Apple iPhone 7: A10-CPU soll ausschließlich TSMC fertigen

Den Auftrag für die Fertigung der A10-CPU für das Apple iPhone 7 soll TSMC aufgrund eines neuen Produktionsverfahrens erhalten haben. Samsung soll demnach keine Chips mehr für das kommende Apple-Smartphone liefern.

Der A10-Prozessor des Apple iPhone 7 soll nur noch von TSMC gefertigt werden und nicht mehr zum Teil von Samsung, wie es beim A9-Chip des aktuellen iPhone 6S der Fall ist. Das berichtet AppleInsider unter Berufung auf einen Bericht von den HSBC-Analysten Steven Pelayo und Lionel Lin. Der taiwanische Chiphersteller soll aufgrund einer neuen Herstellungstechnik, die dünnere und leichtere Geräte erlaubt, den Vorzug erhalten haben.

Apple-Logo (Bild: Apple)

Das Verfahren nennt sich Integrated Fan-Out (InFO) und ermöglicht das Übereinanderstapeln und direkte Verbinden von Chips mit einer Leiterplatte. Normalerweise werden sie zuerst auf ein Substrat aufgebracht. Die neue Methode soll TSMC erstmals für Apple in der Massenproduktion einsetzen.

TSMC soll der Apple-Auftrag allein im kommenden Jahr ein Umsatzplus von 300 Millionen Dollar bringen, so die Analysten. Im Jahr 2017 soll das Auftragsvolumen auf rund eine Milliarde Dollar ansteigen. Insgesamt werde die A10-Produktion dem taiwanischen Unternehmen Einnahmen zwischen 2,2 und 2,5 Milliarden Dollar bescheren.

TSMC sei derzeit für 30 bis 40 Prozent der Fertigung der A9-Chips verantwortlich, die Apple unter anderem im iPhone 6S und 6S Plus einsetzt. Die Fertigung des A9X für das iPad Pro übernimmt TSMC offenbar zu hundert Prozent. 60 bis 70 Prozent der Aufträge für den A9-Chip gingen an Samsung, das früher der einzige Produzent der Apple-Prozessor-Chips gewesen sei. Allerdings habe Apple ab 2014 schon beim A8 überwiegend auf TSMC gesetzt.

Das taiwanische Unternehmen soll im kommenden Jahr von Apple insgesamt Aufträge im Wert von 4,6 Milliarden Dollar erhalten. 2015 soll der iPhone-Hersteller rund 3,7 Milliarden Dollar zu TSMCs Umsatz beitragen.

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Sollte Apple tatsächlich beim A10 auf nur einen Lieferanten setzen, läuft es Gefahr, dass Probleme bei der Chip-Fertigung zu Engpässen in der iPhone- und iPad-Produktion führen. Beim A9-Prozessor musste Apple allerdings erst kürzlich einräumen, dass es technische Unterschiede zwischen den von TSMC und Samsung hergestellten Chips gibt. Einer Analyse von Chipworks zufolge haben die Prozessoren von Samsung zwar kleinere Strukturbreiten, dafür sollen sie mehr Strom verbrauchen. Laut Apple beträgt der Unterschied unter realen Bedingungen aber nur zwei bis drei Prozent.

[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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