Moto X Force im Test: Bruchsicheres Android-Smartphone mit starkem Akku

Dank der ShatterShield-Technologie sollen Displaybrüche beim Moto X Force der Vergangenheit angehören. Ob das bruchsichere 5,4-Zoll-Android-Smartphone hält, was es verspricht, und wie es sich in Sachen Leistung oder Kamera schlägt, das verrät CNET im Test.

Ende Oktober hat Motorola in den USA das Droid Turbo 2 vorgestellt, das das weltweit erste Smartphone mit einem bruchsicheren Display sein soll. In Deutschland bringt das künftig Moto by Lenovo bezeichnete Unternehmen das Gerät unter dem Namen Moto X Force auf den Markt. Dank der neu entwickelten Technologie Moto ShatterShield soll das Display bei Stürzen & Co. nicht mehr brechen, womit das Smartphone besonders für das „unvorsichtigere“ Klientel genau das richtige sein soll. Der Hersteller gibt sogar vier Jahre Garantie. Seit heute, dem 15. Januar 2016, kann man das Moto Force X in Deutschland zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 699 Euro kaufen. Ob das bruchsichere Android-Smartphone hält, was es verspricht, das verrät CNET im Test.

(Foto: Übergizmo.de)

Das Moto X Force soll für 699 Euro ein nahezu unzerstörbares Display bieten. Ob das stimmt, verrät CNET.de im Test. (Foto: Übergizmo.de)

Design

Nimmt man das Moto X Force das erste Mal in die Hand, merkt man sofort dass es besonders robust ist. Das Smartphone ist mit einem Gewicht von 169 Gramm deutlich schwerer als viele Konkurrenten und mit einer Bauhöhe von 9,2 Millimetern bei weitem nicht so dünn wie ein iPhone 6S Plus (7,3 Millimeter) oder Galaxy S6 Edge Plus (6,9 Millimeter). Wer auf der Suche nach einem besonders kompakten und schlanken Smartphone ist, der wird beim Moto X Force mit seiner Displaydiagonale von 5,4 Zoll demnach nicht fündig.

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Das dünnste und schlankeste Smartphone ist das X Force definitiv nicht (Galaxy S6 Edge Plus (links), Moto Force X (rechts) (Foto: Übergizmo.de)

Bleiben wir aber für einen Moment bei dem Vergleich mit dem Samsung Galaxy S6 Edge Plus, denn äußerlich könnten die beiden Geräte kaum unterschiedlicher sein. Während das Samsung Smartphone eine zeitlose Eleganz durch das verwendete Glas und Metall versprüht und durch die sehr schlanken Rahmen um das Display seine Maße gering hält, ist das Moto X Force eher für den harten Alltag ausgelegt. Die Displayränder sind deutlich dicker (um etwaige Schäden zu minimieren), sodass es sogar breiter als das S6 Edge Plus oder gar ein Galaxy Note 5 ist. Das Gehäuse kommt auf 149,8 mal 78 in der Höhe und Breite.

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Galaxy S6 Edge Plus (links) im Vergleich mit dem Moto Force X (rechts) (Foto: Übergizmo.de)

Die Front des Moto Force X sieht etwas zerklüftet aus, was an den drei unterschiedlichen Öffnungen liegt. Zunächst könnte man sich damit vertrösten, dass es dadurch guten, frontalen Stereo-Sound gibt, doch der äußere Eindruck täuscht. Die längliche obere Öffnung ist einzig Gesprächen vorbehalten, die linke untere dem Mikrofon. Der einzige Lautsprecher versteckt sich also nur hinter der rechten Öffnung – etwas enttäuschend und auch nicht wirklich schön.

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Die Front des Moto Force X sieht etwas zerklüftet aus (Foto: Übergizmo.de)

Der Rest des Designs weiß dafür durch seine Schlichtheit und hervorragende Verarbeitungsqualität zu überzeugen, wobei man glitzernde oder hochglanzpolierte Details nicht erwarten darf. Der Aluminiumrahmen, der das Smartphone umgibt und ihm die hohe Stabilität verleiht, fühlt sich durch seine matte Oberfläche angenehm an. Die Kombination aus dunkelgrauem Rahmen in Verbindung mit der schwarzen Rückseite hat etwas von einem Stealth Bomber und hinterlässt einen stimmigen Eindruck.

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Die Rückseite hat etwas von einem Stealth Bomber (Foto: Übergizmo.de)

Wer einen genaueren Blick auf das Gehäuse wirft, der wird feststellen, dass die Ränder nach außen hin konvex abstehen und somit eine weitere Schutzmaßnahme, also eine Art eingebauten Bumper, bei Stürzen bieten. Netter Nebeneffekt: Das Smartphone liegt dadurch sicherer in der Hand, indem es sich etwas in die Handfläche „bohrt“.

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Die Ränder stehen nach außen hin konvex ab (Foto: Übergizmo.de)

Wie bei den Moto-Smartphones üblich gibt es auch beim X Force die Möglichkeit, es mit dem MotoMaker an die eigenen Designvorstellungen anzupassen. Für den Aluminium-Rahmen stehen zum Beispiel Weiß und Schwarz als Farben zur Auswahl. Zudem können Käufer zwischen unterschiedlichen Materialien wie genarbtem Leder für die Rückseite wählen. Unser Testgerät wurde mit einer schwarzen Rückschale aus „Ballistic Nylon“ ausgeliefert, was nicht nur einzigartig aussieht, sondern sich auch noch sehr griffig anfühlt. Ein weiterer Vorteil der gewobenen Struktur ist, dass Kratzer oder hässliche Fingerabdrücke keine Chance habe.

(Screenshot: CNET.de)

Das Design des Moto X Force lässt sich beim Kauf anpassen (Screenshot: CNET.de)

Display

Mit 5,4 Zoll Bildschirmdiagonale gehört das Moto X Force klar in die Kategorie der Phablets. Die Auflösung beträgt QHD – also 2560 mal1440 Pixel – und kann sich somit problemlos mit den aktuellen Flaggschiffen messen. Mit einer beeindruckenden Pixeldichte von 540 Pixel pro Zoll sind alle Inhalte ausnahmslos scharf, selbst wenn man das Display sehr nah betrachtet. 4K ist bei dieser Diagonale im Grunde nur für VR wirklich sinnvoll.

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Das 5,4-Zoll-Display bietet eine QHD-Auflösung und dank AMOLED-Technologie sehr hohe Schwarzwerte (Foto: Übergizmo.de)

Dank AMOLED-Technologie sind die Blickwinkel sehr weit, sodass Text und Bilder teilweise wie aufgedruckt wirken. Hilfreich ist hierbei natürlich auch der sehr hohe Kontrast sowie die sehr kräftig gesättigten Farben. Vor allem bei roten Farbtönen merkt man, dass das AMOLED-Panel etwas zu stark gesättigt ist und Farben manchmal nicht natürlich erscheinen können. Einstellungsmöglichkeiten für Sättigung oder Weißwert gibt es leider nicht.

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Moto Active Display (Foto: Übergizmo.de)

Eine Besonderheit bietet die Funktion „Moto Active Display“, die Benachrichtigungen besonders smart darstellt. Im Standby leuchtet der Bildschirm kurz mit einem Icon der entsprechenden App auf, die gerade etwas mitteilen möchte. Drückt man auf dieses Symbol, werden oberhalb weitere Informationen wie zum Beispiel eine Nachricht eines Messengers, eine E-Mail oder die Bedienungselemente für den Musikplayer angezeigt. Wer sein Smartphone länger nicht im Blick hatte, kann alternativ mit einer Wischbewegung in der Luft oberhalb des Bildschirms die gleichen Informationen abrufen. Hilfreich bei der Darstellung ist übrigens der besonders hohe Schwarzwert des AMOLED-Displays. Schwarze Pixel werden hier nämlich nicht beleuchtet, sodass das Moto Active Display besonders stromsparend arbeitet.

(Foto: Motorola)

Die fünft Schichten des Displays (Bild: Motorola)

Was aber das Motorola Moto X Force ausmacht, das ist natürlich die Stoßfestigkeit des Bildschirms. Motorola nennt die Technologie Moto ShatterShield, die garantiert, dass die Anzeige nicht splittert oder bricht. Mit ShatterShield besteht das Display aus insgesamt 5 Schichten: Die innere Basis bietet ein Aluminium Chassis, das das flexible AMOLED-Panel an Ort und Stelle hält. Darüber kommt eine doppelte Touch-Schicht, Redundanz ist hier das Stichwort – falls eine Touch-Schicht kaputt geht, steht eine zweite zur Verfügung. Die vierte Schicht ist das letztendliche Displayglas, das von der fünften Schicht, einer so genannten äußeren Schutzlinse geschützt wird. Einfach betrachtet, ist diese letzte Schicht nichts anderes als eine Displayfolie aus Hartglas, wie man sie häufig als Zubehör für sein Smartphone findet. Diese kann übrigens bei Motorola nachbestellt und selbst ersetzt werden, sollte sie brechen. Motorola vertraut jedoch so darauf, dass sie eine 4 jährige Garantie gewährleisten, sollte mehr als nur die äußere Linse beschädigt werden.

Im Test hat das Smartphone seine Robustheit bewiesen. Diesen Punkt kann man eigentlich gar nicht genug betonen. Es spielt keine Rolle, ob das Gerät auf die Kante, eine Ecke oder mit der Front voran auf den Bürgersteig fällt. Man kann sogar darauftreten oder es überfahren. Um das Moto Force X klein zubekommen, muss man schon härtere Geschütze auffahren, wie das Video unserer US-Kollegen von CNET.com zeigt:

Einen extremen Test hat auch UnlockRiver durchgeführt, die das Smartphone aus 275 Metern Höhe fallen ließen. Auch danach hat es noch funktioniert.

Leistung

Man könnte nun meinen, dass man aufgrund der besonders hohen Robustheit und einem Preis von 699 Euro, der 100 Euro unter dem Einführungspreis eines Samsung Galaxy S6 Edge Plus liegt, womöglich Abstriche bei der Hardware machen muss. Aber auch hier enttäuscht das Moto Force X nicht. Es ist mit Qualcomms schneller Snapdragon-810-CPU mit insgesamt acht Kernen ausgestattet, von denen vier mit 1,5 und vier mit 2 GHz getakten. Unterstützt wird der Prozessor von einer Adreno-430-Grafikeinheit sowie 3 GByte RAM. Auch der Speicher ist mit 32 GByte ordentlich bemessen und lässt sich zusätzlich mit microSD Karten um theoretische 2 TByte erweitern.

(Screenshot: Übergizmo.de)

Das Moto X Force bietet auch für Spiele genügend Leistung (Screenshot: Übergizmo.de)

Alles in allem macht das Moto X Force somit eine sehr gute Figur und steht den Flaggschiffen anderer Hersteller in nichts nach. Sowohl bei weniger anstrengenden Aufgaben im Alltag als auch bei hochaufwändigen Spielen wie Real Racing 3 oder Modern Combat bietet das Force X genügend Leistung. Die Hitzeentwicklung hält sich dabei überraschend in Grenzen. Das Smartphone wird zwar auf der linken Seite etwas mehr als handwarm, unangenehm wird es jedoch nie. Der Wechsel zwischen Apps ist angenehm schnell und auch alle Animationen sind butterweich. Aussetzer, lange Wartezeiten oder ähnliches kommen im Alltag nicht vor.

(Screenshot: Übergizmo.de)

AnTuTu & Geekbench 3 Scores (Screenshot: Übergizmo.de)

Die hohe Performance bestätigen auch die gängigen Benchmark-Tests. Im AnTuTu-Bench kommt das Moto Force X auf 72703 Punkte. Die Single-Core- beziehungsweise Multi-Core-Wertung des Geekbench 3 schließt es mit 1097 respektive 4162 Punken ab. Wirklich schneller sind hier nur brandneue Geräte wie das Huawei Mate 8, die erst gegen Ende Januar in den Handel kommen werden, oder die für Anfang April erwarteten Smartphones mit der nächsten Qualcomm-Generation Snapdragon 820 wie das LG G5.

Auch bei der Konnektivität bleibt kein Wunsch offen. Neben Dual-Band-WiFi nach dem Standard 802.11ac, Bluetooth 4.1, AGPS und Glonass gibt es auch NFC und LTE Cat 6. Die Verbindungsgeschwindigkeiten sowie die Sprachqualität waren stets sehr gut. Das SIM-Format ist wie bei den meisten neuen Top-Smartphones übrigens auch hier NanoSIM.

Was dem Moto Force X allerdings fehlt, ist ein Fingerabdruckscanner, der mittlerweile zur Standardausstattung von Top-Smartphones gehört und inzwischen auch bei vielen Geräten der Mittelklasse zu finden ist.

Kamera

Die Hauptkamera des Moto Force X besitzt einen 21-Megapixel-Sensor von Sony (IMX230), der bei schlechten Lichtverhältnissen von einer zweifarbigen Blitzlicht-LED unterstützt wird. Fotos knipst das Smartphone bei gutem Licht mit vielen Details, das Rauschen ist gering. Farben sehen natürlich aus und auch die Schärfe ist gut, ohne übertrieben zu wirken. Ein Plus ist zudem der Phasenautofokus, der auch bei schlechteren Lichtverhältnissen schnell und präzise funkioniert. Er kann aber nicht ganz mit der Geschwindigkeit des Samsung Galaxy S6 Edge Plus mithalten.

(Foto: Übergizmo.de)

Die Kamera löst mit 21 Megapixel auf (Foto: Übergizmo.de)

Bei wenig Licht nimmt das Rauschen zu, die Bilder sind jedoch immer noch gut, kommen aber wieder nicht an das Samsung-Smartphone heran. Videos können mit bis zu 4K aufgenommen werden und bieten ebenfalls viele Details. Einen optischen Bildstabilisator gibt es leider nicht. Die digitale Bildstabilisierung macht zwar einen guten Job, kommt aber nicht an die optische der Konkurrenz heran.

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Die Front-Kamera hat ebenfalls einen Blitz (Foto: Übergizmo.de)

Die Frontkamera erzeugt gute, detailreiche Selfies bei gutem Licht. Bei geringer Beleuchtung werden Gesichter etwas matschiger, hier hilft definitiv die eingebaute LED auf der Front, die Gesichter natürlich aufhellt, ohne den Hintergrund auszublenden. Das gibt es nur bei wenigen Konkurrenten.

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Die Bedienung der Kamera-App ist etwas schwierig (Foto: Übergizmo.de)

Etwas schwierig erwies sich die Bedienung der Foto-App von Motorola, die keinen Button zum Auslösen bietet. Will man auf etwas fokussieren, so kann man im Menü ein kleines Rechteck aktivieren, das man zum Scharfstellen an die entsprechende Stelle schiebt (nicht tippen, sonst wird ein Foto geschossen). Das Fokussieren wird dann mit Hilfe eines grünen Rings angezeigt, dazu kann man die Belichtung korrigieren. Blitz, Modi, HDR und mehr muss man über ein Menü einstellen, was bei flüchtigen Momenten zu lange dauert. Auch das Starten der Kamera könnte etwas schneller vonstattengehen.

Nachfolgend einige Testaufnahmen:

(Foto: Übergizmo.de)

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(Foto: Übergizmo.de)

Betriebssystem

Wie bei Moto-Smartphones üblich kommt Android in einer recht wenig angepassten Version auf die Geräte. Im Fall des Moto X Force ist es Android 5.1.1, das hoffentlich bald ein Update auf Android 6.0 Marshmallow erhalten sollte. Sowohl der Launcher, der als linke Seite Google Now enthält, als auch die Benachrichtigungsanzeige sowie die Schnelleinstellungen sehen alle original aus und bieten keine zusätzlichen Funktionen. Das muss nichts schlechtes sein, wie die Google-Nexus-Geräte zeigen, denn dadurch laufen die Smartphones in der Regel flüssiger und verbrauchen weniger Ressourcen sowie Energie.

(Foto: Übergizmo.de)

Das Betriebssystem ist kaum verändert (Foto: Übergizmo.de)

Zwei wirklich nützliche Zugriffe können durch Gesten erfolgen: Schüttelt man das Moto X Force zwei mal schnell hintereinander, schaltet sich die Taschenlampe ein oder wieder aus. Noch praktischer: Ein doppeltes Drehen des Geräts ruft die Kamera auf. Außerdem gibt es einen persönlichen Assistenten, der immer zuhört. Man kann dabei nach dem Wetter fragen, Apps starten, sich SMS vorlesen lassen und vieles mehr. Das besondere ist, dass man das Smartphone nicht vorher berühren muss, sondern einfach drauf los sprechen kann, was erstaunlich zuverlässig funktioniert.

Akkulaufzeit

Besonders erwähnenswert ist der 3760 Milliamperestunden starke Akku, der laut Motorola 48 Stunden durchhalten soll. Bei geringer Nutzung sollte dies nach unseren Erfahrungen durchaus zutreffen. Im Alltag erreichten wir Screen-On-Zeiten von fünf Stunden bei einem Mischbetrieb in LTE- und WLAN-Netzen, etwa einer Stunde Youtube, Spotify-Streaming, einigen Nachrichten über diverse Messenger, E-Mails und einer knappen Stunde Navigation mit Google Maps.

(Foto: Übergizmo.de)

Der Moto X Force bietet eine lange Akkulaufzeit (Foto: Übergizmo.de)

Ein beeindruckender Wert, der im reinen WLAN-Betrieb noch übertroffen werden kann. Bei einem ähnlichen Nutzungs-Mix erreichten wir knapp 7 Stunden Screen-On-Zeit bei halber, adaptiver Helligkeit. Das Moto X Force ist somit ein wahrer Dauerläufer, der der nur von wenigen Konkurrenten geschlagen wird. Im CNET-Labs-Akkutest, bei dem ein HD-Video im Flugmodus bei mittlerer Helligkeit in Dauerschleife über das Display flimmert, erreichte das Gerät 13 Stunden und 32 Minuten. Dem Apple iPhone 6 Plus ging beispielsweise nach 13 Stunden und 16 Minuten der Saft aus. Das Samsung Galaxy Note 5 hielt mit gut 15 Stunden aber beispielsweise noch länger durch. Das Huawe Mate 7 hatte im letzten Jahr mit einer vollen Akkuladung sogar 17 Stunden durchgehalten.

Ist der Akku einmal leer, lässt sich das Moto Force X ber auch schnell wieder aufladen. Dank der TurboPower-Technologie soll sich das Gerät innerhalb von 15 Minuten soweit aufladen lassen, dass man es wieder für gut 13 Stunden nutzen kann. Dies kam auch im Test in etwa hin, hängt aber natürlich von der persönlichen Nutzung ab. In einer Viertelstunde war der Akku aber jedenfalls wieder zu 25 Prozent gefüllt, zu 80 Prozent in unter einer Stunde. Alternativ lässt sich das Moto X Force auch drahtlos mit jeder QI-Ladestation laden.

Fazit

Das Motorola Moto X Force löst ein Problem, das seit der Einführung des ersten iPhones vor 9 Jahren viele Nutzer plagte. Wie diverse Tests bestätigen, ist der Bildschirm wirklich nahezu unzerstörbar – und falls doch, gibt es für diesen Fall eine vierjährige Garantie. Das zusammen mit der sehr guten Leistung, einem brillanten Display, einer guten Kamera, einem starken Akku und der Möglichkeit, das Design im Moto Maker nach den eigenen Vorstellungen anzupassen, macht das Motorola Moto X Force zu einem einzigartigen Angebot.

Bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 699 Euro spricht es aber sicherlich nur eine kleinere Zielgruppe an, denn die Konkurrenz ist in einigen Punkten besser aufgestellt und bietet ein helleres Display, ein schlankeres und vor allem auch eleganteres Gehäuse oder eine schnellere und bessere Kamera für einen ähnlichen oder günstigeren Preis. Wer aber ein nahezu unzerstörbares Smartphone mit langer Akkulaufzeit sucht, kommt am Moto X Force kaum vorbei.

[Mit Material von Daniil Matzkuhn, Übergizmo.de & Sean Hollister, CNET.com]

Christian Schartel
Autor: Christian Schartel
Redakteur
Christian Schartel Christian Schartel Christian Schartel

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