In der Testphase: Android-Apps sollen sich direkt von Suchergebnisseite aus installieren lassen

In den USA testet Google bereits auf breiter Basis. Einträge, die einen direkten Download ermöglichen, erscheinen demnach an der Spitze der Ergebnisliste. Einige Anwender bekommen direkt ein Pop-up mit den von der App in Anspruch genommenen Berechtigungen zu sehen.

Android Police zufolge wird die Möglichkeit, Android-Apps von einer Seite mit Suchergebnissen aus zu installieren – ohne dass der Nutzer erst auf Google Play wechseln müsste, in den USA schon auf breiter Basis getestet, auch wenn sie noch nicht jeder Besucher der Google-Suche zu sehen bekommt.

Google-Such-App für Android (Bild: Google)

Demnach erscheinen Einträge, die einen direkten Download ermöglichen, an der Spitze der Ergebnisliste. Ein Button daneben sagt „Installieren“. Ihn bekommt noch jeder zu sehen. Die meisten Anwender führt Google aber zum Play Store, wenn sie darauf tippen. Einige – und das ist die Neuerung – bekommen aber direkt ein Pop-up mit den von der App in Anspruch genommenen Berechtigungen zu sehen. Die Google-Suche verhält sich dann wie Google Play und blendet eine entsprechende Info-Box ein.

Android Police konnte dies allerdings nur mit der Such-App und nicht im Browser Chrome reproduzieren. Nach seinen Informationen existiert die Funktion seit etwa einem Monat, aber erst in letzter Zeit wurde die Testbasis so vergrößert, dass ein Hinweis bei ihm einging.

Google weitet den Funktionsumfang seiner Suche regelmäßig aus. Viele erprobte Funktionen setzen sich nicht durch und werden zurückgenommen. Eine direkte Downloadmöglichkeit wäre aber eine bedeutende Vereinfachung des App-Installationsvorgangs.

Google nahm im April 2015 erstmals andere Apps in seine Such-App für Android auf. Sie kann seither auf installierte Apps und ihre Inhalte hinweisen – und empfiehlt den Download von Apps, wenn deren Inhalte zur Suchanfrage passen, sie aber nicht installiert sind. Der Download-Link erscheint zwischen den Suchergebnissen.

So könnte beispielsweise eine Suche nach einem Rezept für eine bestimmte Speise zu einer Empfehlung einer Koch-Apps führen, erklärte Google damals. Öffnet der Nutzer diese App, erscheint dort direkt das gesuchte Rezept. Ein anderes Beispiel bezieht sich auf eine Websuche nach Immobilien, die in die App von Trulia hinein verlinkt.

Googles Versuche, Inhalte von Apps zu indizieren, gehen bis ins Jahr 2013 zurück. Es reagiert damit auf Einbußen bei Suchvorgängen mit Smartphones. Dort nutzen viele Anwender Apps von Dritten, um Suchvorgänge durchzuführen, suchen also direkt bei Amazon oder Wikipedia. Im Jahr 2014 ist Googles Anteil am Umsatz mit Mobilsuche auf 64 Prozent zurückgegangen. Zwei Jahre zuvor waren es noch mehr als 82 Prozent, wie eMarketer festhielt.

App-Empfehlungen haben auch andere Firmen schon in Web-Angebote eingebaut. Sowohl Facebook als auch Yahoo ermöglichen Werbetreibenden etwa, App-Downloads zu integrieren. Zu solchen Angeboten sieht Google allerdings den Unterschied, dass bei ihm der App-Download-Link Teil des Suchvorgang sei – also ein Service und keine Anzeige.

[Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

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