Honor 5X Test – Der 230 Euro Preis-Leistungs-Kaiser [Test-Video]

Das Honor 5X bietet für 230 Euro mehr als die Konkurrenz. Highlights sind klar FullHD-Display, Fingerprint-Scanner und Metallgehäuse. Aber auch der Rest kann sich wirklich sehen lassen. Das Honor 5X leistet sich keine Schwächen, was es zu unserem Preis-Leistungs-Sieger macht. Lies im Honor 5X Test, warum es unsere Kaufempfehlung ist.

Hier unser ausführliches Testvideo zum Honor 5X:

Honor wurde erst 2014 als Tochtermarke von Huawei gegründet. Dennoch ist Honor auf dem deutschen Markt kein Unbekannter. Ihr erstes Smartphone war Ende 2014 das Honor 6 (300 Euro), welches wir als extrem gelungenes Debüt feierten. Wenig später im Januar 2015 trudelte das Honor 3C für 140 Euro in der Redaktion ein. Wir waren skeptisch, wurde dann aber doch vom hervorragenden Preis- / Leistungsverhältnis überzeugt.
Weiter ging es mit dem Honor T1 Tablet (130 Euro), dem Honor Holly (140 Euro) und dem Honor 6+ (400 Euro) und dem Honor 7 (300 Euro).

Große Gemeinsamkeit zwischen den Geräten: Alle starteten mit einem Kampfpreis und alle erreichten in unseren Tests mindestens 4 von 5 Sternen. Gute Voraussetzungen für das ab sofort erhältliche 230-Euro-Phone Honor 5X (hier bestellen).

Honor 5X Verarbeitung

Die Rückseite des Honor 5X besteht zum größten Teil aus einem gebürsteten Metall, welches glücklicherweise sehr griffig ist und dennoch keine Fingerabdrücke zurück lässt. Die Kamera steht einen Millimeter aus dem Gehäuse heraus. Direkt unter der Kamera befindet sich der Fingerabdruckscanner.

(Foto: Übergizmo.de)

Die Kamera des Honor 5X steht etwa einen Millimeter aus dem Gehäuse hervor. (Bild: Übergizmo)

Auf der Rückseite besteht der obere und untere Zentimeter des Smartphones komplett aus Polycarbonat. Das heißt, dass auch die Ecken nicht durch Metall geschützt werden. Aus Design-Sicht ist dies ein kleiner Nachteil. Ob es einen Einfluss auf die Haltbarkeit des Honor 5X hat, können wir nicht einschätzen.

Auf der rechten Seite befinden sich der On- / Off-Button sowie die Lautstärkewippe. Beide leicht geriffelt und hervorragend angepasst und eingesetzt. Auf der unteren Seite wurden der microUSB-Port, das Mikrofon und der Monolautsprecher untergebracht.

(Foto: Übergizmo.de)

Die Knöpfe haben ein knackigen Druckpunkt. Hervorragend! (Bild: Übergizmo)

Auf der linke Seite wartet eine Besonderheit. Dort haben zwei Metallschlitten Platz, in denen insgesamt drei Karten versenkt werden können: Micro-SIM, Nano-SIM und microSD. Damit muss man sich beim Honor 5X nicht wie sonst bei Dual-SIM-Geräten üblich, zwischen der zweiten SIM und der microSD-Karte entscheiden.

Die Frontseite kommt an sich sehr unspektakulär. Erwähnenswert ist hier jedoch, dass Honor eine Folie zum Displayschutz aufgeklebt hat. Zum Wohle des Displays solltet ihr die auch tunlichst drauf lassen.

(Foto: Übergizmo.de)

In diese zwei Slots passen insgesamt drei Karten. (Bild: Übergimzo)

Display

Das 5,5-Zoll IPS-Display löst mit FullHD auf – eine echte Besonderheit in der 230 Euro Preiskategorie, meist lösen die Displays dort nur mit HD auf. Dadurch erreicht das Honor 5X eine sehr gute Pixeldichte von 400 ppi, welche absolut ausreichend ist, um auch bei kleinsten Schriften alles scharf darzustellen.

Auch sonst gehört das Display des Honor 5X zu den besseren seiner Art. Die maximale sowie minimale Helligkeit ist absolut ausreichend. Die Blickwinkel sind nicht so stabil wie bei Topmodellen, aber immer noch okay. Die Farbdarstellung kann als realistisch bezeichnet werden. Einzig die Displayränder waren uns einen Ticken zu breit.

(Foto: Übergizmo.de)

Die Displayfolie sollte nicht entfernt werden. (Bild: Übergizmo)

Die Displayfolie des Honor 5X sollte nicht entfernt werden, um Kratzer auf der Displayscheibe, die nicht aus Gorilla Glas besteht, zu vermeiden. Dann muss man allerdings damit leben, dass Fingerabdrücke deutlich zu sehen sind.

Hardware

Hinter dem Display zeichnet sich ein Qualcomm Snapdragon 616 für das Hin- und Herschupsen der Pixel verantwortlich. Unterstützt wird der 64-bit-fähige Octa-Core-Prozessor von der Adreno 405 und 2 GByte RAM. An erweiterbaren Speicher stehen dem Honor 5X 16 GByte zur Verfügung.

(Foto: Übergizmo.de)

Das klingt erstmal nicht sehr beeindruckend. Relativiert sich allerdings, wenn man Konkurrenzprodukte aus der Preisklasse anschaut, die meist mit nur 1 GByte RAM 8 GByte internen Speicher kommen.

In der Praxis merkt man jedoch deutlich, dass man es hier mit einem Gerät der Mittelklasse zu tun hat. Apps öffnen vergleichsweise langsam, das Scrollen durch die Android-Menüs gelingt nur mit Verzögerung und die Onscreen-Tastatur taucht manchmal erst zwei Sekunden nach den Aufrufen auf. Bei Games macht das Honor 5X eine gute Figur. So war es kein Problem Modern Combat 5 oder Asphalt 8 flüssig zu spielen. Allerdings wurde das Gerät dabei sehr warm.

Im Antutu-Benchmark v6.0.4 kommt das Honor 5X auf 36.893 Punkte. Ein in dieser Preiskategorie sehr guter Wert.

Sound

Die zwei Aussparungen am unteren Rand des Honor 5X suggerieren Stereo-Lautsprecher – trotzdem versteckt sich hier nur ein Monolautsprecher. Bass soll und darf man hier nicht erwarten. Immerhin ist der Speaker aber recht laut.

(Foto: Übergizmo.de)

Hinter den zwei Ausparungen steckt ein Mikrofon und ein Lautsprecher. (Bild: Übergizmo)

Kopfhörer, beziehungsweise ein Headset liegt dem Honor 5X nicht bei. Hier musste Honor wohl sparen, um den ehrgeizigen Preispunkt von UVP 230 Euro nicht zu überschreiten.

Akku

Der Akku fasst eine Kapazität von 3.000 mAh. In der 5,5 Zoll Kategorie ein eher durchschnittlicher Wert. Im Antutu Batterie Test kommt unser Gerät auf eine Wert von 5.539 Punkten und ordnet sich damit zwischen dem Nexus 4 und dem Samsung Galaxy S4 ein.

Das Honor 5X Scoring beim Antutu Battery Test. (Screenshot: Übergizmo)

Das Honor 5X Scoring beim Antutu Battery Test. (Screenshot: Übergizmo)

Insgesamt geht die Akkuleistung des Honor 5X in Ordnung. Bei einer durchschnittlichen Nutzung sollte das Gerät 1,5 Tage durchhalten. Bei starker Nutzung könnte es jedoch vorkommen, dass der Akku keinen vollen Tag mitmacht.

(Foto: Übergizmo.de)

Das in China verkaufte Honor 5X unterstützt Quick Charge – das in Europe verkaufte Honor 5X leider nicht. Das ist schade. Besonders vor dem Hintergrund, dass der Qualcomm Snapdragon 616 eigentlich Quick-Charge-fähig ist, aber Honor wohl zu Gunsten einen günstigen Endpreises auf die Bezahlung dieser Lizenz verzichtete. Gespart wurde auch am Netzteil, welches lediglich 5V / 1A ausgibt.

Kamera

Die rückseitige Kamera knippst Bilder mit 13 Megapixel. Ein Single-LED-Blitz ist mit an Bord, ein optischer Bildstabilisator nicht. Die Kamera-App gibt sich minimalistisch. Immerhin gibt es neben Foto, Verschönern, Video und Zeitraffer einen Lebensmittelmodus. Dieser scheint die Kontraste und Farbintensität etwas zu steigern. So sieht auch der olle Salat etwas frischer aus.

Interessanterweise frischt der Lebensmittelmodus nicht nur Nahrung auf. Dieses Plus an Farbe und Kontrast verleiht auch vielen weiteren Motiven mehr Lebendigkeit.


Die Qualität der Bilder geht für die Preisklasse in Ordnung. Bei ausreichender Beleuchtung stimmen Kontrast, Farben und Detailgrad. Der Anteil an unbrauchbaren Bilder ist recht gering. Wird es jedoch etwas schummriger, gesellt sich starkes Bildrauschen zu den Motiven.

Die Frontkamera löst mit 5 Megapixeln auf und liefert brauchbare Selfies.


Richtig gut hat uns die manuelle Belichtungskorrektur gefallen. Nachdem man durch Klicken auf den Bildschirm das gewünschte Objekt fokussiert hat, erscheint rechts daneben ein Sonnensymbol. Nun kann man mit Wischen des Sonnensymbols nach oben die Belichtung erhöhen und mit Wischen nach unten die Belichtung verringern.

Software

Wie bei Geräten von Huawei kommt auch beim Honor 5X das EMUI Nutzerinterface zum Einsatz. Es kommt in der Version 3.1. Ähnlich wie bei iOS verzichtet EMUI auf den App Drawer – alle Apps werden auf den Startbildschirmen angezeigt. Mit entsprechenden Launchern lässt sich das relativ leicht beheben. Auch gibt es versteckt (Pinch-to-Zoom auf den Startbildschirm) eine Art App-Drawer.

Es gibt aber auch einige sinnvolle Funktionen. Gut hat uns die Einhandbedienung gefallen. Durch Wischen auf der Navigationsleiste wird der Display-Inhalt so nach links oder rechts geschoben und leicht verkleinert dargestellt. Auch schön: Wischt man auf dem Startbildschirm von oben nach unten, öffnet sich eine Suchleiste über die Apps, Kontakte und Nachrichten gefunden werden können.

(Foto: Übergizmo.de)

Im Hintergrund arbeitet Android 5.1.1. Eigentlich hätte es bereits am 31.1.16 ein Update auf die aktuelle Version Android 6.0 Marshmallow geben sollen, dieses Update lässt aber bis zum heutigen Tag (12.02.16.) auf sich warten.

(Foto: Übergizmo.de)

Auch das Honor 5X kommt nicht ohne Bloatware aus. Diesmal wurden Demos einiger Gameloft-Spiele vorinstalliert. Diese kann man ein paar Sekunden testen, bevor man sie kaufen muss. Dies ist zwar erstmal ärgerlich, allerdings dauert die Deinstallation der Apps keine Minute. Auf der Plusseite spült die Gameloft-Coop mit Sicherheit Kohle in die Honor-Kassen, denn allzu hoch dürfte die Gewinn-Marge beim Honor 5X nicht ausfallen.

Fingerprint

Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite unter der Kamera funktioniert ähnlich zuverlässig wie die hochgelobten Pendants des Huawei Mate S und Mate 8. Allerdings mit einer spürbaren Verzögerung, was an der schwächeren Hardware liegen kann.

Allerdings bietet der Fingerprint-Scanner dafür eine Funktionsvielfalt, die man so bei kaum einen anderen Smartphone sieht. Man kann sich durch Wischen das Benachrichtigungsfeld sowie alle derzeit geöffneten Apps anzeigen lassen. Auch Fotos aufnehmen, Anrufe entgegen nehmen oder direkt zum Starbildschirm springen gelingt einwandfrei.

(Foto: Übergizmo.de)

Das Honor 5X bietet viele Funktionen in Verbindung mit den Fingerabdruckscanner. (Bild: Übergizmo)

Außerdem kann beim Entsperren jedem Finger eine spezielle App oder eine Anrufer-ID hinterlegt werden. So öffnet sich beispielsweise über den Mittelfinger sofort die Foto-App – sehr praktisch.

(Bild: Übergizmo)

Fazit

Toll verarbeitetes Aluminiumgehäuse, schicker FullHD-Bildschirm und ein Fingerabdruckscanner mit Zusatzfunktionen für 230 Euro. Das ist wirklich ein Knaller! Das Beste am Honor 5X: Es erlaubt sich keine eklatanten Schwächen. Auch der Akku ist wohl proportioniert und die Kamera brauchbar. Lediglich die Performance hätte stärker ausfallen dürfen. Auch die Software entfernt sich ganz EMUI-typisch für unseren Geschmack zu weit von Stock-Android.

Diese kleinen Makel treten jedoch angesichts des günstigen Preises von 230 Euro weit in den Hintergrund. Kaufempfehlung!

Alternativen:

Mittlerweile ist das Honor 5X in seiner Preisklasse nicht mehr ganz ohne Alternativen. So lohnt sich zum Beispiel ein Blick auf das LG G Flex 2. Das top ausgestattete Smartphone ist bereits für unter 250 Euro zu haben. Wer etwas weniger ausgeben will, sollte sich das Coolpad Torino S anschauen. Für 199 Euro bietet das Gerät ebenfalls einen Fingerabdruckscanner – allerdings auch schwächere Hardware.

Hier unser ausführliches Testvideo zum Honor 5X:

Pro / Con:

(Bild: Übergizmo)Preis-Leistungs-Sieger

(Bild: Übergizmo)Top-Verarbeitung mit Metallgehäuse

(Bild: Übergizmo)Schönes FullHD-Display

(Bild: Übergizmo)Toller Fingerbdruckscanner mit sinnvollen Zusatzfunktionen

(Bild: Übergizmo)ausgewogener Akku

(Bild: Übergizmo)Leistung dürfte besser sein

(Bild: Übergizmo)EMUI passt Android stark an

Autor: Christian Schartel
Christian Schartel Christian Schartel Christian Schartel

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Honor 5X Test – Der 230 Euro Preis-Leistungs-Kaiser [Test-Video]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *