Nexus 4: CyanogenMod 13 auf Basis von Android 6.0 Marshmallow erhältlich

Mit CyanogenMod 13 lässt sich das nicht mehr offiziell unterstützte Google-Smartphone Nexus 4 auf die neueste und sicherste OS-Version Android 6.0 aktualisieren. Die zur Installation benötigte Zip-Datei hat eine Größe von 277 MByte.

CyanogenMod 13 auf Basis von Android 6.0 Marshmallow ist ab sofort auch für das Google Nexus 4 erhältlich. Damit lässt sich das 2012 erschienene Smartphone auf die neueste Android-Betriebssystemversion aktualisieren und vor allem auch mit den neuesten Sicherheitsupdates ausstatten. Google bietet wie auch für das erste Nexus 7 und das Nexus 10 kein offizielles Update für das Gerät mehr an. Der Suchmaschinenbetreiber garantiert diese nur für zwei Jahre. Demnach wurde das Nexus-Smartphone in diesem Jahr das erste Mal nicht mehr unterstützt.

(Screenshot: CNET.de)

CyanogenMod 13 auf Basis von Android 6.0 ist für das Google Nexus 4 erschienen (Screenshot: CNET.de)

Das Nightly-Build von CyanogenMod 13 auf Basis von Android 6.0 steht für das Nexus 4 auf der Webseite des Entwicklers zum Downlaod bereit. Dabei handelt es sich um den ersten Release für das Gerät, womit es noch zu Fehlern und Stabilitätsproblemen kommen kann.

Die zur Installation benötigte Zip-Datei hat eine Größe von 277 MByte. Innerhalb des Nightly Channel ist laut einem Blogbeitrag der CyanogenMod-Entwickler ein Update von Geräten mit CM12.1 auf CM13 problemlos möglich. Allerdings müssen alle Smartphone-Besitzer zugleich auch die Google Apps aktualisieren. Diese sind beispielsweise über das OpenGAPPS-Projekt bereits für Android 6.0 verfügbar.

GAPPS liegt in verschiedenen Ausgaben vor, die sich durch die Anzahl der enthaltenen Google-Anwendungen unterscheiden. Mit 55 MByte ist „Pico“ das kleinste Paket. Es umfasst lediglich den Play Store und alle dafür nötigen Dienste. Die Variante „Super“ enthält sämtliche Applikationen von Google und ist 650 MByte groß. Eine Besonderheit stellt die Version „Aroma“ dar, die sämtliche Google-Anwendungen enthält, dem Nutzer aber die Möglichkeit bietet, nur diejenigen davon auszuwählen, die er auf seinem Gerät installieren möchte.

CyanogenMod lässt sich allerdings auch ohne die Google-Apps nutzen. Dann haben Anwender aber keinen Zugriff auf den Google Play Store und sind auf Dritthersteller-App-Stores angewiesen, was aus Sicherheitsgründen nicht zu empfehlen ist, da dort mit Malware verseuchte Apps häufiger im Umlauf sind als im offiziellen Google-Store. Eine Anleitung zur Installation des Custom Roms hält der Entwickler bereit. Wie die generelle Installation der Google-Apps klappt, beschreibt CyanogenMod an folgender Stelle.

Falls zusätzliche Systemerweiterungen wie das Xposed-Framework genutzt werden, müssen diese Komponenten ebenfalls auf eine Android-6.0-kompatible Version aktualisiert werden. Steht für solche Systemerweiterungen keine Aktualisierung zur Verfügung, sollte sie vor dem Update auf CM13 gelöscht werden. Läuft auf einem Gerät eine nicht von CyanogenMod freigegebene Vorabversion von CM13, empfehlen die Entwickler vor einem Wechsel zu den offiziellen Nightly Builds das Gerät vollständig zurückzusetzen (Recovery: Wipe data/factory reset).

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CyanogenMod ist das mit Abstand populärste CustomROM auf Basis von Android. Es ersetzt Samsungs TouchWiz-Oberfläche und bietet im Vergleich zur Standardversion von Android zusätzliche Features, die den Umgang mit dem Gerät vereinfachen und die Funktionalität erweitern. CyanogenMod bietet im Vergleich zu den von den vorinstallierten Android-Varianten der Smartphonehersteller beispielsweise mehr Datenschutzfunktionen, eine bessere Anpassbarkeit sowie den Verzicht auf Crapware. Außerdem ist CyanogenMod bekannt für seine lange Unterstützung von Geräten und der schnellen Adaption neuer Android-Versionen und Sicherheitsupdates. Besonders für Nutzer älterer Geräte wie dem Galaxy S3, die vom Hersteller nicht mehr mit Updates versorgt werden, ist die Installation eines CustomROMs wie CyanogenMod die einzige Möglichkeit, das Gerät sicher und aktuell zu halten.

CyanogenMod 13 auf Basis von Android 6.0 Marshmallow ist auch für weitere Geräte verfügbar – unter anderem für das Nexus 5, 5X, 6P, verschiedene Moto-G-Modelle, das HTC One M8, das LG G3 und seit kurzem auch das Samsung Galaxy S3. Die Vorteile von CyanogenMod haben sich inzwischen auch bei Smartphoneherstellern rumgesprochen. So bringt Telefónica nach eigenen Angaben „als Europas erster Netzbetreiber“ in Kooperation mit dem spanischen Hersteller BQ ein Smartphone mit Cyanogen OS in den Handel. Das BQ Aquaris X5 mit dem auf Android 5.1 Lollipop basierenden Cyanogen OS 12.1 wird in der ersten Januarwoche 2016 bei O2 zum Verkauf stehen. Die unverbindliche Preisempfehlung ohne Vertrag beträgt hierzulande 239,90 Euro.

[Mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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