Android 6.0 fürs HTC One M9: Marshmallow-Update startet in den nächsten 24 Stunden

Mit der Verteilung von Android 6.0 für das HTC One M9 wird der Smartphone-Hersteller in den USA beginnen. Deutschland dürfte in Kürze folgen. Außerdem erhält das HTC One A9 Android 6.0.1.

Die ungebrandete Ausgabe des HTC One M9 wird innerhalb der nächsten 24 Stunden das Update auf Android 6.0 inklusive Sense 7.0 erhalten. Das hat HTCs Vizepräsident des Produkt-Managements, Mo Versi, via Twitter angekündigt. Beginnen wird HTC mit der Verteilung des Marshmallow-Updates wie üblich in den USA. Deutschland dürfte aber in Kürze folgen. Außerdem erhält das neue HTC One A9 das Sicherheitsupdate auf Android 6.0.1 wie versprochen innerhalb von 15 Tagen nach Googles Nexus-Geräten.

HTC One M9 (Bild: HTC).

Das HTC One M9 erhält in Kürze das Update auf Android 6.0 Marshmallow (Bild: CNET.com).

Laut HTCs Webseite befindet sich das Update auf Android 6.0 Marshmallow für HTC One M9 in Deutschland bereits in der dritten Zertifizierungsstufe, also kurz vor der Auslieferungen an den Kunden. Phase 3 des Update-Prozesses umfasst das Testen und die Zertifizierung der neuen Software. In der vierten Stufe wird das Over-the-Air-Update vorbereitet und die neue Betriebssystemversion von HTC oder Mobilfunkprovidern den Kunden zum Download bereitgestellt. Das Vorgehen bei Software-Updates erklärt HTC in einer ausführlichen Infografik.

(Screenshot: CNET.de)

Laut Mo Versi startet es in den nächsten 24 Stunden  (Screenshot: CNET.de).

Sobald HTC das Update auf Android 6.0 in Deutschland startet, wird es noch etwas dauern, bis alle deutschen HTC-Besitzer es erhalten. Das liegt daran, dass neue OS-Versionen erst nach und nach in mehreren Phasen für die verschiedenen Anwender einer Region ausgeliefert werden, wie der Google-Entwickler Dan Morrill auf Reddit erklärt.

(Screenshot: CNET.de)

HTCs Update-Prozess (Screenshot: CNET.de)

In einer ersten Phase erhält nur ein kleiner, zufällig bestimmter Teil aller Smartphone-Besitzer einer Region wie Deutschland die neue Android-Version. Die Rede ist von einem Prozent aller Nutzer in den ersten 24 bis 48 Stunden nach Start des Updates. So können Hersteller eventuelle Fehler feststellen, bevor das Update in weiteren Phasen für die übrigen Geräte zur Verfügung gestellt wird. In einer zweiten Phase werden dann in etwa 25 Prozent aller Nutzer mit dem Update versorgt. In weiteren Phasen erhalten bis zu 50 Prozent aller Smartphone-Besitzer die neue Betriebssystemversion bis dann schließlich alle Anwender auf den neuesten Stand gebracht werden.

Besitzer eines Smartphones mit Provider-Branding erhalten Updates in der Regel noch etwas später, da Mobilfunkanbieter wie die Deutschen Telekom, Vodafone oder O2 neue Android-Versionen auf den von ihnen verkauften Geräten nochmals modifizieren, für ihr Netz testen und erst freigeben müssen. Das kann nochmals mehrere Wochen oder gar Monate dauern.

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Zu den Neuerungen von Android 6.0 Marshmallow gehört „Now on Tap“, das mehr kontextbezogene Aktionen für Google Now verspricht. Nutzer soll es beispielsweise daran erinnern, ihren Mietwagen vor der Rückgabe aufzutanken. Dafür werden dann Tankstellen in der Nähe des Autovermieters angezeigt.

Google hat aber auch die App-Berechtigungen überarbeitet. Nutzer müssen Anwendungen künftig bei der Installation nicht mehr alle gewünschten Berechtigungen erteilen. Stattdessen fragen Apps unter Android M den Zugriff auf bestimmte Ressourcen erst dann an, wenn sie sie tatsächlich benötigen. Das gilt für das Abrufen von Daten wie Kontakte und Fotos sowie für die Nutzung von Hardwarekomponenten wie Kamera und Mikrofon. Der Nutzer kann dann der Anfrage zustimmen oder sie ablehnen.

Um den Stromverbrauch von Android-Smartphones weiter zu senken, hat Google selbst eine Funktion namens Doze (auf Deutsch: Halbschlaf) entwickelt. Anhand von Sensordaten stellt Android künftig fest, ob ein Gerät beispielsweise auf dem Schreibtisch liegt und nicht genutzt wird. Das Betriebssystem tritt dann in einen Low-Power-Modus ein und reduziert die Aktivitäten im Hintergrund. Wichtige Benachrichtigungen und Anrufe werden weiterhin durchgestellt, aber die meisten anderen Aktivitäten werden heruntergefahren.

Zudem führt Google verifizierte App-Links ein. Klickt ein Nutzer beispielsweise in einer App auf einen Twitter-Link, wird er derzeit gefragt, ob er den Link im Browser oder der Twitter-App öffnen möchte. Lässt ein Entwickler seine App für diese Funktion verifizieren, wird sie unter Android M automatisch gestartet.

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Autor: Christian Schartel
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Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Android 6.0 fürs HTC One M9: Marshmallow-Update startet in den nächsten 24 Stunden

  • Am 25. Dezember 2015 um 21:16 von Christian Anzer

    Ich habe ein unlocked M9 ..was erzählt ihr für Müll.. ?!

    • Am 27. Dezember 2015 um 16:39 von Olaf Feldhaus

      Wohl eher „Was liest du für nen Müll“.
      Da steht schwarz auf weiß, daß die Verteilung in den USA beginnt und Deutschland in Kürze folgt.

      Ich tippe mal, das du kein M9 aus den USA besitzt,aber Hauptsache losmaulen. Wer lesen kann ist klar im Vorteil :)

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