Spotify erneut von Hackern angegriffen

Der Musik-Streaming-Dienst Spotify hat gestern über sein kostenloses, mit Webung finanziertes Angebot Spotify Free Malware-verseuchte Online-Anzeigen verteilt. Dies berichtet The Next Web unter Berufung auf mehrere Beschwerden von Nutzern. Der schwedische Konzern hat den Vorfall bestätigt und die Anzeigen entfernt.

Betroffen soll nur die Desktop-Version von Spotify Free bei den Betriebssystemen Windows, Linux und Mac OS X gewesen sein. Während der Nutzung der Client-Anwendungen öffnete die Schadsoftware ungefragt Browserfenster, die Nutzer zum Besuch schädlicher Internetseiten locken sollten.

Auch auf der Internet-Plattform Twitter beschwerten sich einige Betroffenen. „Deinstalliere Spotify Free, deren Anzeigen sind derzeit mit Malware verseucht“, riet gestern zum Beispiel der Nutzer Volp. Samu Nuutamo fand die Schadsoftware auf seinem Ubuntu-Desktop. Taru Kalvi hatte das Problem auf seinem Mac-Computer.

(Bild: Spotify).

(Bild: Spotify).

Gestern Abend bestätigte Spotify das Problem gegenüber The Next Web. „Wenige Nutzer hatten als Folge eines isolierten Vorfalls mit einer Anzeige in unserem Gratisangebot ein Problem mit fragwürdigen Website-Pop-ups in ihrem voreingestellten Browser“, teilte ein Sprecher mit. „Wir haben nun die Quelle des Problems gefunden und sie geschlossen. Die Situation werden wir weiterhin genau beobachten.“

Spotify Ziel von Cyberangriffen

Es ist nicht das erste Mal, dass Cyberkriminelle das Streaming-Angebot des schwedischen Start-ups für ihre Zwecke benutzen. Bereits 2011 habe sich Spotify für die Verbreitung von Malware in Anzeigen entschuldigt. Auch damals sei das Problem recht schnell gelöst worden.

Der Missbrauch von Online-Anzeigen ist ein weit verbreitetes Problem. 2015 blockierte Google nach eigenen Angaben weltweit 780 Millionen „einfach schlechte“ Anzeigen. Sie enthielten Malware, waren für Fake-Produkte oder führten zu Phishing-Seiten. Mit Stand Anfang des Jahres beschäftigte Google mehr als 1000 Mitarbeiter, die sich ausschließlich um die Bekämpfung solcher Anzeigen kümmern.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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