Mastercard führt biometrisches Bezahlverfahren ein

Mastercard hat mit Identity Check Mobile eine App für biometrische Bezahlverfahren eingeführt. Mit der neuen Zahlungstechnologie wird Online-Shopping künftig ohne Passworteingabe möglich. Für die Identifizierung des Karteninhabers werden lediglich Merkmale wie Fingerabdruck- oder Gesichtserkennung benötigt.

Mastercard Gold (Bild: Mastercard)

Mastercard Gold (Bild: Mastercard)

Das Identity Check Mobile wurden zuvor erfolgreich in Ländern wie Niederlande, USA und Kanada eingeführt. Nun steht die Technologie Kunden in Deutschland, Österreich, Belgien, Großbritannien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland zur Verfügung. Ob und wann die Option dem Nutzer zur Verfügung stehen wird, hängt aber von den jeweiligen Geldinstituten ab.

Bislang mussten Nutzer zum Zwecke des Identitätsnachweises und der Zahlungsautorisierung Passwörter eingeben. Da diese nicht selten vergessen wurden, kam es nicht selten zu Transaktionsabbrüchen. Mit der biometrischen Erkennung von Identity Check Mobile braucht der Anwender lediglich seinen Finger auf den Scanner des Smartphones zu legen oder die Gesichtserkennung per Selfie nutzen. Auf diese Weise werde das Online-Shopping vereinfacht, versichert Mastercard.

„Unser Ziel ist es, Karteninhabern und Händlern möglichst reibungslose Online-Zahlungserlebnisse zu ermöglichen, ohne dabei irgendwelche Kompromisse bei der Sicherheit einzugehen“, so Ajay Bhalla, President von Enterprise Risk & Security bei Mastercard. „Dieses neue Zahlungsverfahren stellt einen bedeutenden Meilenstein dar. Das Einkaufserlebnis in Ladengeschäften hat sich schon durch unsere Innovationen, wie kontaktlosfähigen Karten und die Bezahlung über Mobilgeräte oder Wearables, grundlegend verändert. Als nächster Meilenstein ist Identity Check Mobile für Online-Shopping in Europa und bald auch weltweit verfügbar.“

Mastercard hatte erst im Juli seinen Online-Bezahldienst Masterpass erweitert. Der Dienst unterstützt seitdem berührungsloses Bezahlen per NFC und steht damit in direkter Konkurrenz zu Android Pay, Apple Pay und Samsung Pay.

Effizientes Bezahlverfahren – Unternehmen rüsten sich für die Zukunft

Auf die veränderten Kundenansprüche im Payment-Sektor hat auch die Postbank reagiert. Ab sofort können Kunden ihre Überweisungen im Postbank Finanzassistent mit Unterstützung von Siri, der Spracherkennungssoftware von Apple, auf ihrem iPhone vorbereiten. Voraussetzung ist Version 10.0 des iOS-Betriebssystems.

„Wir beobachten, dass sich die Kundenerwartungen im Bereich Payment verändern. Um diesem neuen Nutzungsbedürfnis nachzukommen, haben wir uns bereits nach dem Launch der Funktion „Geld anfordern“ im Jahr 2014, dem konsequenten Ausbau der Spracheingabe im Postbank Finanzassistent gewidmet. Überweisungen per Spracheingabe zu diktieren gibt es im Finanzassistenten seit 2013. Das i-Tüpfelchen setzen wir nun mit Unterstützung von Siri“, so Tobias Ehret, Head of Digital Experience & Innovation der Postbank.

[mit Material von Anja Schmoll-Trautmann, ZDNet.de]

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