VTech-Hack: in Deutschland mehr als 500.000 Kinder betroffen

VTech verliert weltweit die Daten von insgesamt fast 6,4 Millionen Kindern. Damit erhöht sich die Zahl der betroffenen Personen auf bis zu 11,68 Millionen. VTech zufolge waren Fotos und Chat-Logs, die angeblich auch gestohlen wurden, per AES-128 verschlüsselt.

Zu dem Hackerangriff, bei dem im November rund 5 Millionen Kundenkonten kompromittiert wurden, hat VTech jetzt weitere Details bekannt gegeben. Zu den geknackten Learning-Lodge-Konten gehören einer aktualisierten FAQ zufolge fast 6,4 Millionen Profile von Kindern, auf die der Hacker ebenfalls Zugriff hatte. Hierzulande sind 508.806 Kinder betroffen.

„Insgesamt sind weltweit 4.854.209 Kundenkonten von Eltern und 6.368.509 zugehörige Kinderprofile betroffen. Darin sind etwa 1,2 Millionen Kid-Connect-Konten von Eltern enthalten“, teilt der chinesische Hersteller von Lerncomputern nun mit. „Darüber hinaus gibt es 235.708 Konten von Eltern und 227.705 Kinderkonten in PlanetVTech. Im Gegensatz zu Elternkonten enthalten Kinderkonten nur Namen, Geschlecht und Geburtsdaten.“

Lerncomputer InnoTab 3 von VTech (Bild: VTech)

Lerncomputer InnoTab 3 von VTech (Bild: VTech)

Die Zahl der insgesamt betroffenen Personen erhöht sich damit auf bis zu 11,68 Millionen. Den neuen Zahlen zufolge enthielt die gestohlene Datenbank vor allem Informationen über US-Nutzer. Sie stellen mit 2,2 Millionen Eltern und 2,9 Millionen Kindern die größte Gruppe. Der Hacker erbeutete zudem mehr als 2 Millionen Datensätze von französischen Eltern und Kindern. In Großbritannien sind fast 1,3 Millionen Nutzer betroffen, hierzulande sind es fast 900.000.

Wo sich die gehackten VTech-Server befinden, auf denen das Unternehmen Daten für Kunden in EU-Ländern wie Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland und den Niederlanden vorhält, ist unklar. Im EU-Raum sind 2,187 Millionen Elternkonten und 2,871 Millionen Kinderprofile betroffen, was auch eine Untersuchung der Europäischen Kommission nach sich ziehen könnte.

Die Behauptung des Hackers, er habe auch Fotos von Eltern und Kindern, Chat-Logs sowie Audio-Dateien erbeutet, hat VTech indes nicht bestätigt. Die Untersuchung dauere noch an, so das Unternehmen weiter. Bilder und auch Audiodateien seien auf seinen Servern nach dem Advanced Encryption Standard (AES) mit einer Schlüssellänge von 128 Bit verschlüsselt worden. Chat-Logs speichere man indes unverschlüsselt, aber nur dann, wenn Nachrichten vorübergehend nicht zugestellt werden könnten. Sie würden außerdem nach Ablauf von 30 Tagen automatisch gelöscht.

HIGHLIGHT

CNET.de-Weihnachtsgewinnspiel 2015 – mitmachen und gewinnen!

AdventskalenderHinter unserem Adventskalender verstecken sich auch dieses Jahr wieder vom 1. bis zum 24. Dezember jede Menge attraktive Gewinne. Jeden Tag werden die Preise unter allen Teilnehmern verlost, die sich für diesen Tag von 00:00 Uhr bis 23:59 für die Gewinne hinter dem jeweils passenden Türchen registriert haben.

Der Hacker selbst erklärte wiederholt gegenüber Motherboard, er werde die erbeuteten Daten weder veröffentlichen noch verkaufen. „Offen gesagt, es kotzt mich an, dass ich an all diese Dinge herankommen konnte“, zitiert Motherboard den Hacker. „VTech sollte zur Rechenschaft gezogen werden.“

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

Tipp: Kennen Sie die berühmtesten Hacker? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu VTech-Hack: in Deutschland mehr als 500.000 Kinder betroffen

  • Am 1. Januar 2016 um 13:29 von Dieter Loup

    Das krasse an der Sache ist, das man den Kids zu Weihnachten denkt etwas Besonderes zu kaufen & die Läden wie bei uns „Tois UR US“, diese Sachen verkaufen und die Kids dieses „Tab“ bis Mitte Januar kaum nutzen können, weil man nicht zum Server kommt!!
    Die ganzen Kids sind enttäuscht und die ganzen Läden verkaufen diese Dinge weiter und klären die Kunden nicht auf, das es bis Mitte Januar dieses Problem gibt!!!
    Man wird von Jedem nur noch verarscht…
    MORGEN GEHT’S NACH Tois ur us, dann kläre ich dort einige Kunden auf was einfach mit ihnen gemacht wird und lasse mir für diesen Schrott mein Geld zurück geben!!!

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *