Ford SYNC 3 mit Android Auto und Apple CarPlay kommt im Sommer nach Europa

Ford SYNC 3 kommt mit einer verbesserten Oberfläche und Bedienung, besserer Sprachsteuerung und integriert nun auch Android Auto und Apple CarPlay. Ford wir es zuerst für die Fahrzeuge der Mondeo-, S-MAX- und Galaxy-Baureihen anbieten.

Ford hat auf dem Mobile World Congress in Barcelona bestätigt, dass die dritte Generation seines Kommunikations- und Entertainmentsystems „SYNC“ ab Sommer auch in Deutschland verfügbar ist. Ford SYNC 3 mit AppLink, Android Auto und Apple CarPlay wird der Autobauer als optionale Ausstattung für die Baureihen Mondeo, S-MAX und Galaxy anbieten. Zu einem späteren Zeitpunkt soll es auch in die SUVs der Kuga- und Edge-Serie integrierbar sein.

(Foto: Übergizmo)

Ford SYNC 3 kommt im Sommer 2016 nach Europa (Foto: Übergizmo)

Mit Ford SYNC 3 können Autofahrer ihr angeschlossenes Smartphone sowie Audio-, Navigations- und Klimatisierungsfunktionen per Sprachbefehl steuern. Ford SYNC 3 basiert auf Blackberrys QNX-Plattform, verfügt über eine komplett überarbeitete Oberfläche und bietet laut Ford im Vergleich zur Vorgängerversion SYNC 2 eine um bis zu zehnmal höhere Systemleistung.

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Die Oberfläche ist deutlich aufgeräumter (Foto: Übergizmo)

Die SYNC-3-Oberfläche wird nach wie vor auf einem 8 Zoll großen Touchscreen in der Mittelkonsole des Autos präsentiert. Sie ist jetzt jedoch deutlich aufgeräumter und komfortabler als in der Vorgängerversion. Im Grunde hat sich Ford weg von einem klassischen Navigationssystems hin zu einer Tablets und Smartphones ähnelnden Bedienung bewegt. Die Steuerung funktioniert bei SYNC 3 über App-Icons und einfache Menüs am unteren Bildschirmrand.

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Die Bedienung ist an die eines Smartphones oder Tablets angelehnt (Foto: Übergizmo)

Verbessert hat Ford bei SYNC 3 die Bedienbarkeit auch dadurch, dass es die Anzahl von Menüschritten reduziert hat. Favorisierte Navigationsziele wie „Zu Hause“ oder „Arbeit“ sind beispielsweise mit einem Fingertipp aufs Display aufrufbar. Nutzer erhalten in Echtzeit Informationen zur geschätzten Fahrzeit zu diesen Zielen und können die Navigation mit einem Klick starten. Auch die Eingabe von Fahrtzielen ist einfacher und an Google Maps angelehnt. Die Adresse wird in einer Zeile eingegeben, anstatt über verschiedene Masken für Straße, Hausnummer oder Ort.

Zudem sorgt eine verbesserte Verarbeitung von Sprachbefehlen bei SYNC 3 für eine höhere Benutzerfreundlichkeit. Die Sprachsteuerung wird über einen eigenen Knopf gestartet. Die Suche nach Cafés, Tankstellen oder Parkplätzen klappt mittels Befehlen wie „ich will einen Kaffee“, „ich benötige Benzin“ oder „ich muss parken“. Mithilfe von Ford AppLink können Fahrer während der Fahrt auch ausgewählte Smartphone-Apps mittels Sprachbefehl nutzen.

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Die Auswahl an Apps für Ford AppLink ist beschränkt (Foto: Übergizmo)

Die Auswahl an kompatiblen AppLink-Apps ist aber immer noch klein. Genutzt werden können Spotify, ADAC, Audioteka, AUPEO!, Cityseeker, DetektorFM, Die Welt, Eventseeker, Glympse, Radioplayer, Goal Live Scores, Sport.de, N-TV und Wetter.de. Weitere Apps werden schrittweise für die Nutzung mit der Ford AppLink-Technologie hinzugefügt.

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Dafür wird nun Android Auto und Apple CarPlay unterstützt (Foto: Übergizmo)

Dafür bringt Ford Sync 3 nun Unterstützung für Android Auto und Apple CarPlay mit. Wird ein Smartphone angeschlossen, übernimmt die speziell für Fahrzeuge konzipierten Systeme von Google und Apple das zentrale Display und ermöglichen beispielsweise die Navigation mit Google oder Apple Maps.

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Dank Android Auto ist die Navigation mittels Google Maps möglich (Foto: Übergizmo)

Fahrer können auch den iOS-Sprachassistenten Siri sowie die weiteren unterstützten Anwendungen nutzen, wenn das iPhone mit dem Fahrzeug verbunden wird. Die Menü-Icons der Oberfläche passt Ford SYNC 3 ebenfalls an. Updates können über das WLAN-Netz heruntergeladen werden.

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Auch Siri kann genutzt werden (Foto: Übergizmo)

In nachfolgendem Video werden nochmals alle grundlegenden Funktionen von Ford SYNC 3 vorgestellt:

Auf der Messe in Barcelona hat Ford zudem angekündigt, dass seine Service-Plattform FordPass voraussichtlich im Sommer in Europa verfügbar sein wird. Neue Partner sind der Mineralölkonzern BP sowie Mobile City, ein Anbieter für mobiles Bezahlen von Parkplätzen. Das FordPass-Angebot umfasst zudem Carsharing. In Deutschland kooperiert Ford mit Flinkster.

Darüber hinaus hat Ford auf dem Mobile World Congress 2016 weitere Ankündigungen veröffentlicht. Ken Washington, Vizepräsident Ford Research and Advanced Engineering, spricht in einem Interview mit unserer Schwesterseite Übergizmo.de über Fords zukünftige Entwicklungen wie autonomes Fahren:

[Mit Material von Jake Pietras, Übergizmo.de]

Autor: Christian Schartel
Christian Schartel Christian Schartel Christian Schartel

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Ford SYNC 3 mit Android Auto und Apple CarPlay kommt im Sommer nach Europa

  • Am 20. März 2016 um 13:20 von Hartmut Rocksin

    Sync 3 arbeitet scheint`s nicht mit Window 10 (Mobile) zusammen. Somit kann ich mein Windows Smartphone 950 und/oder mein Windows Tablet nicht nutzen. Ist das richtig? Wird noch an einer Windows 10 Integration gearbeitet? Wenn nicht ist das ein Hindernis für den Einsatz als Geschäftsfahrzeug.

    • Am 23. April 2016 um 17:50 von Bernd

      Sync3 kann man mit Windows Phone vergessen, damit ist Ford dann als Geschäftwagen gestorben.

    • Am 2. August 2016 um 11:36 von Michael

      Windows auf mobilen Endgeräten ist tot wie Blackberry.
      Weshalb sollte ein Hersteller eine Plattform mit weniger als 2% Marktanteil unterstützen, die selbst der Hersteller nicht mehr zu 100% versorgt?

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