Samsung Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge im ausführlichen Test

Das Samsung Galaxy S7 und S7 Edge kommen mit einem leicht überarbeiteten Design, einer aktualisierten Hardware, einer neuen Kamera, einem stärkeren Akku und dem neuesten Google-Betriebssystem Android 6.0. CNET verrät im Test, ob sich ein Kauf lohnt.

Mit dem Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge hat Samsung seine neuen Smartphone-Flaggschiffe auf den Markt gebracht. Samsung verspricht mit den neuen Modellen „viel mehr als ein Smartphone“ zu liefern. CNET hat das neue Samsung Galaxy S7 und S7 Edge einem ausführlichen Test unterzogen.

Samsung Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge (Foto: CNET.com).

Das Galaxy S7 (Edge) ist ab sofort erhältlich (Foto: CNET.com).

Preis

Das Samsung Galaxy S7 und S7 Edge sind ab dem 11. März 2016 in Deutschland erhältlich. Das Modell ohne Seitenbildschirm wird für 699 Euro, das mit für 799 Euro zum Verkauf stehen. Damit kostet das S7 genauso viel wie das S6 im letzten Jahr. Dieses verkaufte Samsung ebenfalls zu Beginn für 699 Euro. Das S7 Edge liegt preislich unter dem Niveau seines Vorgängers. Der Startpreis des Galaxy S6 Edge lag bei 849 Euro. Inzwischen sind die Vorgänger natürlich schon günstiger erhältlich. Die Standard-Version gibt es ab gut 430 Euro, die Edge-Variante ab rund 520 Euro zu kaufen. Wurde eines der beiden neuen Modelle bis zum 10. März vorbestellt, legte Samsung sogar noch die Virtual-Reality-Brille Gear VR im Wert von 99 Euro kostenlos bei.

Design

Das Samsung Galaxy S7 und S7 Edge sehen bis auf wenige Veränderungen im Grunde genauso aus wie seine Vorgänger. Beide Smartphones besitzen einen Aluminiumrahmen, der den Smartphones Stabilität und eine wertige Haptik verleiht. Auf der Vorder- und Rückseite verbaut Samsung wie zuvor kratz- und bruchsicheres Gorilla Glass 4. Während das Glas für einen stylischen Look sorgt, ist es aber sehr anfällig für Fingerabdrücke. Auf einem Metallgehäuse, wie es beispielsweise das neue LG G5 bietet, sind Tapser so gut wie nicht zu sehen.

(Foto: CNET.com)

Fingerabdrücke sind weiterhin stark zu sehen (Foto: CNET.com).

Eine feine, aber spürbare Verbesserung am Design ist ein insgesamt abgerundeteres Gehäuse. Die rückseitige Glasabdeckung ist an den Seiten etwas gebogen, was für einen geschmeidigeren Übergang in den Aluminiumrahmen sorgt. Dadurch fühlt sich das Smartphone angenehmer in der Hand an. Besonders beim S7 Edge, das einen recht dünnen Rahmen besitzt, führt der Effekt zu einer besseren Haptik. Für eine bessere Optik sorgt beim Samsung Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge eine deutlich weiter in das Gehäuse eingelassene Kamera. Diese steht bei den Vorgänger-Modellen noch stark hervor. Neben der Linse sitzt wieder ein Dual-LED-Blitz und der Herzfrequenzmesser.

(Foto: CNET.com)

Dank eines abgerundeten Gehäuses liegt das Smartphone besser in der Hand (Foto: CNET.com)

Außerdem ist das S7 wieder wasser- und staubgeschützt. Es kann laut Samsung nach der IP68-Zertifizierung 30 Minuten lang bei einer Wassertiefe von 1,5 Metern aushalten. Samsung hat das Gehäuse von Innen abgedichtet, sodass die Anschlüsse nicht von Abdeckungen geschützt werden müssen. Wie auch andere Hersteller garantiert Samsung den Schutz nur bei klarem Wasser. Für Salzwasser und andere Flüssigkeiten, insbesondere Seifenlauge, Alkohol oder erhitzte Flüssigkeiten übernimmt Samsung keine Garantie. Im Inneren sind Indikatoren verbaut, die ein Eindringen von Flüssigkeiten durch Verfärbung anzeigen. Beachten sollten Nutzer, dass der SIM-Karten- sowie Speicherkartenslot vollständig verschlossen ist, da durch diese Wasser eindringen kann.

(Foto: CNET.com)

Die neuen Samsung-Smartphones sind wasserdicht (Foto: CNET.com)

Um das Gerät staub- und wasserdicht zu machen, hat Samsung die Platine tiefer in das Telefon eingebaut. Sie ist nun direkt mit dem Display verbunden, allerdings mit Klebstoff statt mit Schrauben. Um Komponenten wie USB-Anschluss oder Mikrofon austauschen zu können, muss nun das OLED-Display entfernt werden, was dabei wahrscheinlich zerstört wird. Schon das Öffnen des Geräts über die Glasrückseite wird durch den Einsatz eines starken Klebemittels erschwert. Ein Austausch des Displayglases ohne dabei das Display zu beschädigen, ist wahrscheinlich auch nicht möglich, was die Reparierbarkeit verschlechtert. Erfreulicherweise lässt sich aber der Akku ausbauen, ohne dass zuvor die Hauptplatine entfernt werden muss.

(Foto: CNET.com)

Das Galaxy S7 und S7 Edge sind etwas dicker geworden (Foto: CNET.com)

Eine Veränderung ist weiterhin bei den Abmessungen und dem Gewicht zu finden. Das neue Samsung-Smartphone ist etwas dicker und schwerer geworden. Das Galaxy S7 kommt auf eine Bauhöhe von 7,9 Millimeter und ein Gewicht von 152 Gramm. Das S6 ist 6,8 Millimeter dick und wiegt nur 138 Gramm. Das S7 Edge ist 0,7 Millimeter dicker und 25 Gramm schwerer geworden.

(Foto: CNET.com)

Von links nach rechts: Galaxy Note 5, Galaxy S7, Galaxy Note Edge, Galaxy S7 Edge (Foto: CNET.com)

Während das normale S7 mit 142,4 mal 69,6 zu 143,4 mal 70,5 Millimetern sogar einen Hauch kürzer und schlanker geworden ist, hat das S7 Edge an Größe zugelegt. Samsung hat dem neuen Edge-Modell ein 5,5-Zoll-Display verpasst. Der Vorgänger ist mit einem 5,1 Zoll großen Bildschirm ausgestattet. Die Maße des neuen Modells betragen nun 150,9 mal 72,6 statt vorherigen 142,1 mal 70,1 Millimetern. Eine Bedienung mit einer Hand wird dadurch schwerer. Das Entsperren lässt sich dank Fingerabdruckscanner aber einhändig bewerkstelligen. Zudem hat Samsung einen Ein-Hand-Modus integriert, der sich durch ein dreifaches Betätigen des Home-Buttons aktivieren lässt.

Die Farben sind bis auf einen Unterschied gleich. Das Galaxy S7 erscheint in Schwarz, Weiß und Gold. Blau beziehungsweise Grün ist allerdings nicht mehr im Angebot.

(Foto: CNET.com)

Das Galaxy S7 und S7 Edge sind in den Farben Schwarz, Weiß und Gold erhältlich (Foto: CNET.com)

Wie sein Vorgänger ist auch das neue Flaggschiff-Modell der Samsung Galaxy-Reihe sehr gut verarbeitet. Es machen sich keine großen Spaltmaße bemerkbar und alle Bedienelemente haben sehr gute Druckpunkte. Unter dem Display sitzt Samsung-typisch ein Home-Button, der zugleich als Fingerabdruckscanner dient. Die Tasten für „Zurück“ und „Menü“ sitzen rechts und links daneben und nehmen anders als On-Screen-Buttons keinen Platz auf dem Display ein. Praktisch ist auch, dass diese dadurch immer direkt erreichbar sind und in manchen Applikationen wie Spielen nicht erst mit einem Fingerwisch nach oben auf den Schirm geholt werden müssen.

(Foto: CNET.com)

Die Tasten bieten gute Druckpunke (Foto: CNET.com)

Die Tasten für die Lautstärke befinden sich an der linken, oberen Seite. Der Power-Button ist rechts, etwas über der Mitte angebracht. Er lässt sich gut erreichen, wenn das Smartphone in einer Hand gehalten wird. Auch die Lautstärke kann etwa beim Telefonieren bequem mit dem Zeigefinger angepasst werden.

Samsung Galaxy S6 / Edge vs Galaxy S7 / Edge – Design

Samsung Galaxy S6 / Edge Samsung Galaxy S7 / Edge
Farben Schwarz, Weiß und Gold,Blau/Grün Schwarz, Weiß und Gold
Gehäuse Aluminiumrahmen, Gorillas Glass 4 Aluminiumrahmen, Gorillas Glass 4
Abmessungen (Millimeter) 142.4 mal 69,6 mal 7,9 mm / 142,1 mal 70,1 mal 7,0 mm 143,4 mal 70,5 mal 6,8 mm / 150,9 mal 72,6 mal 7,7 mm
Gewicht (Gramm) 138g / 132 g 152g / 157 g
Wasserfest nein ja, IP68

Display

Während Samsung die Dispalygröße beim S7 bei 5,1 Zoll belassen hat, hat es dem S7 Edge einen größeren 5,5-Zoll-Bildschirm verpasst. Das S6 Edge kommt wie das normale S6 und S7 mit 5,1 Zoll. Die QHD-Auflösung hat sich nicht verändert. Beide neuen Samsung-Smartphones lösen mit identischen 2560 mal 1440 Pixel auf. Die Pixeldichte ist beim Galaxy S7 Edge aufgrund der größeren Diagonale mit 535 zwar etwas niedriger als zuvor, bemerkbar ist die geringere Schärfe in der Praxis aber nicht. Die Seiten des Displays sind wie beim Edge-Modell gebogen und beim normalen flach.

(Foto: CNET.com)

Das Display ist etwas heller geworden (Foto: CNET.com)

Sein AMOLED-Panel hat Samsung hinsichtlich der Helligkeit verbessert. Die Helligkeit des S7-Screens übertrifft die meisten LCDs und auch die seiner Vorgänger. Die maximale Helligkeit beträgt bei den neuen Modellen jetzt 855 cd/m². Bei den Vorgängern waren es rund 750 cd/m². Den Maximalwert erreicht allerdings nur die „automatische Helligkeit“. Samsung hat die manuelle Einstellung begrenzt, da sonst vermutlich der Akku zu schnell verbraucht wäre, wenn Nutzer das Display längere Zeit mit voller Leuchtkraft betreiben.

In Situationen, die eine hohe Helligkeit des Displays erfordern, sollte man also am besten die automatische Helligkeitseinstellungen verwenden, da diese bei Bedarf das Maximum herausholen kann. Die „automatische Helligkeit“ hat Samsung beim S7 noch weiter verbessert. Sie lernt nun von den manuellen Einstellungen des Nutzers und beruht nicht mehr auf einem einprogrammierten Profil.

Das Display des Galaxy S7 zählt auch in den Bereichen Reflektionen zu einem der besten seiner Klasse. Im Vergleich zu einem LCD bietet es knalligere Farben, dafür aber hohe Schwarzwerte und bessere Kontraste. Ein Nachteil des AMOLED-Panels ist bei den Blickwinkeln festzustellen. Zwar sind alle Inhalte auch dann erkennbar, wenn man von der Seite auf das Display schaut, weiße Flächen erscheinen allerdings etwas bläulich.

(Foto: CNET.com)

Das Galaxy S7 und S7 Edge verfügt über ein Always-On-Display (Foto: CNET.com)

Eine Neuerung ist eine Always-On-Funktion für das AMOLED-Display. Auf dem Galaxy S7 (Edge) werden stets das Datum und die Uhrzeit, ausgewählte Benachrichtigungen von System-Apps, der Akkustand und wahlweise auch der Kalender auf dem Screen anzeigt. Dadurch müssen Anwender den Bildschirm nicht mehr einschalten, um diese Informationen abzurufen. In den Einstellungen können Anwender noch Anpassungen wie etwa Uhrenstil oder Hintergrundbild vornehmen. Dank AMOLED-Technologie müssen dabei auch nur die Pixel beleuchtet werden, die tatsächlich verwendet werden, wodurch der Stromverbrauch niedrig ist.

(Bild: CNET.com)

Always-On-Display lässt sich in den Einstellungen konfigurieren (Bild: CNET.com)

Dennoch hält der Akku im Standby-Betrieb durch die Always-On-Anzeige kürzer. Samsung hat die Funktion auch noch nicht zu Ende gedacht. Denn es lassen sich zum Beispiel keine Benachrichtigungen von Drittanbieter-Apps anzeigen, was für viele Anwender sicherlich nützlicher wäre. Samsung zeigt nur Kurznachrichten oder verpasste Anrufe an – und wenn Nutzer den Mail-Client von Samsung verwenden, auch E-Mails. Benachrichtigungen von WhatsApp & Co. werden leider nicht dargestellt.

Samsung Galaxy S6 / Edge vs Galaxy S7 / Edge – Display

Samsung Galaxy S6 / Edge Samsung Galaxy S7 / Edge
Displaytyp gebogenes AMOLED gebogenes AMOLED
Displaygröße 5,1 / 5,1 Zoll 5,1 / 5,5 Zoll
Displayauflösung 2,560×1,440 Pixel 2,560×1,440 Pixel
Pixeldichte 577ppi 577 / 534ppi
Helligkeit bis zu 750 Nit bis zu 855 Nit
Glasabdeckung Gorilla Glass 4 Gorilla Glass 4
Always-On-Display nein ja
Autor: Christian Schartel
Christian Schartel Christian Schartel Christian Schartel

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Samsung Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge im ausführlichen Test

  • Am 12. April 2016 um 19:57 von Mesadpocketlp

    Vielen Dank
    Aber ich würde gerne wissen,was sie für mich empfehlen

  • Am 19. Mai 2016 um 17:10 von Agent-Triple-FFF

    Das mit den Blickwinkeln würde ich schon als extrem problematisch bezeichnen. Schon bei geringem Winkel kommt dieser Grünstich. Paar mal was bei Google suchen und man kriegt fast n epileptischen Anfall. Durch die Größe des Bildschirms wird das ganze noch verstärkt, da das Auge zum Rand hin ja nicht senkrecht steht. Genauso an den Edge Kanten, da sie ja bereits gebogen sind, sind sie automatisch grün. Für mich ein Designfehler. Absolutes No-Go. Dass man heutzutage sowas antrifft, und dann noch in dieser Preisklasse, ist nicht nur peinlich sondern auch einfach eine Zumutung. Hätte es mir sonst geholt.

  • Am 25. Juli 2016 um 21:43 von Mario Nicolò Oliana

    ein sehr schöner Beitrag jedoch fehlen manche Daten über das normale Galaxy S7 ohne Edge

  • Am 11. Oktober 2016 um 10:25 von Anonymous

    Beim „Handystapel“ ist entgegen der Beschreibung kein Galaxy S7 dabei sondern nur Edge-Phones.
    Das Bild danach „Von links nach rechts […]“: Das erste Handy ist kein Note 5 sondern ein S6 Edge Plus und das zweite ist kein S7 sondern ein S6.

    Top informiert der Schreiber des Artikels…

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