HTC bringt Ende April mit „Prime Camera Edition“ abgespeckte Version des One M9

Nur das Unibody-Aluminiumgehäuse und das 5-Zoll-Full-HD-Display sind im Vergleich zum M9 unverändert geblieben. Die übrigen Komponenten hat HTC ersetzt und teils auch abgespeckt. Die Prime Camera Edition kommt Ende April für 429 Euro in den Handel, das M9 ist derzeit sogar schon günstiger zu haben.

HTC hat sein Smartphone-Portfolio um das One M9 (Prime Camera Edition) erweitert, das abgesehen von der Namensähnlichkeit, dem Unibody-Alugehäuse und dem 5 Zoll großen Full-HD-Display mit dem One M9 nicht all zu viel gemein hat. Es wird ab Ende April in Deutschland zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 429 Euro exklusiv bei Media Markt und Saturn erhältlich sein. Damit kostet es 320 Euro weniger als das One M9 zu seiner Markteinführung. Letzteres ist inzwischen aber online schon für rund 410 Euro erhältlich. Dieser Preis dürfte nochmals fallen, wenn voraussichtlich am 19. April der Nachfolger HTC 10 vorgestellt wird.

Äußerlich unterscheidet sich das One M9 (Prime Camera Edition) nicht vom leistungsfähigeren Vorjahresmodell One M9 (Bild: HTC).

Äußerlich unterscheidet sich das One M9 (Prime Camera Edition) nicht vom leistungsfähigeren Vorjahresmodell One M9 (Bild: HTC).

Die Ausstattung wurde aktualisiert, aber teilweise durch weniger leistungsfähige Komponenten ersetzt. So verbaut HTC statt der 20-Megapixel-Hauptkamera des One M9 in der Prime Camera Edition ein 13-Megapixel-Modell mit f/2.2-Blende und optischem Bildstabilisator. Letzterer soll ungewollte Handbewegungen innerhalb von 0,125 Millisekunden erkennen und ausgleichen, so dass auch bei schlechten Lichtverhältnissen scharfe Aufnahmen möglich sind. In der Front sitzt bei beiden Smartphones eine lichtstarke Ultrapixelkamera mit f/2.0-Blende und Weitwinkellinse, die sich besonders gut für Selbstporträts eignen soll. Werkzeuge zur Bildbearbeitung liefert HTC ebenfalls mit. Die „Dynamic Sensing Engine“ soll automatisch Farbtöne im gesamten Bildbereich ausgleichen. Im Pro-Modus können Nutzer Bilder im RAW-Format bearbeiten und Aufnahmeeinstellungen wie Belichtungsniveau oder Weißabgleich manuell justieren.

Bei der CPU kommt im Gegensatz zum vor einem Jahr vorgestellten One M9 nicht mehr Qualcomms Octa-Core-Chip Snapdragon 810 mit 2 GHz Takt und Adreno-430-GPU zum Einsatz, sondern MediaTeks 64-Bit-SoC Helio X10, dessen acht Kerne ebenfalls mit 2 GHz takten. Das One M9 (Prime Camera Edition) bietet statt 3 GByte bietet nur 2 GByte DDR3-RAM und der interne Speicher fällt mit 16 GByte lediglich halb so groß aus wie beim One M9. Immerhin lässt er sich mittels MicroSD-Karte aber nach wie vor erweitern (theoretisch bis zu 2 TByte).

Android 6.0 Marshmallow ist beim One M9 (Prime Camera Edition) vorinstalliert, das HTC wie beim One M9 um Version 7 seiner Oberfläche Sense ergänzt. Der Sense-Homescreen zeigt Apps je nach dem aktuellen Standort des Nutzers an, also etwa arbeitsbezogene Anwendungen im Büro oder Spiele zu Hause. HTC BlinkFeed stellt Social-Media-Updates oder die neuesten Nachrichten auf Wunsch auf dem Startbildschirm dar. Und mit HTC Themes lässt sich das Oberflächendesign automatisch auf ein frei wählbares Hintergrundbild abstimmen.

Wie das One M9 kommt auch das neue Modell mit zwei frontseitigen Stereo-Lautsprechern, die HTCs BoomSound-Technologie unterstützen. Die Kommunikationsoptionen wurden im Vergleich leicht beschnitten: Statt LTE Cat 9 mit bis zu 450 MBit/s im Download bietet das One M9 Prime Camera Edition nur LTE Cat 4 mit bis zu 150 MBit/s. Die übrigen Verbindungsmöglichkeiten sind identisch und umfassen UMTS mit HSPA+ (bis zu 42 MBit/s), Bluetooth 4.1, Dual-Band-WLAN nach IEEE 802.11ac sowie GPS und NFC. Auf einen Infrarotsensor müssen Käufer anders als beim One M9 verzichten.

Mit Maßen von 14,5 mal 7 mal 0,96 Zentimeter und einem Gewicht von 158 Gramm ist die Prime Camera Edition genauso groß und schwer wie das One M9. An der Akkukapazität von 2840 mAh hat sich ebenfalls nichts geändert. Eine Ladung reicht laut Hersteller im 3G-Betrieb für bis zu 13 Stunden Gesprächszeit und 658 Stunden Standby.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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