HP startet Testerprogramm für Tintenlieferdienst Instant Ink

Um sich als Tester zu bewerben, ist eine Registrierung erforderlich. HP wählt dann aus den Bewerbern geeignete Tester für das Testerprogramm aus. Sie bekommen dann einen kompatiblen Drucker gestellt, den sie nach Abschluss der Testphase auch behalten können.

Um seinen im September eingeführten Tintenlieferdienst Instant Ink bekannter zu machen, hat HP hat ein Testerprogramm für seinen Service gestartet. Bis 21. Februar kann sich jeder Interessierte ab 18 Jahren mit einer Registrierung auf der Hersteller-Website dafür bewerben. Generell lässt sich das Tintenabo bis zum 29. Februar kostenlos ausprobieren.

HP Instant Ink rechnet nicht nach verbrauchter Tinte ab, sondern nach der Anzahl gedruckter Seiten. Patronen werden von kompatiblen Druckern automatisch nachbestellt (Bild: HP).

HP Instant Ink rechnet nicht nach verbrauchter Tinte ab, sondern nach der Anzahl gedruckter Seiten. Patronen werden von kompatiblen Druckern automatisch nachbestellt (Bild: HP).

HP wählt dann aus den eingegangenen Bewerbungen geeignete Tester aus. Das Unternehmen will dabei darauf achten, dass hinsichtlich Faktoren wie Alter, Familienstand und Beruf eine möglichst breite Auswahl vertreten ist. Jeder Teilnehmer bekommt im Rahmen des Testerprogramms einen zu Instant Ink kompatiblen Tintenstrahldrucker gestellt, den er nach erfolgreichem Abschluss auch behalten darf.

Nutzer kompatibler Druckermodelle der HP-Serien Envy 4500, 5530, 5640, 7640, OfficeJet 3830, 4630, 5740 sowie OfficeJet Pro 6830, 8610 und 8620 müssen dem Konzept nach Patronen nicht mehr im Handel nachkaufen. Stattdessen werden diese von den jeweiligen Druckern automatisch nachbestellt und von HP rechtzeitig geliefert. Dafür muss ein zu Instant Ink kompatibles Gerät, zu denen eigentlich alle Modelle gehören, die HP ePrint unterstützen, per WLAN oder Ethernet mit dem Internet verbunden sein.

Instant Ink kalkuliert mit einem bestimmten, zuvor festgelegten Druckvolumen pro Monat und nicht mit der Menge der verbrauchten Tinte. Daher ist er für Nutzer finanziell umso attraktiver, je mehr Fotos oder Farbseiten sie ausdrucken. E-Mail-Ausdrucker fahren dagegen tendenziell eher schlecht damit. Entsprechend ihres Druckvolumens können HP-Kunden zwischen drei Paketen mit 50, 100 oder 300 Seiten wählen. Pro Monat kosten diese pauschal 2,99, 4,99 oder 9,99 Euro.

HP zufolge hat sich das Abomodell in den USA bereits bewährt. Dort sei man von der hohen Anzahl an Registrierungen „überwältigt“. HP-Manager Thom Brown wies im Gespräch mit ITespresso.de darauf hin, dass die Adaptionsrate nach sechs Monaten höher als bei Netflix in seiner Anfangszeit sei – womit man ausgesprochen zufrieden sei. Auch aus Großbritannien und Frankreich habe man seit der Einführung von Instant Ink positive Reaktionen erhalten.

Für Instant Ink nutzt HP etwas größere als die normalerweise verwendeten Patronen. Es kommen jeweils zwei zum Einsatz – eine mit schwarzer Tinte, eine mit Cyan, Gelb und Magenta. Falls die schwarze Tinte wider Erwarten doch ausgeht, kann ein „falsches“ Schwarz aus der Farbpatrone gemischt werden, bis wieder eine Schwarzpatrone eingesetzt wird. Da bei Instant Ink nur pro Seite gezahlt wird, erwarten Nutzer dadurch keine höheren Kosten.

Im Rahmen des Abos lassen sich auch in einem Monat nicht gedruckte Seiten in den Folgemonat mitnehmen. Allerdings können nicht mehrere Monate akkumuliert werden. Dafür steht Nutzern in der Verwaltungsoberfläche für ihr Abo die Möglichkeit offen, dieses jeweils zum nächsten Monat in eine der beiden anderen Stufen umzustellen oder auch einmal zu pausieren. Außerdem lässt sich das Abo jederzeit kündigen, um die Patronen wieder wie gewohnt im Handel zu erwerben.

Das Angebot richtet sich ausdrücklich an Privatnutzer. Möglicherweise nutzt HP die Ergebnisse des Testprogramms aber, um später ein ähnliches Angebot für kleine Büros oder das Home Office zu entwickeln. Außerdem könnte es die Preise und Seitenzahlen pro Monat anpassen, falls sich bei den Tests herausstellen sollte, dass die aktuelle Einteilung nicht marktgerecht ist.

[mit Material von Rainer Schneider, ITespresso.de]

Tipp: Wie gut kennen Sie sich mit Druckern aus? Testen Sie Ihr Wissen – mit 12 Fragen auf ITespresso.de.

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

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