MWC: FRITZ!Box 7581 und 7582 mit höheren Geschwindigkeiten angekündigt

Die AVM Fritzbox 7581 ermöglicht dank Vectoring und Channel Bonding Datenraten von bis zu 300 MBit/s. Die AVM Fritzbox 7582 kommt sogar auf Geschwindigkeiten von bis zu 1 GBit/s. Die neuen Router werden auf dem MWC ausgestellt.

Mit den Modellen 7581 und 7582 hat AVM zwei neue FRITZ!Box-Router angekündigt, die Support für die neuesten VDSL-Breitbandtechnologien bieten. Sie erlauben dank Supervectoring sowie Kanalbündelung respektive G.Fast höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. AVM wird die FRITZ!Box 7581 und 7582 auf dem Mobile World Congress ausstellen, der vom 22. bis 25. Februar in Barcelona abgehalten wird.

(Bild: AVM).

Auf dem MWC stellt AVM neue FRITZ!Box-Router mit höheren Übertragungsgeschwindigkeiten vor (Bild: AVM).

Die FRITZ!Box 7581 verwendet Super Vectoring 35b und Channel Bonding, um mehr Daten über die Kupferdoppelader der Telefonleitung übertagen zu können. Super Vectoring bewirkt eine Erweiterung der Bandbreite für die Übertragung auf 35 MHz. Normalerweise endet der Frequenzbereich von VDSL bislang bei 30 MHz. Die Kanalbündelung steigert den Datendurchsatz auf vorhandenen Kupferleitungen auf bis zu 240 MBit/s, indem es mehrere Leitungen bündelt. Dank einer Kombination von Vectoring und Channel Bonding ermöglicht die FRITZ!Box 7581 eine Datenrate von bis zu 300 MBit/s.

Die Fritzbox 7582 kommt sogar auf Geschwindigkeiten von bis zu 1 GBit/s. Der AVM-Router setzt neben Super Vectoring 35b auch den VDSL2-Nachfolger G.Fast ein. Dies sorgt für eine Bandbreitenerweiterung auf 106 beziehungsweise 212 MHz. Allerdings sollen diese hohen Datenraten nur auf Leitungen mit einer maximalen Länge von 300 Metern möglich sein. Laut AVM eignen sich beide neuen Fritzbox-Modelle für Dienste wie Internet-Fernsehen, Streaming oder IP-Telefonie.

Die übrige Austattung der beiden neuen Fritzboxen ist identisch. Beide kommen mit Dual-Band-WLAN und funken simultan im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband. Das erlaubt es wiederum, eine theoretische Datenrate von bis zu 1300 MBit/s nach dem IEEE-Standard 802.11ac mit einem maximal möglichen Durchsatz von 450 MBit/s nach IEEE 802.11n zu kombinieren. Des Weiteren besitzen beide Router vier Gigabit-LAN-Ports und zwei USB-3.0-Schnittstellen. Außerdem verfügen sie jeweils über zwei Anschlüsse für analoge Telefone respektive Faxgeräte. An Bord ist auch eine DECT-Basis für Schnurlostelefone und Smart-Home-Anwendungen.

AVM will auf dem MWC darüber hinaus auch noch die Fritzbox 7580 vorstellen. Der VDSL-Router verfügt über insgesamt acht Antennen und unterstützt neben dem Vectoring-Verfahren für Geschwindigkeiten von bis zu 200 MBit/s ebenso Dual-Band-WLAN mit Multi-User-MIMO-Technik. Dadurch kann er vier Geräte gleichzeitig mit vier Datenströmen versorgen (4×4 MIMO). Das ergibt laut AVM eine Brutto-Geschwindigkeit von bis zu 2533 MBit/s.

An Schnittstellen bringt das Gerät unter anderem einen Gigabit-WAN-Port mit, der es dem Berliner Hersteller zufolge erlaubt, die Fritzbox 7580 auch an Kabel- oder Glasfasermodems zu betreiben. Außerdem vorhanden sind vier Gigabit-LAN-Ports, zwei USB-3.0-Schnittstellen, zwei Analoganschlüsse, eine DECT-Basis und ein ISDN-S0-Port.

Für die direkte Anbindung an Glasfaseranschlüsse eignet sich die neue Fritzbox 5490. Hierfür setzt AVM nach eigenen Angaben auf die aktive Punkt-zu-Punkt-Technologie. Das Fritzbox-Modell erreicht dadurch eine Datenrate von bis zu 1 GBit/s, die laut Hersteller auch im Heimnetz bereitgestellt wird. Abgesehen vom WAN-Port bietet die Fritzbox 5490 dieselben Anschlussmöglichkeiten wie die Fritzbox 7580.

Als Ergänzung zu dem in Deutschland bereits seit Januar zum Verkauf stehenden 4G-Router Fritzbox 6820 LTE präsentiert AVM auf dem MWC den mit einem Kabelmodem ausgestatteten WLAN-Router Fritzbox 6590 Cable. Dieser kommt dank Docsis-3.0-Kanalbündelung auf Downloadraten von bis zu 1,7 GBit/s sowie auf Uploadgeschwindigkeiten von maximal 240 MBit/s. Zudem ist ebenfalls Dual-Band-WLAN mit Multi-User-MIMO-Technik (4×4) an Bord, die wiederum Brutto-Geschwindigkeiten von bis zu 1733 MBit/s im 802.11ac-Netz beziehungsweise von maximal 800 MBit/s im 802.11n-Netz erlaubt.

[Mit Material von Rainer Schneider, ITespresso.de & Björn Greif, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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