Pebble startet Fitnessdienst Pebble Health

Der neue Fitnessdienst Pebble Health ist zu Apple Health und Google Fit kompatibel. Der tägliche Fortschritt wird am Durchschnitt der persönlichen Schrittzahl gemessen. Ähnlich bewertet Pebble Health die Schlafqualität.

Smartwatch-Hersteller Pebble startet eine eigene Fitnessplattform namens „Pebble Health„. Der Dienst zeichnet zurückgelegte Strecken auf und überwacht den Schlaf des Nutzers. Kompatibel sind alle Pebble-Modelle außer Classic und Classic Steel.

Pebble Health (Bild: Pebble)

Pebble Health (Bild: Pebble)

Nutzer mussten bislang auf Fremd-Apps wie Jawbone oder Misfit zurückgreifen, um Fitnessdaten aufzuzeichnen und zu sammeln, während Konkurrenten wie Apple und Googles Android-Ökosystem jeder einen eigenen Health-Dienst mitbrachten. Pebble Health ist allerdings zu Apple Health ebenso wie Google Fit kompatibel und kann ihnen seine Daten zur Verfügung stellen.

Pebble verfolgt das Prinzip der Offenheit auch beim Algorithmus für die Auswertung der Sensordaten: Er kommt von der US-Universität Stanford und arbeitet angeblich besonders genau, was durch die geplante Publikation auch überprüfbar werden soll. Und über eine Health API werden Entwickler demnächst Apps und Watchfaces konzipieren können, die Fitnessdaten aufbereiten.

Standardmäßig erscheinen Fitnessdaten bei Pebble in der Timeline, die vergangene ebenso wie künftige Ereignisse auflistet und ein einfaches Durchschalten erlaubt. Beispielsweise könnte die App eine Fitnesseinheit zu einem Zeitpunkt vorschlagen, zu dem sie in den vollen Meeting-Kalender passt. Weiter betont Pebble, es wolle keine feste Schrittzahl vorgeben. Stattdessen werde der tägliche Fortschritt am Durchschnitt der persönlichen Schrittzahl gemessen. Ähnlich bewertet Pebble Health die Schlafqualität.

Pebble Health kommt mit Firmware-Release 3.8 auf alle Time-Modelle, das unter iOS allerdings die Versionnummer 3.5 trägt. Für die Classic-Modelle bringt es immerhin eine Einführung der sequenziellen Oberfläche Timeline, die sie bisher als einzige vermissen ließen.

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Den tieferen Grund für die – wenn auch späte – Einführung eines Fitnessystems hat Pebble-CEO Eric Micigovsy gegenüber The Verge genannt: Man wolle die Nutzer auf der Plattform halten. Man habe jetzt schon „wahrscheinlich die beste Kundenbindung bei Wearables“ und sei „besessen davon, User zu behalten.“

Vor allem die Akkulaufzeit der Pebble-Modelle von bis zu sieben Tagen gilt bei Smartwatches mit der Option, Apps zu installieren, als ungeschlagen, während manche Konkurrenzmodelle ohne Schlafüberwachung auskommen, da die Nächte fürs Laden vorgesehen sind. Auch der niedrige Preis und die Offenheit für Android ebenso wie iOS werden als Pluspunkte der Pebble-Uhren genannt.

[Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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