Deutsche Bahn: freies WLAN für die Holzklasse

Die Deutsche Bahn baut das kostenlose WLAN-Angebot in ihren ICE-Zügen aus. Bald sollen nicht nur Passagiere der 1., sondern auch Fahrgäste der 2. Klasse kostenlos Surfen können. So weit – so bekannt. Jetzt teilt das Unternehmen mit, dass der Ausbau im Dezember 2016 abgeschlossen sein soll. Die genauen Konditionen stehen aber noch nicht fest.

Die Kosten für die Umrüstung betragen nach Angaben der Bahn rund 100 Millionen Euro. Die zum Einsatz kommende Technik zur Anbindung der Züge an das Mobilfunknetz liefert die schwedische Firma Icomera. Durch sie können Mobilfunkgeräte und Notebooks im fahrenden Zug mit LTE- oder UMTS-Geschwindigkeit surfen.

Einbau der Multiprovider-Technik im ICE

Einbau der Multiprovider-Technik für das WLAN-Angebot der Bahn in einem ICE (Bild: Martin Moritz/Deutsche BahnAG)

Da es sich um eine Multiprovider-Technik handle, könne auf die Netze aller drei deutscher Mobilfunknetzbetreiber zugegriffen werden. Auf diese Weise lasse sich „durch intelligentes Bündeln der Netzbetreiber-Kapazitäten höhere Datenvolumen verarbeiten”, so die Deutsche Bahn.

Das WLAN in den ICE-Zügen der Bahn soll nicht nur kostenlos, sondern „bis zu einem gewissen Datenvolumen auch besonders schnell“ sein. Genauere Angaben zur möglichen Datenübertragungsrate hat das Staatsunternehmen nicht gemacht. “Damit alle Reisenden gerecht und ausgewogen auf das bestmögliche Angebot zugreifen können, verteilt das System die verfügbaren Bandbreiten der Mobilfunknetze möglichst gleichmäßig unter den Fahrgästen”, so Vorstand Marketing DB Fernverkehr Michael Peterson in einer Pressemitteilung.

Regeln für Fair Use Policy noch gesucht

Die Details dieser “Fair Use Policy” würden gerade noch abgestimmt. Bei der Entscheidungsfindung sollen derzeit in einigen ICE-Zügen durchgeführte Kundentests helfen. Es ist also zu erwarten, dass eine gewisse Obergrenze für das zu übertragende Datenvolumen festgelegt wird. Ob es dafür pro Reise eine Obergrenze gibt oder pro Zeiteinheit (etwa pro Stunde) ist noch offen.

Denkbar wäre auch, dass besonders datenintensive Dienste, etwa das Streaming von Videos, speziell eingeschränkt wird. Das ist nicht nur wegen das Datenvolumens scbwierig zu handhaben, sondern auch aufgrund der hohen Anforderungen eines Videostreams an die Netzqualität, die aber bei hoher Geschwindigkeit nur schwer zu gewährleisten ist.

Quelle: Silicon.de

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