Huawei Mate 8 im Test: Spitze in Leistung und Akkulaufzeit

Das Huawei Mate 8 kostet 599 Euro und bietet ein 6-Zoll-FHD-Display, eine Kirin-950-CPU, 3 GB RAM, 32 GB Speicher, eine 16-Megapixel-Kamera, einen Fingerabdruckscanner, LTE, einen starken 4000-mAh-Akku und Android 6.0 als OS. CNET hat das Android-Phablet getestet.

Mit dem Mate 8 bringt Huawei Ende Januar ein neues Android-Phablet in Deutschland auf den Markt. Es tritt in die Fußstapfen des Ascend Mate 7, das im letzten Jahr mit einer besonders langen Akkulaufzeit überzeugen konnte. Die größte Neuerung des Gerätes ist sicherlich der aktuelle Kirin-950-Prozessor von HiSilicon, der ein sattes Leistungsplus verspricht. Huawei hat zudem leichte Verbesserungen am Design, dem Fingerabdruckscanner und der Kamera vorgenommen. Wie sich das neue Huawei Mate 8 schlägt, verrät CNET im Test.

(Foto: CNET.com)

Das Huawei Mate 8 wird ab Ende Januar für 599 Euro erhältlich sein (Foto: CNET.com)

Preis & Verfügbarkeit

Das Huawei Mate 8 wird ab Ende Januar in Deutschland erhältlich sein. Das Android-Phablet erscheint hierzulande in den Farben Space Gray und Moonlight Silver zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 599 Euro. Zu diesem Preis erhalten Käufer die Version mit 32 GByte internem Speicher und 3 GByte RAM.  Die zwei weiteren angekündigten Varianten mit 4 GByte RAM und 64 beziehungsweise 128 GByte internem Speicher sind hierzulande nicht verfügbar. Ob diese später in Deutschland in den Handel kommen, bleibt abzuwarten. Huawei hat dazu keine Angaben gemacht. Auch die neueren Farben Mokkabraun und Gold sind vorerst noch nicht in Deutschland verfügbar.

Design

An der Größe des Huawei Mate 8 hat sich im Vergleich zum Vorgänger praktisch nichts geändert. Mit seinem 6 Zoll großen Display zählt sich das 157,1 mal 80,6 hohe und breite Android-Gerät wie zuvor zu den größten Smartphones am Markt. Es ist beispielsweise noch größer als das Samsung Galaxy S6 Edge+, das 153,2 mal 76,1 Millimeter misst. Allerdings gibt es auch Geräte, die noch etwas länger sind, obwohl sie einen kleineren Bildschirm besitzen. Das ebenfalls von Huawei gefertigte Nexus 6P kommt bei 5,7 Zoll beispielsweise auf 159,3 Millimeter und das iPhone 6S Plus auf 158,2 Millimeter bei 5,5 Zoll. Nichtsdestotrotz ist das 7,9 Millimeter dicke Huawei Mate 8 nur sehr eingeschränkt mit einer Hand zubedienen und passt lediglich gerade noch so in die Hosentasche. Im Sitzen ist dies nicht sonderlich komfortabel.

(Foto: CNET.com)

Das Design hat Huawei leicht überarbeitet und verbessert (Foto: CNET.com)

Am Design und dem Aluminium-Gehäuse hat Huawei beim Mate-7-Nachfolger nochmals etwas gefeilt. Der Rahmen ist nun komplett aus Aluminium und am oberen beziehungsweise unteren Ende nicht mehr mit Kunststoff ersetzt. Dadurch wirkt die Verarbeitung besser als beim Vorgänger. Das Aluminiumgehäuse des Mate 8 hinterlässt mit seinen abgeschliffenen Kanten und aus Metall gefertigten Tasten insgesamt einen sehr hochwertigen Eindruck. Dafür muss man mit 185 Gramm allerdings auch ein höheres Gewicht in Kauf nehmen als bei einem Kunststoffgerät. Für die Antennen sind an der Ober- beziehungsweise Unterseite allerdings immer noch Kunststoffaussparungen vorzufinden, die sich aber nun besser in das Gesamtbild einfügen. Das Mate S wirkt mit seinen aufgedampften Antennen jedoch noch etwas edler.

Optische Änderungen machen sich zudem bei der Kamera, dem Blitzlicht und dem Fingerabdruckscanner bemerkbar. Sie sind nicht mehr eckig, sondern rund. Der Fingerabdruckscanner hat zudem keinen dicken Rand mehr, sondern ist in das Gehäuse eingelassen.

(Foto: CNET.com)

Der Lautsprecher sitzt nun an der Unterseite des Gerätes (Foto: CNET.com)

Den Lautsprecher hat Huawei von der Rückseite an die untere Kante verlegt. Trotzdem zwei Lautsprecher-Öffnungen Stereo-Sound vermuten lassen, verbirgt sich tatsächlich nur ein Mono-Lautsprecher dahinter.

(Foto: CNET.com)

Die Lautstärketasten sind aus Metall und bieten gute Druckpunkte (Foto: CNET.com)

An der rechten Gehäuseseite hat Huawei wie bisher die Lautstärkeregelung und darunter den Power-Button verbaut. Letzterer ist gut zu erreichen, sodass sich die Uhrzeit problemlos mit einer Hand abrufen lässt. Die Lautstärkewippe ist während dem Telefonieren dagegen nicht so bequem mit dem Daumen zu bedienen, solange man das Smartphone wie üblich in der Mitte hält.

(Foto: Übergizmo)

SIM- und microSD-Karte teilen sich nun einen Slot (Foto: Übergizmo).

Auf der linken Seite des Gerätes fällt auf, dass nur noch ein Karteneinschub vorzufinden ist. Allerdings besitzt das Huawei Mate 8 weiterhin einen microSD-Kartenslot. Er teilt sich den Schacht nun mit dem SIM-Karteneinschub, der wieder mit einem SIM-Tool geöffnet werden muss.

Display

Im Gegensatz zum Nexus 6P setzt Huawei beim neuen Mate 8 nicht auf eine höher auflösende QHD-Anzeige mit 2560 mal 1440 Pixel, sondern belässt die Auflösung wie zuvor bei Full HD – also 1.920 mal 1.080 Pixel. Das Display ist zwar mit einer Pixeldichte von 367 ppi ausreichend scharf, dennoch könnte man zu dem Preis auch eine höhere Auflösung erwarten.

(Foto: CNET.com)

Das Display des Huawei Mate 8 löst mit Full-HD auf (Foto: CNET.com).

Geschützt wird das 6 Zoll große Display von Gorilla Glas 4. Außerdem klebt auf dem Huawei Mate 8 von Haus aus eine Folie, die das Display gegen Kratzer und Sprünge schützt. Die Seiten sind nun leicht abgerundet (2.5D).

Huawei verbaut beim Mate 8 ein LCD und nicht wie beispielswese beim im September erschienenen Mate S ein AMOLED-Display. Dies resultiert in natürlicheren Farben, aber weniger starken Kontrasten und satten Schwarzwerten. Dank IPS-Technologie bietet der Bildschirm aber bessere Blickwinkel und eine geringere Farbverfälschung, was besonders bei weißen Flächen auffällt, wenn man etwas von der Seite drauf schaut.

Außerdem ist die Helligkeit höher als bei dem AMOLED-Panel des Mate S. Das Display des Mate 8 ist zwar nicht das hellste am Markt, bewegt sich mit etwas über 500  cd/m² aber auf einem überdurchschnittlichen Niveau. An die Leuchtkraft eines Galaxy S6 Edge kommt es aber beispielsweise nicht ganz heran.

Leistung

Im Inneren des Huawei Mate 8 werkelt die neue CPU der Huawei-Tochter HiSilicon. Dabei handelt es sich um das Achtkernmodell Kirin 950 mit einer Taktrate von bis zu 2,3 GHz. Als GPU ist eine Mali T880 an Bord. Zudem ist ein i5-Koprozessor für Spracherkennung, Navigation sowie verschiedene Funktionen mit geringem Energiebedarf integriert. Der Arbeitsspeicher ist bei dem getesteten Gerät 3 GByte, der interne Speicher 32 GByte groß.

Dank des neuen Kirin-Chips läuft das System des Android-Phablets absolut flüssig und schnell. System-Apps sind fast schon geöffnet, bevor man wieder den Finger vom Bildschirm gehoben hat. Auch aufwendigere Anwendungen sind ohne Verzögerungen auf dem Schirm. Das Mate 8 ist in Sachen Rechnenleistung das schnellste Gerät, das wir bisher getestet haben. Das spiegeln auch die Ergebnisse des Benchmark-Tests wieder. Die CPU- und System-Performance des Mate 8 überflügelt alle bisher erhältlich Android-Konkurrenten.

Die Rechengeschwindigkeit des Smartphones hat CNET mit dem Geekbench-Test ermittelt. Das Tool unterscheidet dabei zwischen Single- und Multi-Core-Leistung. Single-Threaded-Anwendungen profitieren von einer hohen Single-Core-Leistung des Prozessorkerns, während Multi-Threaded-Programme in der Regel schneller ablaufen, je mehr Kerne zur Verfügung stehen.

(Screenshot: Übergizmo)

Geekbench-3- und AnTuTu-Scores (Screenshot: Übergizmo)

In der Single-Core-Wertung hat das Mate 8 1638 Punkte geschafft. Das Nexus 6P erreichte beispielsweise nur 1326, das Galxy S6 Edge+ 1490 Punkte. Im Multi-Core-Score lieferte es überragende 6138 Punkte, womit es ebenfalls vor Konkurrenten wie dem Nexus 6P (4197) oder S6 Edge+ (5158) an der Spitze liegt.

Auch in Sachen Webperformance kann das Huawei Mate 8 auftrumphen. Im Google-Octance-Test liegt es vor seinen Android-Kollegen und muss sich nur den Spitzenreitern Apple iPhone 6S und 6S Plus geschlagen geben.

Die Mali-T880-GPU des Kirin-950-SoCs kann die Konkurrenz dagegen nicht überflügeln. In Sachen Grafikpower liegt das Huawei Mate 8 zwar deutlich über dem Vorgänger Mate 7, aber meist nur gleich auf oder etwas hinter dem Nexus 6P. Im 3D Mark Icestorm Unlimted kam es auf 17883 Punkte. Das Nexus 6P erreichte beispielsweise 21436, das Samsung Galaxy S6 Edge+ 24135 Punkte.

Dafür schafft es das Huawei Mate 8 seine Leistung auch bei länger anhaltender Belastung sehr gut aufrechtzuerhalten. Eine übermäßige Wämreentwicklung war nicht festzustellen. Insgesamt ist das Mate 8 das schnellste Smartphone am deutschen Markt, zumindest solange die ersten Geräte der neuen Generation mit Qualcomms Snapdragon 820 & Co. herauskommen. Im AnTuTu-Bench bestätigt sich die insgesamt hohe Leistung. Das Gerät schloss den Test mit 88532 Punkten ab.

Akkulaufzeit

Die große Stärke des Mate 7 war seine Akkulaufzeit. Mit einer vollen Akkuladung hatte es 17 Stunden im CNET-Labs-Akkutest, bei dem ein HD-Video im Flugmodus bei mittlerer Helligkeit in Dauerschleife über das Display flimmert, durchgehalten, womit es sich zu einem der ausdauerndsten Android-Smartphones zählte. Beim Huawei Mate 8 wurde die Kapazität des Akkus von 4100 auf 4000 mAh reduziert. Allerdings sollte dies der energieeffizientere Prozessor wieder ausgleichen können. Im CNET-Test hat das Mate 8 allerdings nicht ganz den Wert des Vorgängers erreicht. Es hielt nur 15,6 Stunden durch.

(Screenshot: Übergizmo)

(Screenshot: Übergizmo)

Der PCMark-Akkutest attestiert dem Gerät insgesamt dennoch eine deutlich längere Akkulaufzeit. Im Work-Performance-Bench, der die Laufzeit anhand mehrerer alltäglicher Aufgaben wie Webbrowsing, Videowiedergabe und Fotobearbeitung ermittelt, erreichte das Huawei Mate 8 10 Stunden und 34 Minuten. Das Mate 7 kommt laut Datenbank nur auf 5 Stunden und 24 Minuten. Mit seinem Wert überflügelt das Huawei Mate 8 auch alle verglichenen Smartphone-Konkurrenten. Das Nexus 6P schaffte beispielsweise nur 6 Stunden 51 Minuten, das S6 Edge+ 7 Stunden 58 und das Mate S 7 Stunden 24. Auch das Moto Force X kommt mit 7 Stunden 19 Minuten nicht an das Mate 8 heran. Damit hat das neue Huawei-Smartphone eine ausgesprochen lange Akkulaufzeit und ist das ausdauerndste Gerät, das wir bisher getestet haben.

Trotz des großen Akkus ist das Huawei Mate 8 dank Quick Charge wieder schnell geladen. Zumindest bis gut 80 Prozent dauert es nur knapp über eine Stunde. Drahtloses Laden ist beim Mate 8 ab Werk dagegen nicht möglich.

Kamera

Die Auflösung der Kameras hat Huawei beim Mate 8 im Vergleich zum Vorgänger erhöht. Die rückseitige Kamera kommt mit einem Sony-IMX-298-Sensor mit einer Auflösung von 16 Megapixel und verfügt wieder über eine F2.0-Blende. Huawei spendiert dem Mate 8 zudem einen optischen Drei-Achsen-Bildstabilisator und einen schnellen Phasenautofokus. Außerdem ist ein Dualtone-Blitzlicht für Aufnahmen bei Dunkelheit an Bord.

(Foto: CNET.com)

(Foto: CNET.com)

Fotos schießt das Mate 8 mit maximal 4608 mal 3456 Pixel. Videoaufnahmen sind im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten nur mit Full-HD (1080p, 60 fps) möglich. Des Weiteren bietet das Android-Smartphone einen Modus für Zeitraffer- und Zeitlupeaufnahmen mit 720p bei 120 fps.

Die Auflösung der Front-Kamera beträgt nun 8 statt vorherigen 5 Megapixel. Als Blende verwendet Huawei hier F2.4. Videotelefonie ist mit 1080p bei 30 Frames pro Sekunde möglich. Selfies lösen maximal mit 3264 mal 2448 Pixel auf.

(Foto: CNET.com)

(Foto: CNET.com)

Im Automatik-Modus schießt die 16-Megapixel-Kamera des Huawei Mate 8 bei Betrachtung der Bilder auf dem Smartphone ansehnliche Aufnahmen. Nimmt man sie auf dem PC genau unter die Lupe, stellt sich jedoch heraus, dass es den Fotos im Vergleich an Schärfe und Details mangelt. Gerade Objekte in der Ferne, aber auch Nahaufnahmen erscheinen nicht so scharf und detailliert wie beispielsweise beim LG G4 oder gar Mate S, dass eine niedrigere Auflösung bietet. Die Farben erscheinen allerdings satt und auch die Belichtung der Fotos klappte in der Regel gut.

Mate 8 (Foto: CNET)

Mate 8 (Foto: CNET)

LG G4 (Foto: CNET)

LG G4 (Foto: CNET)

Mate 8 (Foto: CNET)

Mate 8 (Foto: CNET)

LG G4 (Foto: CNET)

LG G4 (Foto: CNET)

Mate 8 (Foto: CNET)

Mate 8 (Foto: CNET)

LG G4 (Foto: CNET)

LG G4 (Foto: CNET)

Mate 8 (Foto: Übergizmo)

Mate 8 (Foto: Übergizmo)

Mate S (Foto: Übergizmo)

Mate S (Foto: Übergizmo)

Bei schwierigeren Lichtverhältnissen macht sich beim Huawei Mate 8 ebenfalls früher ein Bildrauschen bemerkbar.

Mate 8 (Foto: CNET)

Mate 8 (Foto: CNET)

LG G4 (Foto: CNET)

LG G4 (Foto: CNET)

Für Umgebungen mit schwachem Licht bringt das Mate 8 aber auch einen Profi-Modus mit, der es erlaubt ISO-Werte und Belichtungszeit (max. 8 Sekunden) einzustellen. Zudem gibt es einen automatischen Supernachtmodus. Damit gelingen auch bei wenig Licht ansehnliche Aufnahmen. Aber auch hier kommt das Android-Phablet nicht an Top-Geräte wie das LG G4 heran. Möglicherweise kann Huawei mit einem Software-Update noch den Fokus und die Schärfe der Aufnahmen verbessern. Bis dahin kann die Kamera bei Fotos nicht mit den sehr guten Komponenten des Gerätes mithalten.

Mate 8 (Foto: CNET)

Supernachtmodus Mate 8 (Foto: CNET)

LG G4 (Foto: CNET)

Profi-Modus LG G4 (Foto: CNET)

Videoaufnahmen gelingen mit dem Mate 8 dank des Bildstabilisators besser. Auch im Laufen gelingen Aufnahmen mit nicht allzu großen Verwacklern. Am Ton gab es nichts auszusetzen. Die Kamera-App bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten und noch einige zusätzliche Funktionen wie Lichtmalerei, Verschönern oder die Modi Panorama und HDR. Zudem gibt es einen Mode zum nachträglichen Ändern des Fokusbereichs in Bildern, zum Einfügen von Wasserzeichen, Erstellen von Audio-Notizen und Einscannen von Dokumenten.

Fingerabdruckscanner

Der Fingerabdruckscanner auf der Rückseite des Huawei Mate 8 ist jetzt nicht nur rund, sondern wurde auch nochmals verbessert. Der chinesische Hersteller will die Erkennung um 10 Prozent verbessert und das Entsperren nochmals verschnellert haben. Der Sensor erkannte den Finger im Test auch stets auf Anhieb und im Grunde fehlerlos. Das Entsperren geht ebenfalls blitzschnell und gefühlt noch einen Ticken schneller als bei der Konkurrenz.

(Foto: CNET.com)

Der Fingerabdruckscanner des Mate 8 arbeitet blitzschnell (Foto: CNET.com)

Der Fingerabdruckscanner kann abgesehen vom Entsperren des Gerätes noch für einige weitere Funktionen genutzt werden. Nutzer können damit das Aufnehmen von Fotos und Videos auslösen, Anrufe entgegennehmen oder den Alarm stoppen. Die praktischste Zusatzfunktion, die der Sensor beispielsweise beim Mate S bietet, hat Huawei aber leider nicht integriert. Beim Mate 8 lässt sich mit einem Wisch über den Sensor leider nicht die Benachrichtigungsleiste herunterfahren.

Sound

Durch die Positionierung des Mono-Lautsprechers in der Kante hat sich der Sound des Huawei Mate 8 gegenüber dem Vorgänger etwas verbessert. Der Mono-Lautsprecher klingt natürlich nicht so gut wie Front-Stereo-Lautsprecher anderer Konkurrenten, liefert aber einen annehmbaren Sound. Auch die Lautstärke ist in Ordnung. Durch die neue Positionierung an der Unterseite passiert es aber häufiger, dass man den Lautsprecher beim Videoschauen im Landschaftsmodus zuhält.

(Foto: CNET.com)

Beim Videoschauen im Landschaftsmodus hält man den Lautsprecher gerne einmal unbeabsichtigt zu (Foto: CNET.com)

Kommunikation

An Kommunikationsmöglichkeiten bietet das Huawei Mate 8 nun auch das volle Programm. An Bord sind neben LTE Cat. 6 mit Downloadraten von bis zu 300 MBit/s und WLAN 802.11 a/b/g/n nun endlich auch Dual-Band-WiFi nach 802.11ac. Dazu gesellen sich Bluetooth 4.2, GPS, Glonass und auch NFC. Zudem ist das Huawei Mate 8 Dual-SIM-fähig und bietet einen Kombislot für zwei NanoSIM-Karten. Allerdings kann die zweite SIM nur alternativ zu einer microSD-Karte genutzt werden.

Betriebssystem

Das Huawei Mate 8 ist ab Werk schon mit der aktuellsten Betriebssytemversion Android 6.0 Marshmallow ausgestattet und somit in Sachen Features und vor allem Sicherheit auf dem neuesten Stand. Googles Android hat Huawei wie üblich mit seinee Emotion-UI-Oberfläche angepasst, die beim Mate 8 in Version 4.0 zum Einsatz kommt. Wie zuvor platziert Huawei alle Apps auf dem Homescreen und schafft den App-Drawer ab. Das ist sicherlich Geschmackssache, kann aber leicht durch einen alternativen Launcher angepasst werden. Zudem verändert Huawei die Benachrichtigungsleiste und die Einstellungen. Um an die Quick-Settings heranzukommen, muss man hier nach dem herunterziehen der Statusbar nochmals nach links wischen.

(Screenshot: CNET)

(Screenshot: CNET)

Dafür erweitert Huawei das OS um einige nützliche Funktionen wie seine Fingerknöchel-Gesten. Klopft man zweimal mit einem Knöchel auf den Bildschirm, nimmt das Gerät einen Screenshot auf. Führt man die gleiche Geste mit zwei Knöcheln aus, fertigt das Gerät ein Video mit 15 fps von den auf dem Bildschirm ausgeführten Aktionen auf. Zudem gibt es einen Taschenmodus, der die versehentliche Bedienung in der Hosetasche unterbinden soll, sowie einen Handschuhmodus.

Fazit

Mit dem Mate 8 hat Huawei wie schon im letzten Jahr eines der besten Android-Phablets auf dem Markt im Angebot. Aufgrund der Größe ist es sicherlich nur für eine spezielle Nutzergruppe interessant. Wer sich aber mit den Maßen und dem hohen Gewicht anfreunden kann, der sollte das Mate 8 mit ganz oben auf seine Liste schreiben. Das Gerät kommt mit einem hochwertigen Aluminium-Design und ist aktuell das schnellste und ausdauerndste Android-Smartphone am Markt. Glänzen kann das Mate 8 auch mit einem sehr schnellen Fingerabdruckscanner und dem neuesten Android 6.0 als OS. Ein weiter Pluspunkt könnte für einige Nutzer auch die Dual-SIM-fähigkeit sein.

Das Display hat sich im Vergleich zu vor einem Jahr nicht groß verbessert. Es ist zwar hell, aber nicht das schärfste. Konkurrenten bieten hier höhere Auflösungen. Auch der Sound entspricht nur dem Durchschnitt und die 16-Megapixel-Kamera konnte nicht voll überzeugen. Zudem dürften die Anpassungen von Huawei am Betriebssystem Geschmackssache sein. Und wer ein Phablet mit Stiftbedienung sucht, ist beim Mate 8 ebenfalls falsch. Im Großen und Ganzen hat Huawei beim Mate 8 aber dennoch eine sehr gute Arbeit geleistet.

[Mit Material von Jessica Dolcourt, CNET.com & Matthias Sternkopf, Übergizmo.de]

Autor: Christian Schartel
Christian Schartel Christian Schartel Christian Schartel

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Huawei Mate 8 im Test: Spitze in Leistung und Akkulaufzeit

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *