Microsoft stellt Xbox One S, Project Scorpio und Xbox Design Lab vor

Microsoft hat auf der Spielemesse E3 wie erwartet die Xbox One S vorgestellt. Kurz vor der Pressekonferenz waren bereits Bilder der überarbeiteten und nun deutlich kompakteren Spielekonsole ins Netz geraten. Microsoft kündigte zudem einen neuen personalisierbaren Wireless-Controller und für 2017 eine weitere neue Xbox-Konsole an, die Unterstützung für Virtual-Reality bieten wird. 

Xbox One S – 40 Prozent kleiner und mit 4k

Die neue Xbox One S erscheint in einer limitierten Launch-Edition mit 2 TByte Festplattenspeicher am 31. August. Zu den ausgewählten Märkten wird sich auch Deutschland zählen. Der Preis beträgt in den USA 399 Dollar. Hierzulande kostet die Konsole 399 Euro. Später folgen die „normalen“ Versionen mit einer 1 TByte beziehungsweise 500 GByte großen Festplatte. Sie werden für 349 respektive 299 Euro erhältlich sein.

Die Xbox One S kann bereits im US-amerikanischen Microsoft-Store vorbestellt werden. Über seinen deutschen Shop will sie Microsoft ebenfalls noch am heutigen Tag zum Vorverkauf anbieten.

Die Xbox One S kommt mit einem neuen Design in „Roboter-Weiß“. Wie bereits zuvor durchgesickert, ist sie 40 Prozent kleiner als die ursprüngliche Xbox One.  Laut Microsoft ist sie die kompakteste Xbox, die es jemals gebaut hat.

Bild: Microsoft

Das zuvor externe Netzteil verbaut Microsoft trotz der geschrumpften Maße nun im Inneren der Konsole.  Außerdem kann die Konsole nun auch vertikal aufgestellt werden. Microsoft liefert hierfür einen neuen Standfuß mit. Einzeln kostet dieser 19,99 Dollar.

Die Xbox One S ist aber nicht nur schlanker geworden. Sie hat euch einige neue Funktionen erhalten. Die One S kann Blu-ray-Filme und Videosterams in 4K-Ultra-HD-Auflösung von Anbietern wie Netflix und Amazon Video wiedergeben. Zudem bietet sie auch Support für High Dynamic Range (HDR) in Videos und Spielen wie Gears of War 4 und Scalebound.

Neu hinzugekommen ist weiterhin ein IR-Blaster. Für eine bessere Zugänglichkeit hat Microsoft zudem einen der drei USB-Ports und die Pairing-Taste auf die Vorderseite der Xbox One S verlegt.

Dem kompakteren Formfaktor fällt allerdings der spezielle Kinect-Anschluss zum Opfer, der sich bei der Originalausgabe auf der Rückseite befindet. Die Kinect-Kamera wird von der Xbox One S über den Xbox Kinect Adapter für USB unterstützt.

Neuer Xbox-Controller und Custom-Designs

Die Xbox One S kommt auch mit einem neu gestalteten Xbox Wireless Controller mit strukturiertem Griff für mehr Komfort. Microsoft hat außerdem den Thumbstick überarbeitet, sodass er sich weniger schnell abnutzt. Des Weiteren hat es die Signal-Leistung des Controllers verbessert. Die Verbindung soll nun zuverlässiger sein und in Kombination mit der One S eine bis zu doppelt so hohe Funkreichweite bieten.

Bild: Microsoft

Für ein leichteres Pairing mit einem Windows-10-Rechner bietet der Controller Bluetooth-Unterstützung.

Bild: Microsoft

Kunden können ihren Wireless Controller darüber hinaus künftig vor dem Kauf personalisieren. Ab rund 80 Dollar sind die Custom-Controller über Microsofts neues Xbox Design Lab erhätlich.

Nutzer können unter anderem das Gehäuse, das D-Pad, die Trigger-Tasten, die Thumbsticks oder Menü-Buttons in gewünschten Farben gestalten. Auch eine Lasergravur mit maximal 16 Zeichen ist möglich.

Xbox One Scorpio – VR-Support und Games in 4K

Neben der One S hat Microsoft auch die Xbox One Scorpio angekündigt. Sie wird im Herbst 2017 erscheinen. Project Scorpio wird in der Lage sein Spiele in nativer 4K-Auflösung wiederzugeben und Support für VR bieten.

Zudem wird sie laut Microsoft die leistungsfähigste Xbox in der bisherigen Geschichte sein. Sie soll eine Rechenleistung von satten 6 Teraflops bieten. Die Xbox One leistet rund 1,31 Teraflops.

Projekt Skorpion soll neben der Xbox One und One S koexistieren und diese nicht ersetzen. Es werden alle Spiele der ursprünglichen Xbox One auch auf der aktualisierten Version laufen. Hinzukommen 4K-Games und VR-Spiele. Mit welchem Unternehmen Microsoft für den Virtual-Reality-Support zusammenarbeitet, ist nicht offiziell bekannt. Gerüchten zufolge soll es Oculus sein.

Einen finalen Namen sowie einen Preis hat Microsoft für das Project Scorpio noch nicht genannt.

Autor: Christian Schartel
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