ELECAM 360 IM TEST – 360-GRAD-KAMERA FÜR 120 EURO

Die EleCam 360 nimmt 360-Grad-Fotos sowie -Videos auf und postet sie direkt auf Facebook und Co. Dabei kostet sie nur 120 Euro. Wir haben die EleCam 360 von ElePhone im Test.

 PRO

 CON

 (Bild: Übergizmo)Günstig  (Bild: Übergizmo)Mäßige Bildqualität
(Bild: Übergizmo)Hochwertig verarbeitet  (Bild: Übergizmo)Rudimentäre Software
 (Bild: Übergizmo)Viel Zubehör (Gearbest)  (Bild: Übergizmo)Auslöser ohne Zeitverzögerung
 (Bild: Übergizmo)Einfaches Teilen der Inhalte

Hier unser ausführlicher Videotest zur ElePhone EleCam 360:

Henne-Ei-Problem

360 Grad Videos / Fotos und VR liegen voll im Trend. Unzählige Anbieter schmeißen ihre VR-Headsets auf dem Markt. Doch eines fehlt zuweilen: Die Vielfalt an Geräten, um entsprechenden Content zu erstellen.

Die derzeit wohl beste, einfachste und bezahlbarste Lösung findet sich in der Samsung Gear 360. Sie bietet eine ordentliche Bildqualität und simple Bedienung. Auch ist sie mit einer UVP von 350 Euro (Straßenpreis 09.09.16: 320 Euro) verglichen mit anderen Lösungen (wie Panono) durchaus bezahlbar. Großer Wermutstropfen: Sie arbeitet derzeit nur mit einigen Samsung-Modellen zusammen.

EleCam 360 zum Schnäppchenpreis

Die EleCam 360 von Elephone arbeitet dagegen mit Android- sowie iOS-Smartphones und kostet auf Amazon nur 150 Euro. Noch günstiger ist sie beim Online-Händler Gearbest erhältlich, der uns freundlicherweise ein Testmuster überließ.

Für gut 120 Euro inklusive Versand legt Gearbest im Gegensatz zu Amazon sogar noch eine 32 GByte Class 10 microSD-Karte und ein kleines Stativ bei. Nachteil: Es können zusätzliche Kosten beim Zoll entstehen und die Wartezeit ist mit zwei bis vier Wochen recht hoch. Hier geht’s zu Shop. Hier gibt es übrigens noch mehr Angebote von Gearbest.

EleCam 360-7

Die riesige Linse der EleCam 360 kann einen Winkel von 220 Grad erfassen.

Verarbeitung und Design

Hier gibt es nichts zu meckern. Die EleCam 360 wirkt stabil verarbeitet und ist mit ihren 104 Gram recht leicht. Der microUSB-Ladeport und der microSD-Kartenslot werden von einer Gummiabdeckung geschützt.

Auf der unteren Seite befindet sich das Gewinde für Stative, oben leuchtet, von drei Knöpfen gerahmt, ein kleines Display. Die großen Linsen sind auf gegenüberliegenden Seiten angebracht und stehen deutlich aus dem Gehäuse hervor. Ein Gehäuseschutz oder zumindest ein Beutel, um diese Linsen beim Transport vor Kratzern zu schützen, sucht man beim durchaus üppigen Zubehör vergeblich.

Bedienung

Die Steuerung erfolgt wahlweise direkt am Gerät oder über die App. Sollten das Smartphone über WiFi-Direct mit der EleCam 360 verbunden sein, reagiert der Auslöser am Gerät selbst nicht mehr.

EleCam 360-11

Richtig ärgerlich: Nach Drücken des Auslösers am Gerät wird sofort ein Bild aufgenommen. Bei einer 360 Grad Kamera irgendwie doof, so wird ein Teil des Bildes mit der Hand verdeckt.

Die Gear 360 macht das cleverer. Nach dem Auslösen läuft dort ein kurzer Countdown. Hoffentlich liefert ElePhone mit einem Software-Update nach, denn derzeit lassen sich eigentlich nur über die App sinnvoll 360-Grad-Fotos schießen.

EleCam 360-3

Bei der App ist Vorsicht geboten. Denn sowohl für iOS, als auch für Android, sollten Käufer nicht zur naheliegenden App „EleCam360“ greifen, da diese App im Gegensatz zu „SYVR360“ aufgenommene Fotos und Videos nicht direkt als 360-Grad-Datei auf Facebook posten kann.

Die App selbst ist simpel. Mit ihr kann sowohl die Foto-, als auch die Video-Funktion ausgelöst werden. Zwar gibt es auch ein Menü zur Einstellung der Auflösung, ändern kann man in ihr jedoch nichts.

Virtual Reality (Bild: Gizmodo)VIRTUAL REALITY BRILLEN: DER GROSSE VERGLEICH

Sowohl in der Live-Ansicht, als auch beim Betrachten der Aufnahmen, kann im Player zwischen verschiedenen Betrachtungsformaten gewählt werden. Mit dabei ist hier die klassische 360-Grad-Ansicht, eine Spherenansicht, ein VR-Modus und eine Tiny-Planet-Option.
Dieses Tiny-Planet-Bild ließ sich nur mit einem Screenshot aus der App ziehen.

Dieses Tiny-Planet-Bild ließ sich nur mit einem Screenshot aus der App ziehen.

Alles schön und gut, allerdings gibt es keine Möglichkeit, die Inhalte auch in der Form zu exportieren. Wer also sein Tiny-Planet-Bild speichern will, muss auf einen Screenshot zurückgreifen.

Nachdem das Bild oder das Video von der Kamera auf das Smartphone geladen wurde, kann es direkt exportiert werden. Zumindest auf Facebook und Youtube funktioniert das so einfach, wie man sich das wünscht. Direkt nach dem Export kann der eigene Content in 360 Grad bewundert werden. So muss das sein!

Bildqualität

Die EleCam 360 nimmt Fotos mit 4,5 Megapixel und Videos in FullHD-Qualität auf. Das daraus resultierende Ergebnis, ist ernüchternd. Für qualitativ hochwertige Bilder und Videos bedarf es mindestens der vierfachen Pixelmenge, eher sogar der sechzehnfachen. Besonders wenn der Content in einer VR-Brille betrachtet wird, schweift der Blick über matschige Riesenpixel. Hier ist die Qualität der dreimal so teuren Samsung Gear 360 deutlich besser.

KAMERA  FOTOAUFLÖSUNG  VIDEOAUFLÖSUNG  PREIS IN EURO (9.9.16)
EleCam 360 4,5 MP FullHD / 30 fps 120 (Gearbest)
Samsung Gear 360 30 MP 4k / 30 fps 320
LG 360 Cam 16 MP QUH / 30 fps 160
Panono 108 MP 1.500

Hier ein Beispiel der Bildqualität auf Facebook. –> CLICK

Will man die 360-Grad-Bilder und –Videos jedoch nur auf dem Smartphone betrachten oder auf Facebook und Youtube hochladen, könnte die Bildqualität für viele genügend sein.

So sieht das Video der EleCam 360 auf Youtube aus:

Fazit

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Die EleCam 360 ist ein günstiger Einstieg in die 360-Grad-Fotografie. Sie wirkt hervorragend verarbeitet und kommt mit einer guten Akkulaufzeit. Die Bedienung hätte gerne etwas durchdachter ausfallen können und auch die App bietet derzeit noch einen sehr eingeschränkten Funktionsumfang. Zumindest das Posten der 360-Grad-Aufnahmen auf Facebook und Youtube funktioniert wunderbar.

Die Bildqualität der EleCam 360 ist ihre große Schwäche. Deswegen erhält die EleCam 360 auch nur für Einsteiger eine Kaufempfehlung. Wer etwas mehr aus seiner 360-Grad-Kamera holen möchte, sollte lieber 200 Euro mehr investieren und zur Samsung Gear 360 (und dem Samsung Galaxy S7) greifen.

Hier unser ausführlicher Videotest zur ElePhone EleCam 360:

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