Ford und Google sollen für autonomen Mitfahrdienst kooperieren

Dafür sollen Google und Ford auf der CES 2016 die Gründung eines Joint Ventures bekannt geben. Ford wird die Autos herstellen und Google das System für autonomes Fahren liefern. Google wird seine Technik aber nicht exklusiv Ford bereitstellen.

Google und Ford sollen in Kürze ein Joint Venture gründen, um selbstfahrende Autos für einen autonomen Mitfahrdienst zu bauen. Das berichtet Yahoo. Auf der CES 2016 in Las Vegas, die vom 6. bis 9. Januar stattfindet, sollen beide Unternehmen ihr Vorhaben ankündigen.

Prototyp von Googles selbstlenkenden Auto (Bild: Google

Google und Ford sollen für den Bau eines autonomen Autos kooperieren (Bild: Google).

Ford wird die Fertigung der Fahrzeuge übernehmen und Google das System für selbstlenkende Autos liefern, das es schon seit Jahren in Tests erprobt. Seine Technik wird Google aber nicht ausschließlich Ford zur Verfügung stellen, sondern auch weiteren möglichen Partnern, die Interesse am Bau eines autonomen Automobils haben.

Das mit Google geründete Joint Venture soll ohne rechtliche Bindung an Ford operieren. Unter anderem will der Autobauer dadurch eine Haftung seines Unternehmens ausschließen.

Google selbst hatte bereits angekündigt, dass es – abgesehen von den bisherigen 53 Prototypen – keine eigenen selbstständig fahrenden Autos bauen wird, sondern nur das System entwickle. Für die Fertigung der Fahrzeuge suche es erfahrene Herstellungspartner, so Google-Gründer Sergey Brin.

Vor einer Woche berichtete dann Bloomberg mit Bezug auf einen Informanten, autonomes Fahren werde demnächst von einem Google-X-Forschungsprojekt zu einer eigenständigen Alphabet-Tochter unter Führung von John Krafcik. Die Geschäftsidee besteht demnach darin, eine Fahrzeugflotte für Buchungen von Fahrten verfügbar zu machen – zunächst möglicherweise auf großen Privatgeländen. So kann das Unternehmen nicht nur Geld verdienen, sondern auch praktische Erfahrung sammeln, da – in Brins Worten – „die Fahrzeuge dann jeden Tag zu uns zurückkommen.“

Krafcik war zuletzt für Hyundai tätig gewesen, in seiner Karriere aber auch 14 Jahre bei Ford beschäftigt. In Googles – jetzt Alphabets – Aufsichtsrat sitzt zudem mit Alan Mulally ein früherer CEO von Ford. Der Autobauer forscht zwar seit Jahren auch zu autonomem Fahren, allerdings – ganz im Gegensatz zu Google – eher heimlich und verschwiegen.

Vor fast einem Jahr räumte Google ein, Gespräche mit Autofirmen über selbstlenkende Technik aufgenommen zu haben – mit dem Ziel, seine Fahrzeuge spätestens bis 2020 zur Marktreife zu bringen. Unter anderem verhandelte es mit General Motors, Ford, Toyota, Daimler und Volkswagen, wie Chris Urmson, Direktor von Googles Self-Driving Car Project, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte: „Es wäre fahrlässig, nicht mit den größten Autoproduzenten zu sprechen. Sie haben so viel zu bieten. In den Markt einzusteigen und zu sagen, dass wir das besser können, wäre arrogant.“

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Einen anderen Ansatz verfolgt bisherigen Berichten nach Apple: Ende September schrieb das Wall Street Journal, Apple habe die als „Project Titan“ bezeichnete Entwicklung eines eigenen Autos priorisiert und beschleunigt, mit dem Ziel, sie 2019 abzuschließen. Unklar sei allerdings, ob das Elektroauto in dem Jahr auch in den Handel kommen werde. Möglicherweise bedeute der Termin nur, dass die Ingenieure bis dahin die Arbeit an den wichtigsten Funktionen des Fahrzeugs beenden müssen.

Ein selbstfahrendes Auto hat auch der iPhone-Hacker geohot entwickelt. Es nutzt eine einzigartige Software, die auf „Deep Learning“ basiert. Das Auto lernt durch Beobachtung des Fahrers und anderer Verkehrsteilnehmer und benötigte nur rund 2000 Zeilen Code. Dabei soll es sich um ein Art Nachrüstlösung handeln, die künftig jedes Auto in ein autonomes Fahrzeug verwandeln könnte. Das Sensoren-Hardwarekit könnte künftig interessierten Autoherstellern, aber möglicherweise auch direkt Privatpersonen für etwa 1000 Dollar angeboten werden.

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Autor: Christian Schartel
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Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Ford und Google sollen für autonomen Mitfahrdienst kooperieren

  • Am 24. Dezember 2015 um 15:18 von Bouhedli Mohamed Nassim

    Danke

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