Apples iOS 10 ein voller Erfolg?

Nach zögerlichem Start scheint Apples iOS 10 nun doch ein voller Erfolg zu sein. Wie der Hersteller berichtet, ist das Betriebssystem für Tablets und Smartphones ein Monat nach Erscheinen bei rund 54 Prozent der kompatiblen Geräten installiert. Einige Marktforscher nennen sogar höhere Zahlen. Damit dürfte es das bisher erfolgreichste OS-Betriebssystem Apples sein.

Unmittelbar dem Start am 13. September waren die Installationsquoten noch mehr als bescheiden. Beim Vorgänger iOS 9 hatte Apple einer Woche nach Veröffentlichung berichtet, dass sich die Betriebssystem-Version bei den Nutzern am schnellsten durchgesetzt hat. Beim iOS 10 blieb der Erfolg zunächst aus. Offizielle Zahlen nannte Apple nicht.

Eine Bilanz nach einem Monat ziehen auch die Marktforschungsunternehmen Fiksu und Mixpanel. Ihnen zufolge hat die Akzeptanz des Betriebssystems nach ca. zwei Wochen stark zugenommen. Laut der Berechnung von Mixpanel sei iOS 10 inzwischen auf über 60 Prozent der Geräte installiert, Fiksu kommt sogar auf 68 Prozent – was nicht völlig unvereinbar mit Apples Messung ist, die schon vier Tage zurückliegt.

iOS 10 auf iPad und iPhone

iOS 10 auf iPad und iPhone (Bild: Apple)

Vor allem aber weist die Kurve bei iOS 10 eine eindeutige Stufe auf: In den ersten Tagen verbreiteten sich iOS 6, 7 und 9 schneller als das jüngste große Versionsupdate. Dann aber flacht ihre Kurve merklich ab, und sie fallen spätestens mit dem Eintrag für 20 Tage alle hinter iOS 10 zurück.

Die Beschleunigung der Verbreitung von iOS 10 scheint ziemlich genau 14 Tage nach Veröffentlichung eingetreten zu sein. Damit fällt sie mit der Veröffentlichung von iOS 10.0.2 am 23. September zusammen, das Verbesserungen in der Stabilität brachte. Ob dieses Update der entscheidende Faktor war, ist offen. Allgemein trifft aber zu, dass viele Anwender einige Tage oder auch Wochen verstreichen ließen, bevor sie das Update vornahmen.

iOS 10 mit Anlaufschwierigkeiten

Nach dem Start gab es Berichte über fehlgeschlagene Installationsvorgänge, die Smartphones und Tablets unbrauchbar machten. Laut Apple war nur eine kleine Zahl Nutzer während der ersten Stunde betroffen. Der Nachhall dieser Störung war aber möglicherweise weit größer.

Unterschiede zwischen der offiziellen und den unabhängigen Messungen ergeben sich auch daraus, dass Fiksu etwa nur Daten von Geräten vorliegen, auf denen mit seinem SDK erstellte Apps laufen. Diese sind in Nordamerika und Europa besonders verbreitet. Die Region Asien-Pazifik beispielsweise ist in seinen Angaben dagegen unterrepräsentiert.

[mit Material von Andreas Donath, Übergizmo.de]

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