Google I/O: Google präsentiert Messaging-App Allo

Allo integriert einen digitalen Assistenten, der Antworten auf Fragen liefert. Die App steht ab Sommer kostenlos für Android und iOS zur Verfügung.

Google hat auf seiner Entwicklerkonferenz I/O neben der ersten Beta von Android N auch eine neue Messaging-App vorgestellt. Allo erlaubt aber nicht nur den Austausch von Nachrichten. Basierend auf Googles Machine-Learning-Algorithmen ist die App auch in der Lage, während eines Chats Fragen zu beantworten.

„Nutzer wechseln von App zu App, um Informationen zu erhalten, und der Kern der Kommunikation mit Menschen, die ihnen wichtig sind, geht in der Flut der Informationen verloren“, erklärte Amit Fulay, Produktmanager für Allo bei Google.

Google Allo nutzt maschinelles Lernen, um in einer Konversation Antworten und auch Restaurants vorzuschlagen (Bild: Google).

Google Allo nutzt maschinelles Lernen, um in einer Konversation Antworten und auch Restaurants vorzuschlagen (Bild: Google).

Statt während einer Unterhaltung zum Browser zu wechseln und auf Google nach einem Restaurant zu suchen, sollen Nutzer künftig Google innerhalb von Allo nach einer Empfehlung fragen. Es sind aber auch direkte Gespräche wie mit einem digitalen Assistenten möglich. Allo liefert also auch Details zu Kalendereinträgen oder gebuchten Flügen. Da die App auch natürliche Sprache versteht, kann sie auch Fragen wie „Verspätet sich mein Flug“ beantworten.

Eine Funktion namens Smart Reply versucht den Inhalt von Konversationen oder auch Bildern zu erfassen, um passende Reaktionen vorzuschlagen. Auf eine Nahaufnahme eines Schmetterlings reagierte Allo mit „Hübsch“ und „Schöner Schmetterling“. Allo kann aber auch Antworten zu Fragen liefern, die Nutzer ihren Gesprächspartnern stellen.

Dafür nutzt Allo das Machine-Learning-Netzwerk, das auch Google Fotos antreibt. Allo lernt zudem aus den Antworten, die Nutzer auf Fragen geben. „Wir lernen es mit dem an, was Nutzer sagen, und entwerfen Gruppen, die einen Bezug dazu haben“, erklärte Erik Kay, Lead Engineer für Allo und Googles andere Kommunikationsprodukte. „Da wir diese Gruppen haben, wissen wir, dass ‚Haha‘ und ‚Smiley‘ und ‚LOL‘ einen Bezug haben, oder das ‚fünf Minuten‘ und ’später‘ miteinander verbunden sind.“

Um diese Funktionen anbieten zu können, analysiert Allo alle Nachrichten und Fotos, die über die App verschickt werden. Nutzer können aber auch miteinander kommunizieren, ohne das Google sie „belauscht“: Ein Inkognito-Modus bietet zudem eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Google bietet Allo ausschließlich als mobile App an. Sie soll ab Sommer kostenlos für Android und iOS erhältlich sein. „Im Mobilbereich, dort verbringen die Leute ihre Zeit“, ergänzte Erik Kay. Nutzer müssen sich, ähnlich wie bei WhatsApp, mit ihrer Mobilfunknummer statt ihrer E-Mail-Adresse registrieren. Optional können sie ihr Allo-Konto auch mit einem Google-Konto verknüpfen. Die Handynummern nutzt Allo zudem, um Kontakte zu ermitteln, die die App ebenfalls verwenden.

Allo soll jedoch die Messaging-Anwendung Hangouts nicht ersetzen. „Hangouts bleibt ein wichtiger Teil unserer Produktpalette“, ergänzte Kay. „So kommunizieren wir innerhalb von Google und erledigen unsere Arbeit.“

[mit Material von Sean Hollister, News.com]

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