Google Chrome 48: Update beseitigt 37 Schwachstellen

Google schließt unter anderem Lücken in der Browserengine Blink und der JavaScript-Engine V8. Die Patches sind Bestandteil der Final von Chrome 48, die aber auch neue Entwicklerfunktionen mitbringt.

Das Chrome-Update, das Google jetzt veröffentlicht hat, schließt insgesamt 37 Sicherheitslücken, die unter Umständen benutzt werden können, um Schadcode einzuschleusen und innerhalb der Sandbox des Browsers auszuführen. Die Final von Chrome 48 bringt aber auch neue Entwicklerfunktionen mit, unter anderem für anpassbare Web-Benachrichtigungen.

Logo Chrome (Bild: Google)

Logo Chrome (Bild: Google)

Chrome 48.0.2564.82 steht ab sofort für Windows, Mac OS X und Linux zur Verfügung. Nutzer, die den Browser bereits installiert haben, erhalten das Update automatisch. Es kann aber auch von der Google-Website geladen werden.

Wie immer enthalten die Versionshinweise nur Details zu ausgesuchten Schwachstellen, um Nutzern mehr Zeit zu geben, das Update zu installieren. Demnach haben die Entwickler Löcher in der JavaScript-Engine V8 und PDFium gestopft, von denen ein hohes Risiko ausgeht. Als „mittel“ bewertet Google indes zwei Fehler in der Browserengine Blink, die unter anderem dazu führen können, dass der Browser persönliche Informationen preisgibt. Eine andere Anfälligkeit steckt in der Omnibox. Das Update soll außerdem URL-Spoofing verhindern.

Google zahlte den Entdeckern der Sicherheitslücke eine Belohnung von insgesamt 10.500 Dollar. Jeweils 3000 Dollar gingen an einen anonymen Nutzer und an einen Sicherheitsforscher, der sich „cloudfuzzer“ nennt, sowie 2000 Dollar an Christoph Diehl, Security Engineer bei Mozilla. Die Höhe der Prämie richtet sich nach dem Schweregrad der gefundenen Anfälligkeit.

Neu in Chrome 48 ist, dass Entwickler die mit Chrome 42 eingeführten Web-Benachrichtigungen um eigene Schaltflächen erweitern können. Als Beispiel nannte Google schon im Dezember eine Wetter-App, die mit den neuesten Wetterinformationen auch die Optionen bietet, eine Erinnerung zu erstellen oder ein Taxi zu bestellen.

Die neue Presentation API sowie ein Cast Web SDK erlauben es, Inhalte von Websites als Präsentation an den Streamingstick Chromecast oder andere Google-Cast-fähige Geräte zu übertragen. Ein Anwendungsbeispiel wäre eine Website, die eine Präsentation auf einen Fernseher überträgt und die Steuerung per Android-Mobilgerät erlaubt.

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[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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