Voice-over-LTE ab sofort auch im Netz der Deutschen Telekom

Um Voice-over-LTE im Netz der Deutschen Telekom nutzen zu können, müssen Kunden über ein VoLTE-fähiges und kompatibles Smartphone verfügen. Zusätzliche Kosten fallen nicht an. Der Dienst muss nicht vom Kunden aktiviert werden.

Die Deutsche Telekom hat den Startschuss für Voice-over-LTE (VoLTE) gegeben, wie es auf seiner Webseite verkündet. Smartphone-Besitzer können damit Telefonate ab sofort im Netz des Providers über das LTE-Mobilfunknetz führen und müssen nicht mehr ins UMTS- oder GSM-Netz wechseln. Auch Vodafone und Telefónica bieten bereits seit März beziehungsweise April 2015 Unterstützung für VoLTE.

Telekom-Logo (Bild: Deutsche Telekom)

Telekom-Logo (Bild: Deutsche Telekom)

Voraussetzung für die Nutzung von Voice-over-LTE im Netz der Deutschen Telekom ist ein Laufzeitvertrag und ein VoLTE-fähiges Smartphone. Zum Start werden folgende Modelle unterstützt: Samsung Galaxy S5, S6 und S6 Edge, Microsoft Lumia 950 und 950 XL sowie Sonys Xperia-Modelle Z3, Z3 Compact, Z5, Z5 Compact und Z5 Premium. Weitere Geräte – auch von anderen Herstellern – sollen im Lauf des Jahres folgen. Zusätzliche Kosten fallen für VoLTE nicht an. Der neue Dienst ist bundesweit verfügbar und muss nicht extra vom Kunden aktiviert werden.

Die Umstellung auf VoLTE macht sich beim Kunden durch kürzere Rufaufbauzeiten vorteilhaft bemerkbar. Außerdem gibt es während eines Telefonats keine Geschwindigkeitseinbrüche bei der Datenübertragung mehr, da der bisher bei jedem Anruf benötigte Wechsel in das langsamere 3G- oder 2G-Netz nicht mehr nötig ist. Das kann sich auch positiv auf die Akkulaufzeit des Endgeräts auswirken, weil weniger Netzsuchen erforderlich sind.

Wie aus dem 3G- und 2G-Netz der Telekom gewohnt, unterstützt das 4G-Netz ebenfalls den Standard HD Voice, der Störgeräusche unterdrückt und so die Sprachqualität erhöht. HD-Voice-Gespräche sind nicht nur innerhalb des LTE-Mobilfunknetzes möglich, sondern auch zwischen VoLTE und IP-Festnetz der Telekom.

Anders als die älteren Mobilfunkstandards GSM und UMTS ist LTE IP-basiert, sodass sich IP-Telefonie damit besonders effizient umsetzen lässt. VoLTE ermöglicht dreimal mehr Datenkapazität als UMTS/3G und sechsmal mehr als GSM/2G. Da es kleinere Paket-Header erfordert als nicht optimiertes VoIP, belegt es auch weniger Bandbreite.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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