhenmeter und des Luftdrucks.

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Die einzelnen Module bilden das Armband der Uhr (Foto: CNET.com)

Die einzelnen Module werden einfach zusammengesteckt. Praktisch ist, dass sich die Module während dem Betrieb anstecken lassen, ohne dass die Smartwatch anschließend neugestartet werden muss. Geht der Batterie der Saft aus, lässt sich beispielsweise ein Modul mit einem zusätzlichen Akku anstecken.

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Die Module müssen etwas umständlich mit einem kleinen Metallstiften befestigt werden (Foto: CNET.com)

Künftig sollen natürlich noch weitere Module erhältlich sein. In Entwicklung sind schon ein Mobilfunkmodul, ein Fingerabdruckscanner, eine LED-Taschenlampe oder ein programmierbarer Button. Darüber hinaus sind weitere Module denkbar. Blocks Wearables bietet ein Entwickler-Kit an, mit dem auch Dritt-Anbieter Module herstellen können. Denkbar wären beispielsweise ein Kamera- oder zusätzliches Speichermodul sowie Sensoren für Stresslevel oder Luftqualität.

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Das System basiert auf Android Wear, sieht aber etwas anders aus (Foto: CNET.com)

Features

Das System der Uhr ähnelt Android Wear. Der Hersteller verwendet eine selbstentwickelte Version des Google-Wearable-OS. Die Oberfläche sieht daher etwas anders aus, als von Android-Wear-Uhren bekannt.

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Block beherrscht aber im Grunde dieselben Funktionen (Foto: CNET.com)

Die grundlegenden Funktionen beherrschte der Prototyp bereits, die Software ist aber noch nicht final. Grundlegend kann die Uhr mit einem iOS-Gerät wie dem iPhone oder einem Android-Smartphone genutzt werden. Es gibt eine Reihe verschiedener Zifferblätter und die Uhr zeigt wie üblich Benachrichtigungen zu eingehenden Mitteilungen oder E-Mails, Termine und so weiter an. Auch eine Sprachsteuerung ist vorhanden. Soweit bietet Blocks so ziemlich die gleichen Funktionen wie eine Moto 360 oder Huawei Watch mit Android Wear.

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Für den Akku des Kerns und der Zusatzmodule gibt es separate Anzeigen (Foto: CNET.com)

Fazit

Blocks ist sicherlich keine Smartwatch für jedermann. Das Design kann bislang noch nicht mit anderen Konkurrenten mithalten. Dafür kann die Uhr mittels Modulen individuell mit Funktionen bestückt werden. Diese machen Blocks erst richtig interessant. Wer beispielsweise keinen Pulsmesser benötigt, kann stattdessen lieber einen zusätzlichen Akku wählen. Anfangs stehen leider noch nicht allzu viele Module zur Auswahl. Bis 2016 könnte der Hersteller aber schon weitere entwickelt haben.

[Mit Material von Andrew Hoyle, CNET.com]

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Autor: Christian Schartel
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