HTC Vive: VR-Brille kann ab 29. Februar vorbestellt werden

HTC will den Preis, der wohl in ähnlichen Regionen wie der des Konkurrenten Oculus Rift liegen dürfte, erst Ende Februar bekanntgeben. Die von Facebook unterstützte VR-Brille Oculus Rift kann seit vergangener Woche für 599 Dollar zuzüglich Steuern und Versand vorbestellt werden.

Wie HTC-Chefin Cher Wang gegenüber dem britischen Telegraph bestätigt hat, wird das Unternehmen ab dem 29. Februar Vorbestellungen für seine in Zusammenarbeit mit Valve entwickelte Virtual-Reality-Brille Vive entgegennehmen. Der Marktstart der Endkundenversion ist für April 2016 geplant.

HTCs Vive soll im April 2016 weltweit auf den Markt kommen (Bild: Sarah Tew/CNET).

HTCs Vive soll im April 2016 weltweit auf den Markt kommen (Bild: Sarah Tew/CNET).

Ursprünglich wollte HTC die Consumer-Variante der Vive bis Jahresende 2015 in limitierter Stückzahl verfügbar machen. Bisher liegt das Virtual-Reality-Headset aber nur als Dev Kit für Entwickler vor. Die jüngste Version namens Vive Pre zeigte HTC vergangene Woche auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas. Sie ergänzte das Headset um eine Frontkamera, die ein kleines Bild der realen Umgebung liefert, um beim Tragen Kollisionen mit einer Wand oder anderen Hindernissen zu vermeiden.

Nach wie vor steht immer noch kein Preis für die HTC Vive fest. Er wird einem Firmensprecher zufolge voraussichtlich erst Ende Februar kommuniziert werden. Der Preis dürfte jedoch in ähnlichen Regionen liegen wie der des Konkurrenten Oculus Rift.

Die von Facebook unterstützte VR-Brille Oculus Rift kostet 599 Dollar zuzüglich Steuern und Versand in der Endkundenversion. Sie kann seit dem 6. Januar in 20 Ländern – darunter auch Deutschland – vorbestellt werden. Die Auslieferung startet am 28. März. Zum Lieferumfang gehören die Brille mit integriertem Kopfhörer und Mikrofon, eine Tischkamera zur Erfassung der Kopfbewegungen, ein Xbox-One-Controller, das Spiel Lucky’s Tale sowie eine Fernbedienung. Außerdem erhalten Vorbesteller das Weltraumspiel EVE: Valkyrie.

Die HTC Vive hat ähnliche Features wie die Oculus Rift an Bord. Ein Vorteil ist jedoch, dass ihre Träger sich dank eines Tracking-Systems nicht nur in der virtuellen Realität bewegen, sondern auch begrenzt im physischen Raum herumlaufen können. Bei anderen Systemen wie der Oculus Rift, Sonys Playstation VR oder Samsungs Gear VR muss man hingegen sitzen oder stehen.

Auch wenn die Vive in erster Linie als Spielgerät vermarktet wird, betont HTC auch die Einsatzmöglichkeiten im Bildungs- oder Gesundheitssektor. Zugleich lasse sich das Headset zum Erzählen interaktiver Geschichten einsetzen, sagte HTCs Chief Content Officer Phil Chen Anfang November auf dem TechCrunch Summit in Peking.

Wie bei der Oculus Rift wird auch zur Nutzung der HTC Vive ein rund 1000 Euro teurer PC benötigt, der die Hardware-Anforderungen der VR-Brille erfüllt. Bis die Hardware-Preise sinken wird eine Virtual-Reality-Erfahrung am heimischen Rechner also ein teures Vergnügen bleiben.

Oculus Rift: Das Komplettpaket kostet 599 Dollar plus Steuern und Versand (Bild: Oculus VR).

Oculus Rift: Das Komplettpaket kostet 599 Dollar plus Steuern und Versand (Bild: Oculus VR).

Auf Reddit hat Oculus-Gründer Palmer Luckey jetzt die Preisgestaltung für die Rift, die günstiger erwartet worden war, verteidigt. Das Ziel, Virtual Reality „günstig, funktional und revolutionär“ zu machen, habe weiterhin Bestand, nur der Zeitrahmen habe sich geändert. Denn um dieses Ziel zu erreichen, brauche es eine gewisse Qualität, schreibt der 23-Jährige. „Vor drei Jahren dachte ich, dass ein ausreichend gutes Headset für 300 Dollar produziert und mit einem ordentlich ausgestatteten Gaming-PC betrieben werden könne.“ Der beste Weg, eine Technologie massentauglich zu machen, bestehe aber nicht einfach darin, schnellstmöglich ein günstiges Produkt anzubieten, so Luckey weiter.

Virtual Reality müsse zunächst zu etwas werden, das jeder haben wolle, bevor es zu etwas werde, das sich jedermann leisten könne. Er verstehe die Leute, die nicht so viel Geld für VR ausgeben wollen. „Doch das sind die aktuellen Kosten für ein wirklich gutes Headset.“ Ähnlich wie bei Smartphones würden die Kosten für diese Qualität mit der Zeit sinken. „Sie können heute ein nicht subventioniertes Smartphone für unter 100 Dollar kaufen, das in Sachen Leistung das beste 600-Dollar-Gerät von vor fünf Jahren übertrifft – so entwickeln sich mit der Zeit die Kosten für Technologie.“

Von den bisher angekündigten VR-Brillen großer Hersteller ist bisher nur Samsungs Gear VR als Consumer-Version erhältlich. Die Playstation VR (Codename Morpheus) soll im ersten Halbjahr 2016 erscheinen. Auch hier liegen noch keine offiziellen Preisangaben vor.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu HTC Vive: VR-Brille kann ab 29. Februar vorbestellt werden

  • Am 13. Januar 2016 um 11:20 von Portu

    Ich verstehe nicht wieso man ständig die Samsung VR mit den anderen „Headsets“ vergleicht? Die Samsung VR ist doch prinzipiell eher für die Medienbetrachtung, während HTC & Co sich auf Spiele konzentriert, bzw. für aufwändigere Anwendungen in Verbindung mit einem Desktop PC.

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