Coolpad stellt Mittelklasse-Smartphones Torino S und Porto S vor

Das 4,7 Zoll große Coolpad Torino S kostet 199 Euro und kommt mit einem funktionsreichen Fingerabdruckscanner, der verschiedene Finger für unterschiedliche Aufgaben nutzen kann. Das Porto S kostet nur 129 Euro und verfügt über ein 5-Zoll-HD-Display, LTE und Dual-SIM.

Der in Deutschland noch recht unbekannte chinesische Hersteller Coolpad will nach dem 5,5-Zoll-Modell Modena mit zwei weiteren neuen Android-Geräten den europäischen Smartphone-Markt erobern. In München hat das ehemals China Wireless Technologies genannte Unternehmen das 4,7 Zoll große Mittelklasse-Modell Torino S und das 5 Zoll große Einsteiger-Gerät Porto S vorgestellt.

(Foto: Übergizmo)

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Das Coolpad Torino S wird in den Farben Weiß und Champagner Gold zu einer UVP von 199 Euro in den Handel kommen. Erhältlich soll es bei allen bekannten Händlern und Online-Shops sein. Das Coolpad Porto S wird in Weiß und Dunkelgrau zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 129 auf den Markt kommen.

Auf dem Smartphone-Markt tummeln sich unzählige Hersteller. Christoph Lichtenberg, Country-Manager Deutschland und Schweiz bei Coolpad, erklärt in München, wie sich das Unternehmen mit seinen zwei Geräten von der Konkurrenz abheben will: „Das Smartphone-Design ist einer der entscheidenden Kaufgründe. Der erste Eindruck zählt. Sowohl das neue Coolpad Porto S als auch das neue Torino S können durch ihr schlankes und kompaktes Design überzeugen. Einfach gesagt, cool at first touch. Wir bringen High-End-Features wie leistungsstarke Prozessoren, LTE oder Fingerabdrucksensor in neue Preisklassen. Das Coolpad Torino S beweist das durch den innovativen Fingerabdrucksensor und das 2.5D-Edge-Curved-Glas-Design. Coolpad wird mit dem Vertrieb in Deutschland und der Schweiz ab Februar starten“, so Lichtenberg.

Günstig, aber dennoch mit Premium-Designmerkmalen und Funktionen, die in der Regel höherpreisigen Geräten vorbehalten sind, ist also bei Coolpad die Devise. Und tatsächlich gibt es nur wenige Hersteller wie beispielsweise Honor oder Xiaomi, die einen Fingerabdruckscanner zu diesen Preisen verbauen.

Coolpad Torino S

Das Torino S ist das etwas teurere und besser ausgestattete Modell von Coolpad, das mit einem Preis von 199 Euro aber dennoch zu den günstigen Geräten am Markt zählt. Aktuell konkurriert es etwa mit Smartphones wie dem Motorola Moto G 3 (16 GB), einem Huawei P8 Lite oder einem Archos Diamond S, die zu ihrer Einführung fairerweise aber geringfügig teurer waren. Am 4. Februar wird zudem Honor das 5X in Deutschland auf den Markt bringen, das ebenfalls um die 200 Euro kosten soll und vermutlich einer der härtesten Konkurrenten des Torino S werden dürfte.

(Foto: Übergizmo)

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Funktionsreicher Fingerabdruckscanner  

Abheben kann sich das Torino S hauptsächlich durch den verbauten Fingerabdruckscanner. Dieser ist nicht nur ein seltenes Ausstattungsmerkmal in der Preisklasse, Coolpad hat sich auch Gedanken gemacht, wie man diesen noch praktisch einsetzen könnte, abgesehen vom üblichen Entsperren des Gerätes. Für fünf Finger können bei dem Smartphone unterschiedliche Funktionen oder Apps einprogrammiert werden. Das Entsperren können sich Nutzer beispielsweise auf den Daumen, den Anruf des Lebenspartners auf den Ringfinger, die Aufnahme von Gesprächen auf den Zeigefinger, das Auslösen eines Selfies oder sicheres mobiles Bezahlen auf den kleinen Finger und wenn – sie böswillig sind – den Anruf der Schwiegermutter auf dem Mittelfinger legen. Damit hat das Torino S sogar einigen Premium-Geräten etwas voraus.

Der Fingerabdruckscanner soll auch besonders schnell (Entsperren in 0,5 Sekunden) und zuverlässig (für 10 Millionen Berührungen ausgelegt) sein sowie den Finger aus allen Richtungen erkennen können. Sogar mit nassen Fingern soll der Sensor von Coolpad zurechtkommen. Der Hersteller spricht von einem 360-Grad-Fingerabdrucksensor und einer Zuverlässigkeit von 99,9 Prozent.

Ausstattung

Die übrige Ausstattung des 199 Euro teuren Gerätes kann sich für seinen Preis ebenfalls sehen lassen. Sie liegt auf einem Niveau mit ähnlichen teuren Geräten, hebt sich nun aber auch nicht sonderlich von ähnlich günstigen Modellen wie dem Moto G 3 oder Huawei P8 Lite ab. Das Honor 5X bietet in einigen Bereichen beispielsweise noch bessere Hardware, aber solange der offizielle Preis für den deutschen Markt noch nicht bekannt ist, ist ein Vergleich eher spekulativ.

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Das Torino S verfügt über ein 4,7 Zoll großes HD-Display mit einer Auflösung von 1280 mal 720 Pixel und einem an den Seiten abgerundeten 2,5D-Glas, das beim Darüberwischen ein nahtloseres Gefühl hinterlässt. Das ist angenehm, aber sicherlich kein entscheidendes Kaufkriterium – höchsten das Zünglein an der Waage.

Angetrieben wird das Gerät von Qualcomms Snapdragon-410-Prozessor mit 1,2 GHz, der beispielsweise auch im Moto G 3 verbaut ist, dort aber mit 1,4 GHz taktet. Der CPU stehen 2 GByte RAM zur Seite. Der interne Speicher des Coolpad Torino S ist 16 GByte groß und kann per microSD-Kartenslot erweitert werden. Der Akku hat allerdings nur eine Kapazität von 1.800 mAh. Die Akkulaufzeit fällt mit einer Standby-Zeit von 200 Stunden im 3G-Netz und einer Gesprächszeit von 4 Stunden auch sehr kurz aus.

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Die Hauptkamera des Torino S löst mit 8 Megapixel auf und ist mit einer f/2.2-Blende und einem LED-Blitz ausgestattet. Bei der Konkurrenz gibt es schon Knipsen mit 13 Megapixel. Die Kamerasoftware bietet aber ebenfalls Effekte und Modi wie Beauty Mode, Audio-Foto, Bild in Bild oder Smile Mode. Videos können in Full-HD aufgenommen werden. Einen optischen Bildstabilistor gibt es wie bei Premium-Geräten für diesen Preis natürlich nicht. Auf der Vorderseite ist noch eine 5-Megapixel-Kamera mit f/2.2-Blende für Selfies und Videotelefonie verbaut.

(Foto: Übergizmo)

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An Kommunikationsmöglichkeiten bietet das 139 mal 67,8 mal 7,9 Millimeter große und 120 Gramm schwere Android-Smartphone LTE Cat 4, HSPA+, WLAN 802.11 /g/n, Bluetooth 4.1, GPS und Glonass. NFC ist nicht an Bord. Dafür ist das Gerät aber Dual-SIM-fähig. Es kann eine micro- und eine nanoSIM gleichzeitig genutzt werden. Der zweite Slot kann aber nur anstelle einer Speicherkarte für eine zweite nanoSIM verwendet werden. Als OS kommt noch Android 5.1 Lollipop samt der Benutzeroberfläche CoolUI 8.0 und nicht das neueste Android 6.0 Marshmallow zum Einsatz.

Ob das Coolpad Torino S hält was es verspricht und ob der Fingerabdruckscanner tatsächlich so zuverlässig und flott ist, das verrät das folgende Hands-On-Video unserer Schwesterseite Übergizmo.de.

Coolpad Porto S

Das Coolpad Porto S richtet sich mit seinem Preis von 129 Euro an Einsteiger. Die Hardware-Ausstattung ist aber auch hier für seinen Preis ordentlich und liegt meist über dem Durchschnitt. Das Smartphone verfügt über ein 5 Zoll großes HD-Display mit einer Auflösung von 1280 mal 720 Pixel, was einer Pixeldichte von 294 ppi entspricht. Eine Technologie namens MiraVision soll die Qualität des Bildes noch verbessern. Sie soll dafür sorgen, dass Inhalte lebendiger und satter bei gleichzeitig höherer Detailtreue dargestellt werden. Zudem soll eine Ambient-Light-Adaptive genannte Technik den Stromverbrauch bei der Multimedia-Wiedergabe verringern, indem die Hintergrundlichtstärke automatisch an das Umgebungslicht angepasst wird.

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Im Inneren des Coolpad Porto S werkelt ein Prozessor von MediaTek. Dabei handelt es sich um den 64-Bit-Quad-Core-Prozessor MT6735P, der seine Arbeit allerdings nur mit 1 GHz verrichtet und damit etwas langsamer ist als der Durchschnitt der Konkurrenz. Wie üblich gibt es in dieser Preisklasse 1 GByte RAM und 8 GByte internen Speicher für System und Daten. Wer mehr Speicherplatz für Bilder, Videos und Spiele benötigt, kann aber die Kapazität per microSD-Karte um bis zu 64 GByte erweitern.

(Foto: Übergizmo)

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Der 2000-mAh-Akku des Coolpad Porto S soll eine Gesprächszeit von 8 Stunden und eine eher magere Standby-Zeit in einem 3G-Netz von 6,5 Tagen ermöglichen. Mit Batteriesparmodus hält das Gerät laut Hersteller aber noch etwas länger.

Auf der Rückseite kommt eine 8-Megapixel-Hauptkamera mit LED-Blitz, BSI-Sensor und f/2.4-Blende zum Einsatz, die Videos in Full-HD aufzeichnet. Die Auslösezeit liegt laut Coolpad bei unter 0,5 Sekunden. Zudem gibt es einen Vierfach-Digital-Zoom und für Selfie-Fans natürlich auch eine Frontkamera, die mit 2 Megapixel auflöst und einen BSI-Sensor sowie eine f/2.4-Blende integriert.

(Foto: Übergizmo)

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An Kommunikationsmöglichkeiten bietet das Coolpad Porto S LTE Cat 4 mit Downloadraten von bis zu 150 MBit/s sowie VoLTE-Support, UMTS, WLAN 802.11 g/n und Bluetooth 4.0, aGPS und Glonass. Außerdem ist auch das günstigere Gerät von Coolpad Dual-SIM-fähig. Es kann auch hier eine micro- und eine nanoSIM gleichzeitig genutzt werden. Der zweite Slot kann aber nur anstelle einer Speicherkarte für eine zweite nanoSIM verwendet werden. LTE und Dual-SIM sind bei diesem Preis bei weitem keine Selbstverständlichkeit. Außerdem gehören noch ein Umgebungslicht-, Annäherungs- und Beschleunigungssensor, FM-Radio und eine Kopfhörerbuchse zum Ausstattungspaket des Porto S dazu.

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Als Betriebssystem kommt auch hier noch das ältere Android 5.1 Lollipop zum Einsatz. Coolpad verspricht aber regelmäßige Updates, um die Sicherheit des Gerätes auf dem neuesten Stand zu halten.

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Mit nur 125 Gramm zählt sich das Coolpad Porto S außerdem zu den leichteren Smartphones am Markt. Das Moto G 3 kommt beispielsweise auf 155 Gramm. Mit 143 mal 72 mal 7,6 mm ist es auch recht kompakt und dünn. Allerdings gibt es noch kompaktere Geräte wie das Huawei P8 Lite, das bei einem größeren 5,2- Zoll-Display auf schlankere 143,0 mal 70,6 kommt. Es wiegt mit 131 Gramm auch nicht viel mehr. Dennoch leistet sich das Porto S beim Design für seinen Preis keine Schwächen.

Auch das Coolpad Porto S konnte unsere Schwesterseite Übergizmo.de schon in München in die Hand nehmen. Ob der 1 GHz schnelle Prozessor für ein flüssiges System sorgt oder die Kamera wirklich so schnell auslöst beantwortet folgendes Hands-On-Video:

Das erste Smartphones von Coolpad, mit dem es auch den deutschen Markt erobern wollte, das 5,5 Zoll große Modell Modena, kostet übrigens 169 Euro und wurde von CNET im Artikel Coolpad steigt mit 5,5-Zoll-Android-Smartphone Modena in Deutschland ein behandelt.

Autor: Christian Schartel
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