Akku geht schnell leer: Zeit den Akku meines Windows-Notebooks auszuwechseln?

Um unter Microsoft Windows 7, 8 oder 10 herauszufinden, ob der Akku selbst der Auslöser für eine kurze Akkulaufzeit ist, kann man sich einer Funktion namens „Energy Report“ beziehungsweise „Battery Report“ bedienen.

Wenn trotz allen möglichen Energiespartricks wie das Reduzieren der Helligkeit oder Ausschalten von Energieverschwendern wie Bluetooth der Akku des Windows-Notebooks nicht mehr lange hält, könnte es an der Zeit sein, den Akku des Gerätes aufgrund von Alterserscheinungen auszuwechseln.

Die Kapazität eines Akkus, sprich die Menge Energie, die er fassen kann, reduziert sich im Verlauf der Zeit, bis der einst ausdauernde Laptop nur noch ein paar Stunden ohne Steckdose auskommt.

Energy Report & Battery Report

(Screenshot: CNET.de)

Um unter Windows herauszufinden, ob der Akku selbst der Auslöser für eine kurze Akkulaufzeit ist, kann man sich einer Funktion namens „Energy Report“ beziehungsweise „Battery Report“ bedienen. Ein Energy oder Battery Report kann unter Windows 7, 8 oder dem neuen Windows 10 über die Eingabeaufforderung generiert werden.

Die Eingabeaufforderung lässt sich am einfachsten öffnen, indem man auf den Windows-Button klickt, der sich in der Regel in der unteren, linken Ecke des Desktops befindet, und  – wenn das Symbol nicht sowieso direkt im Startmenü auftaucht – in die Suche die ersten Buchstaben des Wortes „Eingabeaufforderung“ eintippt. Anschließend klickt man in der Ergebnisliste mit der rechten Maustaste auf den entsprechenden Eintrag und wählt „als Administrator ausführen“ aus.

Unter Windows 8.1 führen Anwender mit dem Finger oder der Maus eine Wischbewegung vom rechten Bildschirmrand aus und tippen in der Charm-Bar auf die Suche. Anschließend geben sie im Suchfeld wiederum die ersten Buchstaben des Textes „Eingabeaufforderung“ ein, tippen respektive klicken auf die Kategorie „Apps“ und dann das entsprechende Ergebnis. Microsoft demonstriert das Vorgehen auch nochmals auf seiner Webseite. Die Eingabeaufforderung sollte auch hier mit Administratorrechten geöffent werden.

Hat sich das Fenster der Eingabeaufforderung geöffnet, geben Notebook-Besitzer unter Windows 7 den Befehl „powercfg –energy“ und unter den neueren Windows-Versionen „powercfg /batteryreport“ ein.

(Screenshot: CNET.de)

Befehl zum Generieren eines Energy Reports unter Windows 7 mit Angabe des Speicherortes (Screenshot: CNET.de)

Dies generiert ein HTML-Dokument, das Statistiken zum Akku des Gerätes anzeigt. Standardmäßig wird der File im Verzeichnis C:\ abgelegt. Um ihn später leichter zu finden, können Anwender mit dem Parameter „–output“ (Win 7) oder „/output“ (Win 8 und 10) das Verzeichnis und den Dateinamen festlegen.

Der komplette Befehl lautet für Windows 7 entsprechend:

powercfg –energy –output Laufwerk:\Verzeichnis\Dateiname.html

und für Windows 8 und 10:

powercfg /batteryreport /output Laufwerk:\Verzeichnis\Dateiname.html

Nachdem der Energy oder Battery Report generiert ist, sucht man das spezifizierte Verzeichnis auf und öffnet den HTML-File mit einem Doppelklick. Die Übersicht hält zahlreiche Informationen zum Akku bereit.

Akkukapazität herausfinden

Um herauszufinden, ob der Akku schwächelt, ist unter Windows 7 der Punkt „Akku: Akkuinformationen“ interessant, der die Werte zur „vorgesehenen Akkukapazität“ und der „letzten vollständigen Aufladung“ anzeigt.

(Screenshot: CNET.de)

Energy Report unter Windows 7 (Screenshot: CNET.de)

Der Battery Report unter Windows 8 oder 10 listet diese Werte unter „Installed batteries“ auf. Hier heißen sie „Design Capacity“ und „Full Charge Capacity“.

(Screenshot: CNET.de)

Battery Report unter Windows 10 (Screenshot: CNET.de)

Anhand der angegeben Werte kann man nun erkennen, wie hoch die Akkukapazität zum Kauf des Gerätes (vorgesehene Akkukapazität oder Design Capacity) war und wie viel Energie die Batterie jetzt noch fast (letzte vollständige Aufladung oder Full Charge Capacity).

In unserem Beispiel hatte das Windows-7-Notebook eine vorgesehene Akkukapazität von 57720 mWh und bei der letzten vollständigen Aufladung nur noch 39940 mWh. Der Akku hat also gut 30 Prozent seiner Kapazität bereits verloren. Bei diesem Wert könnte man einen Austausch des Akkus erwägen, falls man das Notebook noch weiter verwenden möchte.

Das Windows-10-Notebook ist dagegen noch sehr neu. Hier liegt die Full Charge Capacity mit 44 Wh sogar noch über dem Wert der Design Capatcity mit 42 Wh. Ein Austausch des Akkus muss hier nicht erwägt werden.

[Mit Material von Sharon Profis, CNET.com]

Autor: Christian Schartel
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