Fehlstart von Apple iOS 10

Apple iOS 10 kratzt am Image von Apple. Das neue Betriebssystem für iPhones, iPads und den iPod Touch weist einen eklatanten Fehler auf. Viele Geräte konnten nach dem Update nicht mehr gestartet werden. Mittlerweile hat Apple Gegenmaßnahmen ergriffen.

Beim Upgrade auf iOS 10 waren einige iPads und iPhones abgestürzt. Die Geräte konnten nicht gestartet werden, stattdessen wurde der Recovery-Bildschirm angezeigt. Apple hat die Schwachstelle bereits behoben und eine verbesserte Version des Betriebssystems, das iOS 10.0.1., in Umlauf gebracht.

Apples iOS 10 bringt ältere Geräte beim Upgrade zum Absturz

Apples iOS 10 bringt ältere Geräte beim Upgrade zum Absturz

iOS 10 steht als OTA-Update oder als Download über iTunes zur Verfügung. Das „fortschrittlichste mobile Betriebssystem der Welt“, so Apple, wartet mit zahlreichen Neuerungen und Verbesserungen auf. Optimiert wurden vor allem Komponenten und Apps wie Nachrichten, Siri, Karten, Fotos, QuickType, Telefon und der Startbildschirm.

iOS 10 ist für iPhone 5-Geräte, iPad 4, iPad Air und Air 2, iPad Pro, iPad Mini 2-Produkte und den iPod Touch der sechsten Generation erhältlich. Zu den nicht aktualisierten Hardware gehören unter anderem das iPhone 4S, das iPad 2 und 3 und das erste iPad Mini. Schätzungen zufolge sind vor allem noch zahlreiche ältere iPads in Gebrauch, die nun auch keine Sicherheitsupdates mehr erhalten.

Neue Features von Apple iOS 10

Die Nachrichten-App haben die Entwickler um Blaseneffekte erweitert, mit denen sich Nachrichten „laut, unauffällig, mit Wucht oder mit unsichtbarer Tinte“ senden lassen. Tapback soll schnelle Antworten auf Nachrichten, Links und Fotos erlauben, während Digital Touch Zeichnungen erlaubt. Nutzer können aber auch bestimmte Wörter durch Emojis ersetzen lassen.

Siri funktioniert ab sofort mit bestimmten Apps von Drittanbietern, darunter Nachrichten-Apps, VoIP-Apps, Foto-Apps, Fahrdienst-Apps, Zahlungs-Apps, Fitness-Apps und Anwendungen für Apple CarPlay. Möglich sein soll etwa, Siri zu bitten, einen Tisch in einem Restaurant zu reservieren, ein Taxi zu bestellen oder jemandem Geld zu schicken.

Die Kartenanwendung unterbreitet laut Apple nun proaktive Vorschläge für Ziele und Routen, unter anderem basierend auf Kalendereinträgen. Auf den Karten lassen sich aber auch Standorte wie der Arbeitsplatz, bevorzugte Orte oder Orte von anstehenden Kalenderereignissen anzeigen. Die verbesserte Echtzeitnavigation soll unterwegs Tankstellen und Restaurants finden und die Strecke automatisch daran anpassen. Neu ist auch die Option, Autobahnen und Mautstellen zu vermeiden.

Deep-Learning-Technologie soll indes die Gesichtserkennung der Fotos-App erweitern. Auch eine Suche nach Fotos basierend auf einem Motiv ist dank „maschinellem Sehen“ möglich. Die Gesichts- und Szenenerkennung erfolgt laut Apple ausschließlich auf dem Mobilgerät selbst, ohne auf eine Onlineverbindung und einen Datenaustausch angewiesen zu sein. „Dadurch bleiben deine Fotos deine Privatsache“, versichert der iPhone-Hersteller.

Home-App verwaltet HomeKit-kompatible Geräte

Mit der überarbeiteten Home-App lassen sich HomeKit-kompatible Geräte verwalten und steuern. Apple Music kommt in iOS mit einem neuen Design, das die Bedienung vereinfachen soll. Sichtbare Veränderungen haben aber auch Start- und Sperrbildschirm erfahren. Die Nutzer können vorinstallierte Apps auf dem Startbildschirm ausblenden und damit mehr Übersicht gewinnen. Der neu gestaltete Sperrbildschirm kann Widgets, umfangreichere Benachrichtigungen sowie weitere Inhalte darstellen. 3D Touch soll zudem den Abruf von Informationen aus Widgets vereinfachen.

iOS 10 schließt aber auch mehrere Sicherheitslücken. In einem Advisory nennt Apple Details zu sieben Anfälligkeiten. Sie stecken unter anderem in Mail, Messages und Sandbox Profiles. Ein Angreifer kann unter Umständen verhindern, dass iOS-Geräte Updates erhalten. Außerdem ist es möglich, vertrauliche Daten auszuspähen oder Anmeldedaten für E-Mail-Konten abzufangen.

Die US-Mobilfunkprovider T-Mobile USA und Sprint melden indes neue Rekord-Vorbestellungen für die neue iPhone-Generation. T-Mobile hat nach eigenen Angaben viermal so viele Vorbestellungen für iPhone 7 und iPhone 7 Plus erhalten wie für das bisher beliebteste iPhone. Auch Sprint spricht von einer Steigerung um Faktor vier. Apple selbst nannte erstmals keine Verkaufszahlen fürs erste Wochenende.

iOS 10 läuft auf folgenden Geräten: iPhone 5, iPhone 5C, iPhone 5S, iPhone SE, iPhone 6, iPhone 6 Plus, iPhone 7, iPhone 7 Plus, iPod Touch (6. Generation), iPad Mini 2, iPad Mini 3, iPad Mini 4, iPad (ab 4. Generation) sowie iPad Air, iPad Air 2 und auf den iPad Pro-Modellen.

Quelle: Übergizmo.de

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Fehlstart von Apple iOS 10

  • Am 14. September 2016 um 17:22 von ostmichel

    Wer entsprechend der Empfehlung handelt und alle APPS vor dem Update aktualisiert, alle Daten sichert und nicht mit einem 5-er die neuesten Features haben will, der hat bei diesem Update keine Probleme.

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