Samsung Galaxy S7: neues Flaggschiff lässt sich laut iFixit schlecht reparieren

iFixit hat die Reparierbarkeit von Samsungs neuem Flaggschiff-Smartphone Galaxy S7 getestet und insgesamt nur noch 3 von 10 möglichen Punkten vergeben. So ist beispielsweise ein Wechsel des USB-Anschlusses nicht ohne eine Beschädigung des Displays möglich.

Beim Test der Reparierbarkeit von Samsungs neuem Flaggschiff-Smartphone Galaxy S7 ermittelte iFixit einen starken Einsatz von Klebstoffen, der dazu führt, dass einzelne Bauteile wahrscheinlich nicht ausgewechselt werden können, ohne dass andere Komponenten beschädigt werden. Deswegen erhält die neue Galaxy-S-Generation lediglich 3 von 10 möglichen Punkten.

iFixit hat das Samsung Galaxy S7 zerlegt (Bild: iFixit).

iFixit hat das Samsung Galaxy S7 zerlegt (Bild: iFixit).

Samsung habe die Platine „tiefer in das Telefon“ eingebaut, um das Gerät nach der Schutzklasse IP68 staub- und wasserdicht zu machen, schreibt iFixit in einem Blogeintrag. Sie sei nun direkt mit dem Display verbunden, allerdings mit Klebstoff statt mit Schrauben. Um Komponenten wie USB-Anschluss oder Mikrofon austauschen zu können, müsse das OLED-Display entfernt werden, was dabei wahrscheinlich zerstört werde. Schon das Öffnen des Geräts über die gläserne Rückseite wird demnach durch den Einsatz eines starken Klebemittels erschwert. Ein Austausch des Displayglases ohne dabei das Display zu beschädigen, sei wahrscheinlich ebenfalls nicht möglich.

Dass sich der Akku ausbauen lässt, ohne zuvor die Hauptplatine zu entfernen, bewertet iFixit positiv. Der Akku selbst sei jedoch verklebt und schwerer zu entfernen als notwendig. Zudem seien einige Komponenten modular aufgebaut, wodurch es möglich sei, sie einzeln auszutauschen.

Die Analyse von iFixit gibt auch Auskunft über die von Samsung verbaute Hardware. Da es sich um die US-Variante des Galaxy S7 handelt, wird sie von einem Snapdragon 820 von Qualcomm angetrieben. Ihm stehen 4 GByte LPDDR4-RAM von SK Hynix zur Seite. Den 32 GByte großen internen Hauptspeicher bezieht Samsung aus dem eigenen Sortiment. Das WLAN-Modul stammt wiederum von Murata, der Audiochip von Qualcomm und der Sechs-Achsen-Sensor von STMicroelectronics.

Abschließend weist iFixit darauf hin, dass sich die Reparierbarkeit der Galaxy-S-Reihe seit dem Modell S4 kontinuierlich verschlechtert habe. Das Galaxy S4 erhielt 2013 noch 8 von 10 Punkten – Abzüge gab es lediglich für einige mit dem Display verklebte Bauteile. Das Galaxy S5 erreichte im Jahr darauf nur noch 5 Punkte, das Galaxy S6 im letzten Jahr sogar nur noch 4 Punkte.

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[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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